Zusammenfassung
Seit dem 16. Jahrhundert stellt man bei Pädagogen und Gelehrten ein besonderes Interesse an den Techniken der Wissensverwaltung und der Informationsbearbeitung fest. Gleichzeitig wächst die Opposition gegen die klassischen, auf Imagination basierenden Mnemotechniken und es setzt sich allmählich eine positive Haltung gegenüber der Gelehrsamkeit durch. Im 17. Jahrhundert empfiehlt man immer häufiger, »Theater« und »Gärten« des Gedächtnisses durch die Praxis des Exzerpierens zu ersetzen, während die Exzerptenbücher als Zweitgedächtnis und als Gelehrtenmaschine verstanden werden. Wie kann man diese Veränderung erklären? Was für eine Rolle hat die Erfindung des Buchdrucks in diesem Fall gespielt? Der Artikel untersucht diese Fragen und schlägt vor, die Entwicklung als Übergang von einer Gesellschaft, in der man vor allem Erinnern lehrte, zu einer Gesellschaft, in der man Vergessen lernt, zu verstehen.
© 2004 by Lucius & Lucius, Stuttgart
Articles in the same Issue
- Inhalt. Jahrgang 10 (2004)
- Inhalt
- Some Writing on Thinking and Talking
- Uncertain Communications: Uncertain Social Systems
- Verzetteln lernen. Gelehrsamkeit als Medium des Wissens in der frühen Neuzeit
- Miteinander leben, ohne sich zu kennen: Die Ökologie der Stadt
- The Contractualisation of the Citizen – on the transformation of obligation into freedom
- MUSIC NO MUSIC MUSIC
- Diskussion
- Pop: Kunst durch Markt
- Pop als Provokation?
- Zeichen über Zeichen: Pop als Resignifikation, Rekombination und Reproduktion
- Das Populäre als Form
- Luhmanns Theorie psychischer Systeme und das Freudsche Unbewusste. Zur Beobachtung strukturfunktionaler Latenz
- Rezensionen
- Abstracts
- Über die Autoren
- Hinweise für unsere Autoren
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