Optimierung einer segmentierten CONWIP-Steuerung
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and
Kurzfassung
Die Bewertung der fertigen und der halbfertigen Erzeugnisse ist ein zentraler Bestandteil bei der wertorientierten Unternehmensführung. Ziel ist es daher, die Bestände entlang der Prozessketten zu reduzieren. Zur Erreichung dieses Ziels wurde in einem Nutzfahrzeuggetriebewerk von DaimlerChrysler Powersystems eine segmentierte CONWIP-Steuerung (CONstant Work In Process) implementiert. Diese Steuerung kombiniert das Push- mit dem Pull-Prinzip und ist der Kanban-Steuerung sehr ähnlich. Ein Parameter dieser Steuerung ist die Kanban-Anzahl. Die Optimierung dieser Größe nach den gegensätzlichen Zielen Erhöhung der Liefertreue und Minimierung des Bestands wurde bisher anhand der Erfahrungen aus der realen Fertigung betrieben. Mit den Mitteln der Simulation kann dieser Prozess des sukzessiven „Ausprobierens“ in einem Computermodell durchgeführt werden. Dies hat den Vorteil, dass längere Zeiträume simuliert werden können, die Sicherheit der Ergebnisaussage steigt und keine Versuche an der realen Fertigung durchgeführt werden müssen. Das Risiko und die Kosten der Planung werden somit begrenzt.
Abstract
With the aid of modular simulation. The evaluation of finished and semi-finished products is a central element in value-oriented company management. The aim is therefore to reduce the stocks along the process chain. To achieve this aim, a segmented CONWIP (CONstant Work In Progress) control system was implemented in a commercial vehicle transmission factory of DaimlerChrysler Powersystems. This control system combines the push and pull principles and is very similar to the Kanban control system. One parameter of this control system is the Kanban number. Optimisation of this parameter according to the contradictory aims of increasing schedule effectiveness and minimising stocks has in the past been carried out on the basis of experience from actual production. Using simulation, this process of continuous “try-out” can be carried out on a computer model. This has the advantage that longer time periods can be simulated, the reliability of performance statements increases and no tests on the actual production process have to be carried out. Limits are therefore set on the risk and costs of planning.
References
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© 2001, Carl Hanser Verlag, München
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