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Verzetteln lernen. Gelehrsamkeit als Medium des Wissens in der frühen Neuzeit

  • Alberto Cevolini EMAIL logo
Published/Copyright: May 26, 2016
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Zusammenfassung

Seit dem 16. Jahrhundert stellt man bei Pädagogen und Gelehrten ein besonderes Interesse an den Techniken der Wissensverwaltung und der Informationsbearbeitung fest. Gleichzeitig wächst die Opposition gegen die klassischen, auf Imagination basierenden Mnemotechniken und es setzt sich allmählich eine positive Haltung gegenüber der Gelehrsamkeit durch. Im 17. Jahrhundert empfiehlt man immer häufiger, »Theater« und »Gärten« des Gedächtnisses durch die Praxis des Exzerpierens zu ersetzen, während die Exzerptenbücher als Zweitgedächtnis und als Gelehrtenmaschine verstanden werden. Wie kann man diese Veränderung erklären? Was für eine Rolle hat die Erfindung des Buchdrucks in diesem Fall gespielt? Der Artikel untersucht diese Fragen und schlägt vor, die Entwicklung als Übergang von einer Gesellschaft, in der man vor allem Erinnern lehrte, zu einer Gesellschaft, in der man Vergessen lernt, zu verstehen.

Online erschienen: 2016-5-26
Erschienen im Druck: 2004-11-1

© 2004 by Lucius & Lucius, Stuttgart

Downloaded on 13.3.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/sosys-2004-0205/html
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