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Das Europäische Konzernrecht als Elefant im Raum

Schlussfolgerungen aus dem Urteil des EuGH vom 10. März 2022, Rs. C-498/20 (BMA Nederland B.V.)
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Veröffentlicht/Copyright: 24. Februar 2023

Abstract

Die Abgrenzung von Gesellschaftsstatut, Deliktsstatut und Insolvenzstatut berührt die Freiheit der grenzüberschreitenden Konzernbildung. Dies gibt dem EuGH die Möglichkeit, Druck auf den Sekundärrechtsgesetzgeber auszuüben, das Konzernrecht zu kodifizieren. Die hier vorgestellte Entscheidung BMA Nederland zeigt, dass der EuGH von dieser Möglichkeit nicht Gebrauch macht. Damit bleibt dies eine Aufgabe, der sich Europäische Kommission, Europäisches Parlament und Rat aus politischer Motivation annehmen müssen. Diese könnte aus der Erkenntnis erwachsen, dass ein kodifiziertes Konzernrecht die Indienstnahme von Unternehmen für öffentliche Belange erleichtert.

Abstract

The definitions of applicable company law, torts and insolvency law affect the formation of cross-border groups. This enables the European Court of Justice to apply pressure on the European legislator to issue codified group law. However, the judgement in the case BMA Nederland that is presented here, demonstrates that the ECJ is not going to seize this opportunity. Thus, the codification of European group law remains a task that the European Com-mission, the Council and the European Parliament have to fulfill based on a political motivation alone. This motiviation could be supported by the perception that the engagement of businesses for public interests could be facilitated by the codification of group law at EU level.

Online erschienen: 2023-02-24
Erschienen im Druck: 2023-02-09

© 2023 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Heruntergeladen am 25.3.2026 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/zgr-2023-0004/html
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