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Web-unterstützte Wertschöpfung in KMU-Netzwerken

Ein Beispiel aus der Werkzeugbaubranche
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Published/Copyright: May 16, 2018

Kurzfassung

Für die europäischen Unternehmen der Werkzeugbaubranche ist eine Differenzierung über den Preis kaum umsetzbar. Über ein verstärktes Dienstleistungsangebot an die weltweit ansässigen Kunden können die Geschäftsbeziehungen mit den Kunden zur Stärkung der Wettbewerbsposition vertieft werden. Dies ist jedoch für die kleinen und mittelgroßen Werkzeugbauunternehmen schwierig: Zwar ist das Dienstleistungswissen vorhanden, nicht aber die Kapazitäten. Weltweite Partnernetzwerke sind ein möglicher Lösungsansatz, um die begrenzte Servicereichweite für den Schadensfall zu erhöhen. Für eine erfolgreiche Wertschöpfung innerhalb des Netzwerks muss es den Partnern möglich sein, auf Informationen zu den Werkzeugen zurückgreifen zu können. Hierzu wurde eine Web-basierte Kooperationsplattform entwickelt, die die Datenbasis für ein Partnernetzwerk bereitstellt. Ziel der Veröffentlichung ist es, die Konzeption dieser Plattform als Schnittstelle von Kooperationspartnern und Werkzeugbauunternehmen vorzustellen.

Abstract

It is hardly possible for European toolmakers to differentiate in terms of price. Therefore enhanced service offerings to worldwide customers can deepen the company's relationships with customers. However, this is difficult for the small and medium sized toolmakers: Although they have the service knowledge, they do not have the capacity to provide them globally. Worldwide partner networks are one possible approach to increase the limited service coverage in case of tool malfunction. But, for successful collaboration within the network, all partners must be able to access relevant information about the tool. For this purpose, a web-based collaboration platform has been developed that provides the data basis for a collaboration network of small and medium-sized partners. The aim of the publication is to present the concept of this platform.


Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Günther Schuh, geb. 1958, ist Inhaber des Lehrstuhls für Produktionssystematik am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen, Direktoriumsmitglied am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen sowie Direktor des Forschungsinstituts für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen. Außerdem ist er ständiger Gastprofessor an der Universität St. Gallen. Er ist Gründer der Schuh & Co. Firmengruppe in Würselen, St. Gallen und Atlanta.

Dr.-Ing. Wolfgang Boos, geb. 1975, absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker der Fachrichtung Stanz- und Umformtechnik bei der ITT Automotive Europe GmbH in Bergneustadt. Von 1997 bis 2003 studierte er Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Produktionstechnik an der RWTH Aachen. Er promovierte im April 2008 und ist seit Januar 2008 als Oberingenieur für die Abteilung Unternehmensentwicklung am WZL der RWTH Aachen verantwortlich.

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Magdalena Völker, geb. 1984, studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Universität Ilmenau (TH). Seit 2008 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Unternehmensentwicklung am WZL der RWTH Aachen.


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Online erschienen: 2018-05-16
Erschienen im Druck: 2010-09-28

© 2010, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 16.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/104.110390/html
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