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Grüne Damen und Herren als Spiritual Caregivers: Mitmenschlichkeit leben im Krankenhaus- und Altenheimalltag

  • Manfred Riegger

    Manfred Riegger (*1967) studierte Katholische Theologie und Sozialpädagogik in Tübingen, Berkeley / CA und Benediktbeuern. Zurzeit vertritt er den Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Außerdem ist er Leiter des Reliforums Augsburg. Seine Forschungsgebiete umfassen u. a. Lernen durch Erfahrung, das Theorie-Praxis-Verhältnis in der Religionspädagogik, didaktisch-methodisches Handeln von Lehrkräften, Alienitätstheorien und Compassion.

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    und Theresa Sommermann

    Studium der katholischen Religionslehre und Germanistik für Lehramt Gymnasium an der LMU München, seit 2014 Hilfskraft am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit von Herrn Dr. Prof. Bischof; seit Oktober 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an diesem Lehrstuhl. Seit Februar 2016 Studienreferendarin in Würzburg.

Veröffentlicht/Copyright: 11. Juli 2016

Zusammenfassung

„Grüne Damen und Herren“ sind Ehrenamtliche, die in deutschen Krankenhäusern und Altenheimen arbeiten und ein Korrelat zu den „Pink Ladies“ oder „Candy Stripers“ sind, die in den USA erstmals Funktionen für Kranke und Alte übernommen haben. Sie spielen eine Rolle in Spiritual Care. Die Bezeichnung bezieht sich auf die grünen Kittel, welche die Freiwilligen tragen. Ihr allgemeines Ziel ist es, den Aufenthalt von Patienten angenehmer zu gestalten. Die Sorge liegt nicht im Bereich medizinischer Aufgaben. Vielmehr bieten sie persönliche Hilfen an, um Menschen Gutes zu tun und so Menschlichkeit in den Krankenhaus- und Altenheimalltag zu bringen.

Abstract

The article explains the role of “Green Ladies and Gentlemen” and their relationship to Spiritual Care. They are volunteers at hospitals and retirement homes in Germany – a concept that originated in the USA under the title Pink Ladies or Candy Stripers. The job title refers to the green pinafores worn by the volunteers. In general, the goal is to make a patient’s stay more pleasant. They volunteer for non-medical tasks and provide personalized care to patients, thus life in hospitals and retirement homes would be humanized.

Über die Autoren

Prof. Dr. Manfred Riegger

Manfred Riegger (*1967) studierte Katholische Theologie und Sozialpädagogik in Tübingen, Berkeley / CA und Benediktbeuern. Zurzeit vertritt er den Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. Außerdem ist er Leiter des Reliforums Augsburg. Seine Forschungsgebiete umfassen u. a. Lernen durch Erfahrung, das Theorie-Praxis-Verhältnis in der Religionspädagogik, didaktisch-methodisches Handeln von Lehrkräften, Alienitätstheorien und Compassion.

Theresa Sommermann

Studium der katholischen Religionslehre und Germanistik für Lehramt Gymnasium an der LMU München, seit 2014 Hilfskraft am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit von Herrn Dr. Prof. Bischof; seit Oktober 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an diesem Lehrstuhl. Seit Februar 2016 Studienreferendarin in Würzburg.

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Video

Asklepios Expertengespräch: Grüne Damen und Herren in der Klinik vom 19. November 2014 (16 Minuten) (online) (Zugriff am 06.11.2015), abrufbar unter https://www.youtube.com/watch?v = TUk5ioKvHgw.

Online erschienen: 2016-7-11
Erschienen im Druck: 2016-7-1

© 2016 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Artikel in diesem Heft

  1. Frontmatter
  2. Editorial
  3. Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser!
  4. Spiritueller Impuls
  5. An die Freiheit des Geistes glauben
  6. Originalia
  7. Über das leibliche Erleben von Spiritualität im Pflegekontext
  8. Spiritualität in der Intensivpflege – eine Einzelfallanalyse
  9. Grüne Damen und Herren als Spiritual Caregivers: Mitmenschlichkeit leben im Krankenhaus- und Altenheimalltag
  10. Bildungsinhalt ohne Bildungsgehalt? – Spiritualität in der Pflegeausbildung
  11. Interview
  12. Spiritual Care in der Notfallversorgung
  13. Erfahrungsbericht
  14. Hospitation im Royal Hospital Maskat im Sultanat Oman: Ein Erfahrungsbericht
  15. Meine Erfahrung mit Spiritual Care
  16. Essay
  17. Spiritualität in der Pflege
  18. Assistierter Suizid als Ritualersatz?
  19. Erfahrungsbericht
  20. Kollektiv oder individuell – gelingt und nützt eine gemeinsame Haltung?
  21. Das Stichwort
  22. Exerzitien, spirituelle (Geistliche Übungen)
  23. Tagungsbericht
  24. 27. Medizin-Ethik-Symposium 27.–29. 11. 2015 in Rothenburg ob der Tauber: „… als wär’s ein Teil von mir… Zur Debatte um Hirntod, Organspende und Transplantation“
  25. Rezensionen
  26. Johannes Stockmeier / Astrid Giebel / Heike Lubatsch (Hg.): Geistesgegenwärtig pflegen. Existenzielle Kommunikation und spirituelle Ressourcen im Pflegeberuf. Band 2: Studien und Projektergebnisse
  27. Theres Spirig-Huber & Karl Graf: Ich werde, also bin ich. Biografiearbeit – spirituell. Hinführung und Übungen (Ignatianische Impulse 71)
  28. Will, Herbert Freuds Atheismus im Widerspruch: Freud, Weber und Wittgenstein im Konflikt zwischen säkulärem Denken und Religion.
  29. Heinz Streib, Barbara Keller: Was bedeutet Spiritualität? Befunde, Analysen und Fallstudien aus Deutschland
  30. Antwort
  31. Steilpass! Replik auf den Artikel von Stefan Gärtner (2015)
  32. Mitteilungen
  33. Mitteilungen
  34. Erratum
  35. Anna Margarita Schepper: Das Soziale im Vorgeburtlichen
Heruntergeladen am 1.2.2026 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/spircare-2016-1004/html?lang=de
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