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Einsatzhärten vs. Induktionshärten*

Beitrag zum Wirtschaftlichkeitsvergleich beim Wärmebehandeln von Zahnrädern
  • H. Jehnert and H.-J. Peter
Published/Copyright: May 31, 2013

Kurzfassung

Mit der Einführung des induktiven SDF®–Härteverfahrens vor etwa zehn Jahren ist es möglich geworden, profilierte Oberflächenstrukturen konturengetreu randschichtzuhärten. Das betrifft im Wesentlichen verzahnte Bauteile. Bei diesem Verfahren wird nur soviel Energie in die zu härtende Oberfläche induziert, wie zum Erreichen des Härtegefüges in der Randschicht nötig ist. Da dieses Härtevolumen klein gegenüber dem gesamten Querschnitt ist, bedeutet das einen entspre-chend geringen Energieaufwand im Vergleich z.B. zum Einsatzhärten, bei dem das gesamte Volumen längere Zeit auf Härtetemperatur gehalten werden muss. Um ein Durchwär-men zu vermeiden bzw. einen Wärmestau zu erzielen, ist eine hohe Leistungsdichte bei kurzer Einwirkzeit erforderlich. Das ermöglicht auch bei Einzelbehandlung einen hohen Werkstückdurchsatz. Die hierfür erforderliche Anlagentechnik ist ausgereift und in Fertigungsketten integrierbar.

Abstract

With the introduction of SDF® hardening about ten years ago the induction hardening of complex shaped surfaces became possible. Especially for the production of gears and other toothed parts this method offers big benefits. With the SDF® process the energy is only required to heat the real hardened surface in a thin layer. This volume is very small compared with the complete volume of the hardened part, which is necessary to heat and hold on temperature several hours in the classical carburizing process. The SDF® technology requires a high power density in the surface and very short heating times, to be prevent the heat in the surface from thermal flow into the not treated area. So the method is perfectly useful for integration in line production with single part handling and low cycle times. Systems for process chain integration are available with up to 3 MW power.


*

Vorgetragen von H. Jehnert auf dem HK 2008, 54. Kolloquium für Wärmebehandlung, Werkstofftechnik, Fertigungs- und Verfahrenstechnik, 8.–10. Oktober 2008, in Wiesbaden.


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Online erschienen: 2013-05-31
Erschienen im Druck: 2009-04-01

© 2009, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 26.2.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/105.110014/html
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