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Dokumentation afrikanischer Sprachen durch Herrnhuter Missionare in Deutsch-Ostafrika

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Kolonialzeitliche Sprachforschung
This chapter is in the book Kolonialzeitliche Sprachforschung

Abstract

Herrnhuter Missionare beteiligten sich – soweit möglich in Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Missionsgesellschaften und unterstützt durch Afrikaner aus ihrem Umfeld sowie Carl Meinhof in der Heimat - an der Erforschung und Dokumentation der Sprachen im ehemaligen Deutsch-Ostafrika auf mehreren Ebenen und in unterschiedlichen Funktionsbereichen: Sie erlernten die jeweiligen Sprachen oder Dialekte (Sammlung des Wortschatzes und Beschreibung der Grammatik), übersetzten Gebrauchstexte (Lieder, liturgische Texte, Katechismus), verschriftlichten oral tradierte Texte (Märchen, Rätsel, Gesänge) und fertigten gelegentlich Tonaufnahmen an. Sie vermittelten Lese- und Schreibkenntnisse (Fibeln). Dies ermöglichte den Afrikanern schließlich ihre Sprache und Gedanken zunehmend selbständiger zu dokumentieren und andern zugänglich zu machen.

Abstract

Herrnhuter Missionare beteiligten sich – soweit möglich in Zusammenarbeit mit Vertretern anderer Missionsgesellschaften und unterstützt durch Afrikaner aus ihrem Umfeld sowie Carl Meinhof in der Heimat - an der Erforschung und Dokumentation der Sprachen im ehemaligen Deutsch-Ostafrika auf mehreren Ebenen und in unterschiedlichen Funktionsbereichen: Sie erlernten die jeweiligen Sprachen oder Dialekte (Sammlung des Wortschatzes und Beschreibung der Grammatik), übersetzten Gebrauchstexte (Lieder, liturgische Texte, Katechismus), verschriftlichten oral tradierte Texte (Märchen, Rätsel, Gesänge) und fertigten gelegentlich Tonaufnahmen an. Sie vermittelten Lese- und Schreibkenntnisse (Fibeln). Dies ermöglichte den Afrikanern schließlich ihre Sprache und Gedanken zunehmend selbständiger zu dokumentieren und andern zugänglich zu machen.

Chapters in this book

  1. Front Matter 1
  2. Kolonialzeitliche Sprachforschung und das Forschungsprogramm Koloniallinguistik: eine kurze Einführung 7
  3. Koloniale Grammatiken und ihre Beispiele – Linguistischer Sprachgebrauch als Ausdruck von Gewissheiten 31
  4. Gibt es primitive Sprachen – oder ist Deutsch auch primitiv? 55
  5. Von der Volks- zur Kirchensprache: Anwendung und Interpretation der Ewe-Sprache auf dem Missionsgebiet der Norddeutschen Missionsgesellschaft in Westafrika 75
  6. Une variété dialectale des langues bëti dans le Cameroun allemand* 97
  7. Deutsch-Kamerun: Einblicke in die sprachliche Situation der Kolonie und den deutschen Einfluss auf das Kameruner Pidgin-Englisch 111
  8. Nama als Sprachbenennung in der Koloniallinguistik Deutsch-Südwestafrikas: zwischen Endonym und Exonym 139
  9. Dokumentation afrikanischer Sprachen durch Herrnhuter Missionare in Deutsch-Ostafrika 161
  10. Deutsch schümpfen, chinese schümpfen, plenty sabbi – Die deutsche Sprache in Kiautschou* 187
  11. Koloniallinguistischer Konkurrenzkampf auf den Marianen: über Grammatik und Wörterbücher der Chamorrosprache im frühen 20. Jahrhundert 203
  12. Gertrude Hornbostels Aufzeichnungen im Lichte zweier Klassiker der Chamorroforschung 231
  13. Reduplikation als Thema in Hermann Costenobles Die Chamoro Sprache* 249
  14. “Den Buchstaben h können die Eingeborenen nicht aussprechen”. Pater Laurentius Bollig und die Sprache von Chuuk 263
  15. Sprachkontakt und Konfession. Lexikalische Sprachkontaktphänomene Deutsch-Nauruisch bei den Missionaren Delaporte und Kayser 285
  16. Back Matter 305
Downloaded on 29.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1524/9783050052809.161/html?lang=en
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