150Der Europäische Gerichtshof leitet aus der Niederlassungsfreiheit die kollisionsrechtliche Zuordnung der Vertretung einer Gesellschaft zum Gesellschaftsstatut ab. Der Schutz der Minderheitsgesellschafter, Gläubiger oder Arbeitnehmer rechtfertige die zusätzliche Geltung des Rechts des Ortes der Geschäftstätigkeit nicht. Die Frage nach der Qualifikation des Vertretungsrechts stellt der EuGH dabei nicht. Damit ist die genaue Reichweite des entsprechend der Art. 49, 54 AEUV maßgeblichen Gesellschaftsstatuts für Wirtschaftsakteure weiterhin nicht sicher vorherzusehen.
The European Court of Justice derives from the freedom of establishment that the legal representation of a company is governed by the applicable company law. The protection of minority shareholders, creditors or employees cannot justify the additional application of the law of the place of business. The Court of Justice does not raise the question of qualification of the law of representation. Consequently, economic players cannot anticipate precisely the coverage of the company law that is applicable under Articles 49, 54 TFEU.
© 2025 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
Articles in the same Issue
- Frontmatter
- Frontmatter
- Neuausrichtung der bürgerlich-rechtlichen Prospekthaftung im weiteren Sinne
- „Say on Climate“ in der GmbH – Gesellschafterklagen bei (nicht-)nachhaltiger Geschäftsführung
- Die Mitgliedschaft des sanktionierten Anteilseigners
- Ungeklärte prozess- und insolvenzrechtliche Fragen des § 715 b BGB
- Die Zinnen von Schloss Torcrescenza
Articles in the same Issue
- Frontmatter
- Frontmatter
- Neuausrichtung der bürgerlich-rechtlichen Prospekthaftung im weiteren Sinne
- „Say on Climate“ in der GmbH – Gesellschafterklagen bei (nicht-)nachhaltiger Geschäftsführung
- Die Mitgliedschaft des sanktionierten Anteilseigners
- Ungeklärte prozess- und insolvenzrechtliche Fragen des § 715 b BGB
- Die Zinnen von Schloss Torcrescenza