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Die digitale Transformation meistern

Aktuelle Entwicklungen in der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung
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Veröffentlicht/Copyright: 1. Dezember 2018

Zusammenfassung

In diesem Beitrag werden Spezifika der Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen, die in der KIBA organisiert sind, mit ihren Studiengängen, Weiterbildungsprogrammen, Forschungsschwerpunkten und didaktischen Konzepten vorgestellt. Es wird gezeigt, wie diese Einrichtungen mit ihrer Berufungs- und Einstellungspolitik, strategischen Allianzen und übergeordneten fachlichen und politischen Zusammenschlüssen sowie mit der Profilierung ihrer Studiengänge auf neue Anforderungen des Marktes und der Berufspraxis reagieren. Berücksichtigt werden dabei Positionen und Strategien zur Digitalisierung aus der Politik sowie ihren Beratungsgremien, in der sich die Inhalte bibliotheks- und informationswissenschaftlicher Ausbildung und Forschung verorten lassen. Insgesamt wird deutlich, wie schwierig es heute ist zu definieren, was die Bibliotheks- und die Informationswissenschaft im Kern ausmacht, um im Spannungsfeld der Herausforderungen an wissenschaftliche und öffentliche Bibliotheken, den Anforderungen der Wirtschaft im Bereich Informations- und Wissensmanagement, der Digitalisierung und Langzeitarchivierung von Kulturerbe, um nur einige Felder zu nennen, Ausbildungsprogramme bedarfsgerecht zu profilieren und die bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Institute, Fachbereiche und Ausbildungseinrichtungen politisch abzusichern und ausreichend mit Ressourcen auszustatten.

Abstract

A detailed analysis and listing of the specific profiles of bachelor and master courses as well as continuing education, main research, and didactic concepts in Library and Information Science Higher Education and other educational institutions organized within the KIBA (Section of Deutscher Bibliotheksverband and Commission of Deutsche Gesellschaft für Information und Wissen). The article shows how the mentioned institutions react to demands from set by the market and established professionals through hiring and tenure, strategic alliances, political and professional association, and focus of their study courses.

Die digitale Transformation durchdringt heute alle Bereiche des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Lebens. Sie ist Treiber der Wertschöpfung in Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell ändern sich Methoden der Informationsgewinnung, -bereitstellung und -verarbeitung. Auf dem Informationsmarkt entwickeln sich in einem rasanten Tempo neue Geschäftsmodelle und Distributionsstrategien, steigt der Wettbewerb mit neuen Anbietern. Daneben stellen gesellschaftliche Entwicklungen, wie der demografische Wandel, Migration und Urbanisierung städtischer Ballungsgebiete sowie die Verödung ländlicher Gebiete Bund, Länder und Kommunen vor immer drängendere Herausforderungen. Für Bibliotheken, weitere Kultur-, Bildungs- und Informationseinrichtungen setzt die Innovationsdynamik heute den Imperativ, Rollen, Aufgaben und Funktionen stetig neu auszurichten, um Legitimität zu bewahren. Legitimität wird stets neu verhandelt und misst sich an der Fähigkeit, gesellschaftliche und technologische Entwicklungen zu antizipieren und ihnen mit einem modernen Dienstleistungsportfolio zu begegnen. Um Chancen zu nutzen und Herausforderungen zu meistern, müssen Veränderungsprozesse aktiv und agil gestaltet werden. Die Bedarfe an Wissen und Kompetenzen im sich ständig aktualisierenden Berufsfeld Bibliothek und Information artikulieren sich dabei unmittelbar in der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Aus- und Weiterbildung. Gleichermaßen sind es die bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Institute, Fachbereiche und Ausbildungseinrichtungen, die Fragestellungen der Digitalisierung und gesellschaftliche Entwicklungen aufgreifen und mit vorantreiben. Bevor auf aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Ausbildung eingegangen und gezeigt wird, wie sich die Institute und Ausbildungseinrichtungen zu aktuellen Handlungsfeldern positionieren, ist es zunächst sinnvoll, sich des Gegenstandsbereichs der Ausbildung zu versichern.

1 Library and Information Science (LIS)

International hat sich für die bibliotheks- und die informationswissenschaftliche Forschung und Ausbildung der Begriff Library and Information Science (LIS) durchgesetzt. In Deutschland gibt es ein solch genuines Begriffsverständnis und eine allgemein anerkannte Definition bisher nicht.[1] Beide Fachdisziplinen entwickelten sich zunächst unabhängig voneinander und werden erst durch jüngere Bestrebungen – vor allem an den Ausbildungseinrichtungen – zusammengeführt.[2] Im Kern beziehen sich jedoch sowohl bibliotheks- als auch informationswissenschaftliche Fragestellungen auf die Kuratierung, Strukturierung, Bereitstellung und Vermittlung von Information.[3] Miteinbezogen in Lehre und Forschung werden dabei die spezifischen Rahmenbedingungen, Kontexte und Bedarfe, die sich auf dem Markt, in Gesellschaft, Politik, Recht und Ethik zeigen.[4] Unter Fragestellungen des Informationsmanagements, der Informationslogistik und des Informationsverhaltens nutzt die Bibliotheks- und die Informationswissenschaft Theorien, Methoden und Konzepte aus anderen Wissenschaftsdisziplinen und entwickelt diese spezifisch weiter.[5] Zu diesen Wissenschaftsdisziplinen gehören die Betriebswirtschaftslehre, die Informatik, die Linguistik, die Psychologie, die Pädagogik sowie die Informations- und Medienökonomie.[6] Insgesamt liegt Lehre und Forschung dabei das Verständnis einer Handlungswissenschaft zugrunde, die sich an den Bedarfen der Berufspraxis ausrichten.[7] Während sich die Informationswissenschaft traditionell stärker auf kommerzielle Berufsfelder in (Medien-)Unternehmen, Fachinformationszentren und Tätigkeitsfeldern der Informationswirtschaft fokussierte,[8] bezieht sich die Bibliothekswissenschaft explizit auf die Bibliotheken.[9] Der Begriff Library and Information Science ist noch weiter gefasst. Er umfasst alle kulturellen Gedächtnisinstitutionen, also auch Archive und Museen.[10] Angesichts der Vielfältigkeit der Ansätze und Handlungsfelder vor dem Hintergrund der Ubiquität von Information ist die Konturierung einer konsistenten Fachdisziplin, die in einen festen Ausbildungskanon für ein klar definiertes Berufsfeld mündet, nicht möglich. Dies spiegelt sich auch in der Diversität der Studiengänge und der unterschiedlichen Profilierungen der Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen wider, die entweder stärker bibliotheks- oder informationswissenschaftlich orientiert sind.

2 Rahmenbedingungen der bibliotheks- und der informationswissenschaftlichen Ausbildung

Die Grundlage für die bibliotheks- und informationswissenschaftliche Ausbildung in Europa bildet der als Resultat des Bologna-Prozesses entstandene europäische Hochschulraum. Nach der dualen Berufsausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FaMI)[11] qualifiziert der Bachelor als erster Hochschulabschluss für den gehobenen Dienst und für vergleichbare Entgeltgruppen im öffentlichen Dienst. Die meisten Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen mit bibliotheks- und/oder informationswissenschaftlichen Studiengängen haben sich in der Konferenz der informations- und bibliothekswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge (KIBA), zusammengeschlossen. Ihr gehören u. a. neun Hochschulen und eine Universität an, die bibliothekarische Studiengänge anbieten; diese stehen bei den folgenden Ausführungen im Vordergrund (s. Kasten).

Im Bereich der bibliothekarischen und informationswissenschaftlichen Hochschulausbildung verfügen alle in der KIBA vertretenen Hochschulen über einen oder mehrere sechs- bzw. siebensemestrige Bachelor-Studiengänge. Meist sind die bibliothekarischen Studiengänge nicht auf einzelne Bibliotheksgruppen spezialisiert, bieten jedoch in ihren Curricula durchaus Schwerpunkte und Spezialisierungen durch Wahlmöglichkeiten an. Unterschiedlich ausgeprägt sind auch die Praxis­anteile der Studiengänge. Neben den überwiegend als Vollzeitstudiengänge konzipierten Bachelorstudiengängen bietet die Fakultät Medien Information und Design der Hochschule Hannover auch einen berufsbegleitenden Bachelorstudiengang an. Eine vergleichbare Möglichkeit, den Bachelorabschluss zu erwerben, bietet die Fernweiterbildung Bibliothekswissenschaft des Fachbereichs Informationswissenschaften der Fachhochschule Potsdam.

Durch seine verwaltungsinterne Organisation bildet der Bachelorstudiengang „Bibliotheks- und Informationsmanagement“ am Fachbereich Archiv- und Bibliothekswesen der Hochschule für den öffentlichen Dienst in München eine Besonderheit. Ebenfalls eine Besonderheit stellt nach wie vor die verwaltungsinterne Ausbildung zum höheren Archiv- und Bibliotheksdienst dar. Hier schließt sich an ein universitäres Studium ein zweijähriges Referendariat in einer Bibliothek an.[12] Die praktischen Teile dieser Ausbildungsform finden an den jeweiligen Einstellungsbibliotheken statt; die theoretischen Teile können an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) oder der Bibliotheksakademie Bayern (BAB) in München absolviert werden. Mit der Bologna-Reform werden in einigen Bundesländern statt des Referendariats Masterabschlüsse anerkannt.[13]

Mittlerweile bieten alle Hochschulen bibliothekarische und informationswissenschaftliche Masterstudiengänge an, die weitgehend als viersemestrige, konsekutive Studiengänge ausgerichtet sind. Konsekutive Master setzen einen grundständigen Studienabschluss mit bibliotheks- und informationswissenschaftlichem Schwerpunkt voraus. Die Bologna-Reform ermöglicht zudem die Kombination eines bibliotheks- bzw. informationswissenschaftlichen Bachelor mit einem fachfremden Master. Im Bibliotheksbereich gibt es hier allerdings Beschränkungen durch die Laufbahnverordnung, da ein einschlägiges Grundstudium und ein fachfremder Master zwar für den höheren Dienst, nicht jedoch automatisch für den höheren Bibliotheksdienst qualifiziert.[14]

In der Schweiz werden bibliothekarische Aus- und Weiterbildungsstudiengänge von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Chur, an der Zentralbibliothek Zürich sowie der Haute École de Gestion (HEG) in Genf angeboten. Vergleichbare Angebote in Österreich bietet die Fachhochschule Burgenland am Standort Eisenstadt sowie die Österreichische Nationalbibliothek in Zusammenarbeit mit der Universität Wien.

Das Promotionsrecht bleibt bisher den Universitäten vorbehalten. Im Bereich der Bibliotheks­wissenschaft ist eine Promotion ausschließlich am Institut für Bibliotheks- und Informations­wissenschaft (IBI) der Humboldt-Universität zu Berlin, in den Informationswissenschaften in Berlin, Düsseldorf, Hildesheim und Regensburg möglich. Darüber hinaus wurde im Wintersemester 2017/18 ein gemeinsames Promotionszentrum für Angewandte Informatik der Hochschulen Darmstadt, Fulda, RheinMain (Wiesbaden, Rüsselsheim) und Frankfurt mit Sitz in Darmstadt eingerichtet. Damit erhält die Hochschule Darmstadt für dieses Fachgebiet erstmals ein eigenständiges Promotionsrecht, so dass nun an ihrem Fachbereich Media die Betreuung von informations- und bibliothekswissenschaftlichen Promotionen aus den Themengebieten der angewandten Informatik möglich ist. Im Rahmen der Promotionsförderung kooperieren darüber hinaus einige Hochschulen mit, zum Teil auch fachfremden Universitäten.

Über die sog. vierte Säule der Weiterbildung werden an einigen Hochschulen berufsbegleitende Masterstudiengänge, aber auch Weiterbildungsprogramme angeboten. Berufsbegleitende Master gibt es an der Hochschule Hannover, der Fachhochschule Potsdam, der Technischen Hochschule Köln und der Humboldt-Universität zu Berlin. Zertifikatskurse, die eine wissenschaftlich fundierte und anwendungsorientierte Weiterbildung in thematisch und organisatorisch abgeschlossenen Modulen bieten, sind unter einem Zertifikat als Leistungsnachweis international anerkannt und werden an der HdM in Stuttgart als Kontaktstudium und am ZBIW – Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung der TH Köln angeboten. Die Hochschule der Medien in Stuttgart bietet im Rahmen ihres Kontaktstudiums die Möglichkeit, einzeln buchbare Weiterbildungsmodule auf Masterniveau zu besuchen, die bei Interesse in einen akkreditierten Masterstudiengang eingebracht werden können.

Sinnvoll ergänzt wird die bibliotheks- und informationswissenschaftliche Ausbildung durch die ver­schiedenen Initiativen der Fort- und Weiterbildung. Zum Teil wird bibliothekarische Fort- und Weiterbildung von den bereits genannten Hochschulen geleistet – ein Beispiel hierfür ist das ZBIW der TH Köln. Zum Teil gibt es jedoch auch Institutionen, die als wichtige Anbieter bibliothekarischer Fort- und Weiterbildung auftreten. Beispiele hierfür sind die Bibliotheksakademie Bayern (BAB) der Bayerischen Staatsbibliothek und das Zentrum für Aus- und Fortbildung der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover, die ebenfalls in der KIBA organisiert sind, sowie das Weiterbildungszentrum der FU Berlin. Daneben werden u. a. Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen vom Deutschen Bibliotheksverband (dbv), dem Berufsverband Bibliothek Information (BIB), dem Verein Deutscher Bibliothekare (VDB), den Landesfachstellen und Büchereizentralen und der Geschäftsstelle für die Aus- und Fortbildung der hessischen Bibliotheken bei der HeBIS-Verbundzentrale angeboten.[15]

3 Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen

Sowohl technologische Entwicklungen wie die Digitalisierung, als auch gesellschaftliche Entwicklungen wie der demografische Wandel, Migration und die Verödung ländlicher Räume können in ihren Konsequenzen für das Berufsfeld heute weder von den Bibliotheken noch von den bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Ausbildungseinrichtungen vollständig abgeschätzt werden. Sie schaffen jedoch einen Veränderungsdruck mit einigen Unbekannten, der die Neuprofilierung von Angeboten dynamisch und in immer kürzeren Zyklen einfordert, um die Anschlussfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der Aus- und Weiterbildungsangebote sicherzustellen. Die Herausforderungen, denen sich Kommunen und öffentliche Bibliotheken stellen müssen, sind dabei nicht grundsätzlich andere, jedoch deutlich anders gelagert als die von Hochschulen und wissenschaftlichen Bibliotheken. Für die Ausbildung steht deshalb mehr und mehr in Frage, ob es ein generalisiertes grundständiges Studium für wissenschaftliche und öffentliche Bibliotheken in Zukunft noch geben kann und wie differenziert und wandlungsfähig die Spezialisierung in den Masterstudiengängen und Weiterbildungsprogrammen sein muss. Dabei zeigt sich schon heute, dass die Vermittlung von Meta- und Schlüsselkompetenzen wie Projektmanagement, Kommunikation, Teamfähigkeit, selbstständiges Denken und Handeln stetig an Bedeutung gewinnen wird.

Anforderungen und Impulse zum Wandel werden nicht nur durch gesellschaftliche und technologische Entwicklungen ausgelöst, sondern in Positions- und Strategiepapieren der Politik und der Beratungsgremien für Kultur, Bildung, Wissenschaft und Forschung eingefordert, um die Anschlussfähigkeit in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sicherzustellen. Positionspapiere der Ministerien, der Kultusministerkonferenz (KMK), des Deutschen Städtetages (DST), der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), des Wissenschaftsrates (WR) oder der Gremien der Europäischen Union (EU) formulieren dabei Zielsetzungen, Leitlinien und Empfehlungen, die digitale Transformation und gesellschaftliche wie wirtschaftliche Herausforderungen zu meistern. Dabei war es ein Meilenstein für die Bibliotheken, dass der freie Zugang zur Information Eingang in die Milleniumsziele 2030 der Vereinten Nationen gefunden hat. Als integraler Bestandteil zur Gestaltung der Digitalisierung in Ausbildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur kommen Bibliotheken in Deutschland – trotz aller Anstrengungen der Verbände – als Institutionen jedoch kaum vor – weder die öffentlichen Bibliotheken in Strategiepapieren wie „Lehren und Lernen im digitalen Zeitalter“[16] des DST oder „Bildung in der digitalen Welt“ der KMK,[17] noch die wissenschaftlichen Bibliotheken in Strategiepapieren wie „The Digital Turn“[18] des Hochschulforums Digitalisierung oder der „Digitalen Agenda für Europa 2020“.[19] Nicht nur für die Bibliotheken, sondern auch für die bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Institute fehlt damit ein Rückhalt, die Bedeutung ihrer Studiengänge für Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft an ihren Hochschulen zu begründen, abzusichern und – mit Blick auf den Fachkräftemangel und neue Herausforderungen und Handlungsfelder – auszubauen. Dies ist gerade deshalb brisant, weil sich die Hochschulen im Umbau befinden, um den Anforderungen der Digitalisierung entsprechen zu können. Dabei steigt der Wettbewerb um die originär bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Kernkompetenzen der Kuratierung, Erschließung, Bereitstellung und Vermittlung von Information mit anderen Fachdisziplinen wie der Betriebswirtschaftslehre, der Medien- und Wirtschaftsinformatik, den Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie der Medien- und Informationsökonomie. Gleichermaßen kommt es mehr denn je darauf an, Fragestellungen der Digitalisierung interdisziplinär anzugehen. Dabei müssen sowohl die Bibliotheken als auch die bibliotheks- und informationswissenschaftliche Forschung zeigen, welche Rolle sie bei der Umsetzung von Positions- und Strategiepapieren auf kommunaler Ebene und im Wissenschaftsraum spielen und diese Rolle weiterhin nachhaltig einfordern. Denn eines wird deutlich, die Politik fordert in Strategie- und Planungspapieren sehr deutlich Fachwissen und Kompetenzen zur Gestaltung der Digitalisierung ein, für die sowohl die Bibliotheken als auch die bibliotheks- und informationswissenschaftliche Forschung prädestiniert sind. Im Folgenden werden einige dieser Zukunftsfelder skizziert:

3.1 Homogene Informationsräume und Informationsinfrastrukturen

Digitale Vernetzung, Austausch, Kollaboration und Diskussion sind wichtige Treiber für die Innovationskraft von Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft. Sowohl der Wissenschaftsrat als auch der Rat für Informationsinfrastrukturen machen deutlich, dass die Schaffung homogener Daten- und Informationsräume in konvergenten Informationsinfrastrukturen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Insbesondere in der Wissenschaft haben sich Informationsinfrastrukturen in den letzten Jahren stetig ausdifferenziert und sind in ihrem Zusammenspiel – auch zwischen öffentlichen und kommerziellen Infrastrukturen – komplexer geworden. Sie bilden sowohl für die Bibliotheken, für die Ausbildung und für die bibliotheks- und informationswissenschaftliche Forschung ein zukunftsfähiges Handlungsfeld.[20]

3.2 Steigende Medienvielfalt und Medienkonvergenz

Information und Wissen werden zunehmend in Formaten repräsentiert, die sich dem klassischen Ausgabenprinzip entziehen, indem sie eine Aggregation und Vernetzung von Text-, Bild-, Ton- und Videomaterial darstellen. Die Vielfalt digitaler Publikationsformen und ihre Fluidität stellen hohe Anforderungen an die formale Erfassung und inhaltliche Erschließung sowie an die Interoperabilität von Erschließungs- und Informationssystemen. Der Aufbau und die Pflege von Informations­systemen ist eine zentrale Aufgabe von Bibliotheken und Informationseinrichtungen. Sowohl die DFG als auch der Wissenschaftsrat (WR) machen deutlich, dass ausgehend von einem tieferen Verständnis des Informationsverhaltens Informationssysteme entwickelt werden müssen, die einerseits ein leichtes Auffinden von Information, andererseits die Suche nach Information bestmöglich unterstützen. Dabei wird offenbar, dass nur durch ein tiefes (und kombiniertes) Verständnis von Verfahren der Wissensorganisation, des Information Retrievals und des Informationsverhaltens diese Informationssysteme zukunftsweisend gestaltet werden können.

3.3 Open Access und Open Science

Frei zugängliche Information ist ein konstituierendes Kernelement demokratischer Gesellschaften. Durch Open Access wird der schnelle und kostenfreie Zugang zu öffentlich finanzierten wissenschaftlichen Publikationen gewährleistet und dieser ist essentiell für die Innovationskraft in Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und für die Gewährleistung der Chancengerechtigkeit in der Gesellschaft. Die EU fordert die freie Verfügbarkeit von Forschungsergebnissen in der Digitalen Agenda für Europa 2020 und im Rahmen des Forschungsförderungsprogramms Horizon 2020 ein.[21] In Deutschland wird Open Access auf Bundes- als auch auf Landesebene als ein relevantes Zukunftsfeld forciert und von den zentralen Wissenschaftseinrichtungen wie der DFG, der HRK, der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und der Fraunhofer-Gesellschaft (FHG) unterstützt.[22] Bibliotheken und Informationseinrichtungen übernehmen hier zunehmend Aufgaben beim Aufbau von Repositorien und entwickeln Dienstleistungen zur Unterstützung und Beratung bei Publikationsprozessen. Open Access bezieht neben der Publikation von Forschungsergebnissen auch Daten mit ein.[23] Ein neueres Feld ist dahingehend das Forschungsdatenmanagement, in das sich wissenschaftliche Bibliotheken zunehmend einbringen und das Gegenstand der Ausbildung und Forschung an den bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen ist.

3.4 Digitale Langzeitarchivierung

Mit der Digitalisierung steht die dauerhafte Verfügbarmachung von Information und von Daten vor neuen Herausforderungen, die vor allem Bibliotheken mit Archivfunktion wahrnehmen. Bei der digitalen Langzeitarchivierung geht es im Kern darum, die Unversehrtheit und Verfügbarkeit von Inhalten in aktuellen und zukünftigen Infrastrukturen und Nutzungsszenarien zu garantieren.[24] Hier geht es vor allem darum, technische Lösungen zu finden, wie Daten und Informationsressourcen, die in Repositorien vorhanden sind, durch Migration auf der Basis von Übertragungsstandards dauerhaft gesichert und damit für Nutzer zugreifbar gemacht werden können. Die Schwerpunktinitiative Digitale Information der Allianz der Deutschen Wissenschaftsorganisationen, der alle namhaften deutschen Wissenschaftsorganisationen angehören, verfolgt als eines ihrer primären Ziele, „die langfristige Verfügbarkeit der weltweit erworbenen digitalen Medien und Inhalte sowie ihre Integration in die digitale Forschungsumgebung sicherzustellen.“[25] Zu nennen ist auch Nestor. Das spartenübergreifende Netzwerk setzt sich arbeitsteilig mit Fragestellungen der digitalen Langzeitarchivierung auseinander, entwickelt Standards und Infrastrukturen, die Synergien aus der Kooperation beteiligter Partner nutzen.[26]

3.5 Lern- und Forschungsumgebungen

Die Digitalisierung bietet die Chance, die Teilhabe an Lehre und Forschung zu steigern und einen leichteren Zugang zur Hochschulausbildung und zur Verbesserung der Studienqualität zu erreichen. Die Digitalisierungsstrategie „The digital Turn“ des Hochschulforums Digitalisierung im Auftrag der HRK gibt die Empfehlung, Studierende und Wissenschaftler in Lern- und Forschungsprozessen zu unterstützen und neue Partizipationsmöglichkeiten in der Lehre und Forschung zu ermöglichen. Adaptive, virtuelle Lernumgebungen, Lernspiele und E-Assessments sollen dabei individuelle (Selbst-)Lernphasen von Schülern und Studierenden unterstützen. In virtuellen Forschungsumgebungen wird darüber hinaus zunehmend die Informationsinfrastuktur bereitgestellt, Informationsressourcen und Services kollaborativ zu nutzen, indem Bibliothekskataloge, Suchsysteme, Open-Access-Repositorien, Forschungsdaten und weitere Ressourcen in smarte Umgebungen eingebunden werden.[27] Der BMBF-Foresight-Zyklus macht deutlich, dass Konzepte digitaler Lehre und kollaborativer, interdisziplinärer Forschung in Deutschland bisher kaum erprobt und erforscht sind.[28] Sowohl für wissenschaftliche als auch für öffentliche Bibliotheken stellt dies auf allen Ebenen der Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie in der Forschung ein Zukunftsfeld dar.[29]

3.6 Informationsverhalten und Daten

Digitale Informationsangebote erlauben eine umfassende Analyse ihrer Nutzung und ihrer Nutzer. Die Informationsverhaltensforschung nimmt das menschliche (Informations-)Verhalten als Basis, um Modelle zu entwickeln, die die Grundlage zur Gestaltung nutzerfreundlicher Systeme bilden. Dabei werden klassische sozialwissenschaftliche Methoden (Nutzerstudien im weitesten Sinne) mit neuen Methoden der Datenanalyse (z. B. Logfile-Untersuchungen) kombiniert. Dabei gewinnen Daten eine immer größere Bedeutung. Neue Methoden der Datenanalyse (insbesondere auf der Basis von Massendaten) erlauben neue Einblicke in Wünsche, Ziele und Vorgehensweisen von Nutzern. Die aus den Daten gewonnenen Erkenntnisse können unter anderem für die Verbesserung von Informationssystemen, zur Optimierung von Beständen, zur Verbesserung von Dienstleistungen und zur Personalisierung bzw. Kontextualisierung von Informationsangeboten eingesetzt werden. Die Auswertung von Daten wird heute nicht nur in der Wirtschaft gezielt eingesetzt, sondern auch in Konzepten des öffentlichen Sektors wie smart world, smart city oder smart university genutzt, um Öffentlichkeit und Teilöffentlichkeiten zu gestalten.

3.7 Altmetrics

Auch die Leistung von Forschern und Forschungseinrichtungen wird zunehmend quantifiziert. Informetrische Verfahren bilden dabei die Basis für die Messung von Forschungsleistungen. Während in der Vergangenheit vor allem der Publikationsoutput und die Wirkung von Wissenschaft über Zitationsanalysen gemessen wurde, steht inzwischen eine weit breitere Datenbasis („Altmetrics“) für die Vermessung von Wissenschaft zur Verfügung. Hier ergeben sich im Bibliotheks- und Informationsmanagement neue und erweiterte Aufgaben, insbesondere bei der Unterstützung der Strategie von Wissenschaftseinrichtungen sowie der direkten Beratung und Unterstützung von Wissenschaftlern.[30]

3.8 Transparenz, Privatsphäre und Datenschutz

Datensicherheit und Datensouveränität sind wichtige Grundpfeiler demokratischer Gesellschaften. Zur Teilhabe an politischen und gesellschaftlichen Diskursen, beim Online-Shopping sowie bei der Freizeitgestaltung, in Aus- und Weiterbildung akzeptieren Internetnutzer bisher weitreichende Eingriffe in die Privatsphäre und nehmen Abstriche beim Datenschutz oftmals hin. Die Offenlegung von Daten und Information zu gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen Prozessen und Positionen aus seriösen Informationsquellen und von unabhängigen Informationsanbietern wird zunehmend von der Gesellschaft eingefordert. Dabei sind die gesellschaftlichen, ethischen und rechtlichen Implikationen der Internetnutzung und des Datenschutzes bisher nicht ausreichend untersucht und zufriedenstellend geklärt und sind ein wichtiges Forschungsfeld für die bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen.[31]

3.9 Digitale Informations- und Medienkompetenz

Informations- und Medienkompetenz gehört heute zu den anerkannten Schlüsselqualifikationen moderner Gesellschaften, die sich durch stetig verändernde Nutzungsroutinen und Rezeptionsweisen aller Altersgruppen im Internet auszeichnen. Dabei ist der kompetente Umgang mit Daten, Information und Wissen auf der Mikroebene wesentlich für die Persönlichkeits- und Freizeitgestaltung sowie essentiell in Aus-, Fort- und Weiterbildung. Auf der Makroebene ist Informations- und Medienkompetenz zunehmend Treiber für Innovation in Wissenschaft, Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft. Die Relevanz von Informations- und Medienkompetenz wurde mittlerweile politisch erkannt und nimmt einen zentralen Stellenwert ein, z. B. im Strategiepapier der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) „Bildung in der Digitalen Welt 2016“, des Koalitionsvertrages der Bundesregierung in der 19. Legislaturperiode, der „Digitale(n) Agenda 2020“ der EU und in der „Agenda 2030“ der Vereinten Nationen. Sowohl in der Ausbildung an Schulen und Hochschulen als auch in der Weiter­bildung besteht die dringende Notwendigkeit, die Digital- und Medienkompetenz weiter zu verbessern, Chancengerechtigkeit zu gewährleisten und neue Methoden und Konzepte in diesem Bereich zu entwickeln.[32]

3.10 Bibliothek als Ort

Die Bibliothek als Ort gewinnt gerade durch die Entkörperlichung von Information an Bedeutung und bietet die Möglichkeit einer Neuprofilierung. Die Bibliothek ist in diesem Zusammenhang ein sozialer, niedrigschwelliger Treffpunkt, an dem sich Menschen verschiedener Generationen, Nationalitäten, Szenen und Arbeitsgruppen informell oder organisiert austauschen können. Mit Arbeitsplätzen und entsprechender Infrastruktur ausgestattet ist die Bibliothek ebenso ein Lernort wie ein kultureller Ort. Die Steigerung der Konvergenz von digitalen und physischen Bibliotheken ist geeignet, die Sichtbarkeit des digitalen Bibliotheksangebots vor Ort zu erhöhen und das Leistungsspektrum von Bibliotheken im Zusammenhang darzustellen.

4 Forschungsschwerpunkte an den Hochschulen

Auf die hier aufgeführten neuen Themenfelder und Herausforderungen reagieren die Hochschulen mit einer beständigen Weiterentwicklung ihrer thematischen Ausrichtung, wobei es auch zu verschiedenen Schwerpunktsetzungen und unterschiedlichen Lösungen kommen kann. Diese Unterschiede zwischen den einzelnen bibliothekarischen Ausbildungseinrichtungen können im formalen Bereich liegen (Welche Studiengänge werden angeboten? Wie ist das Studium organisiert?) oder in inhaltlichen Schwerpunkten (Welche Themengebiete nehmen einen großen Raum innerhalb der Curricula ein? Wo liegen die Forschungsschwerpunkte einer Hochschule? Welche Bereiche werden durch Neuberufungen bewusst gestärkt?).

Die Forschungsschwerpunkte der einzelnen Hochschulen lassen sich an dieser Stelle naturgemäß weder vollständig noch in ihrer detaillierten Ausprägung adäquat darstellen. Beispielhaft sollen an dieser Stelle zunächst die Forschungsschwerpunkte der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Hildesheim, der Hochschule Hannover, der HAW Hamburg, der Hochschule Darmstadt, der HdM in Stuttgart sowie der TH Köln vorgestellt werden.

Am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität existieren ausgeprägte Forschungsschwerpunkte zu den Bereichen Digitale Bibliothek und Digitale Langzeitarchivierung, zu Information Behavior, Informationsinfrastrukturen und Evaluation, Informationskompetenz, Informations- und Forschungsdatenmanagement, Information Processing and Analytics sowie Informationsorganisation und Information Retrieval. Das Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie an der Universität Hildesheim konzentriert seine Forschungstätigkeiten in den Bereichen Information Behavior und Information Retrieval (multilingual, interaktiv, Opinion Mining, Patent Retrieval und Mining), Elektronische Wörterbücher, Korpuslinguistik, Mensch-Maschine-Interaktion, E-Learning und Social Web. Die Fakultät Medien, Information und Design der Hochschule Hannover setzt Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Textmining, Lexikalische Semantik, Maschinelles Lernen sowie beim Open Access und beim Forschungsdatenmanagement. Am Department Information der HAW Hamburg findet Forschung u. a. statt in den Bereichen Suche und Informationsverhalten, Usability und nutzerzentriertes Design, Open Access und Open Science, Change Management und Leadership, Lernräume, Digital Literacy und Informationskompetenz sowie zum Themenfeld Digital Services und neue Geschäftsmodelle statt. Am Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt konzentriert sich die Forschungstätigkeit unter anderem auf die Bereiche Suchmaschinen und Social-Media-Marketing, semantische Webtechnologien, Data Science und Linked Data, Information Behavior und Informationsvisualisierung, Altmetrics, Forschungsdatenmanagement, Digitale Bibliotheken, Open Access und Elektronisches Publizieren sowie Methoden der natürlichen Sprachverarbeitung. An der TH Köln wurde die Information Retrieval Research Group ins Leben gerufen, wo die verschiedensten Projekte zu dem Thema gebündelt werden. Darüber hinaus ermöglicht eine gemeinsame Berufung einer Professur von TH Köln und ZB MED als Forschungseinrichtung eine Vernetzung der hochschulischen und der außerhochschulischen Forschung.

Vielfach sind an den Hochschulen auch nationale und internationale Forschungsprojekte angesiedelt, die häufig in erheblichem Maße zum Drittmittelaufkommen in den jeweiligen Hochschulen beitragen (z. B. Berlin, Potsdam, Hamburg, Köln). Im Rahmen der WISS Research Group werden an der Hochschule der Medien in Stuttgart (HdM) verschiedene Themenfelder rund um webbasierte Informations­systeme erforscht. Das hochschuleigene Kompetenzzentrum Metadatenmanagement an der HdM beschäftigt sich mit allen Aspekten von Metadaten in Informationseinrichtungen; am Learning Research Center – ebenfalls eine Einrichtung der HdM – wird erforscht, wie physische Lernräume der Zukunft aussehen werden. Weitere Forschungsprojekte der HdM sind im Institut für Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung in Bibliotheken und Hochschulen (IQO) und im Zentrum für Digitalen Medienwandel zusammengefasst.

An einigen Hochschulen findet auch eine Spezialisierung mit Hinblick auf bestimmte Medienformen und Nutzergruppen von Bibliotheken statt, z. B. im Bereich der Kinder- und Jugendbibliotheken und Kindermedien (HdM Stuttgart, HTWK Leipzig) sowie Musikbibliotheken (HTWK Leipzig). Eigene Studiengänge im Bereich der Bibliotheksinformatik bieten die HTWK in Leipzig (Bachelor) sowie das Wildau Institute of Technology (Master) an.

Neben der Möglichkeit, die Berufspraxis im Rahmen von Praktika kennenzulernen, bieten alle in der KIBA organisierten Hochschulen auch weitere, vielfältige Möglichkeiten, den Transfer von praktischem Berufswissen in die Studiengänge zu unterstützen. Dies reicht von Lehrbeauftragten aus der bibliothekarischen und informationswissenschaftlichen Praxis, über die Einrichtung von speziellen Laboren, in denen die Studierenden auch selbstständig arbeiten können – mit dem iLab,[33] Labor für Studien in den Bereichen Information Experience und Usability Research an der HU Berlin sei nur ein Beispiel genannt – bis hin zu Forschungsprojekten und -arbeiten, an denen auch die Studierenden aktiv beteiligt sind. So ist beispielsweise ein Forschungs- oder Entwicklungsauftrag eines Unternehmens in den Masterstudiengang des Departments Information der HAW Hamburg integriert.

Im Bereich der Informationswissenschaften ist im Zusammenhang der Forschungsaktivitäten der einzelnen Hochschulen auch auf den Hochschulverband Informationswissenschaft (HI) hinzuweisen. Er setzt sich – nicht zuletzt aufgrund der hohen Nachfrage des Berufsmarktes nach wissenschaftlich ausgebildeten Informationsspezialisten – für die Stärkung der informationswissenschaftlichen Forschung und Lehre an den Hochschulen ein. Der HI koordiniert die informationswissenschaftlichen Ausbildungsgänge, arbeitet an einem informationswissenschaftlichen Berufsbild, er veranstaltet internationale Symposien und gibt eine eigene Schriftenreihe heraus.

5 Didaktische Konzepte in der Ausbildung

Die bereits mehrfach angesprochene Innovationsdynamik, die im Kontext der digitalen Trans­formation insbesondere die Berufsfelder betrifft, für die die bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Studiengänge ausbilden, wirft natürlich die Frage auf, inwieweit neue oder zu­mindest modifizierte didaktische Konzepte erforderlich scheinen, um den Nachwuchs adäquat auf diese Herausforderungen vorzubereiten.

Mittlerweile ist es selbstverständlich, dass alle Hochschulen und damit natürlich auch alle bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Studiengänge ihre Lehre durch Nutzung webbasierter Lernplattformen unterstützen und dabei neben der orts- und zeitunabhängigen Bereitstellung von Lernmaterialien auch Standard Features wie Diskussionsforen, Wikis oder die Möglichkeit nichtbenoteter Selbsttests zur Übung in das jeweilige Lehrformat integrieren.

Angesichts der Tatsache, dass naturgemäß ein immer größer werdender Anteil der Studierenden zur Generation der „Digital Natives“ gehört, die im Alltagserleben gewohnt sind, dass zu jedem Zeitpunkt jede Information nur einen Mausklick oder Wischer entfernt ist, liegt eine große didaktische Herausforderung erfahrungsgemäß darin, echte Aha-Erlebnisse zu provozieren und damit den Grundstein zu einer reflektierenden Haltung zu legen.

Ein seit langem in den bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Studiengängen genutztes etabliertes didaktisches Konzept ist das der Projektarbeit, und – stärker berufspraktisch bezogen – das der ausgedehnten Praktika (bis hin zu ganzen Praxissemestern z. B. TH Köln, FH Potsdam, HAW Hamburg). Teilweise befördert durch die finanzielle Förderung im Rahmen des „Qualitätspakts Lehre“ wurde dieses didaktische Konzept des Lernens-durch-Forschen/Experimentieren in den letzten Jahren unter dem Oberbegriff „Forschendes Lernen“[34] an allen Hochschulen stark aufgewertet und i. d. R. auch bewusster mit didaktischen Zielen und Methoden untersetzt (z. B. das Konzept „Profil2“ an der TH Köln oder das Projekt „FL2 – Forschendes Lernen – Lehrende Forschung“ an der FH Potsdam).

Aus der Erfahrung heraus, dass es einem nicht unerheblichen Teil der Studierenden zu Beginn des Studiums schwerfällt, vom Schul- in den Studiermodus umzuschalten, wurde z. B. an der FH Potsdam im Curriculum ein Projektformat „Werkstatt“ für das 1. Semester verankert, bei dem die Erstsemester in Gruppen zu ca. 15 Personen ein vorgegebenes nichttriviales „Forschungsthema“ bearbeiten und die Ergebnisse zum Semesterende öffentlich präsentieren. Diese Werkstatt ist zugleich der Auftakt einer sog. „Kompetenzentwicklungskette“, die sich durch das gesamte Studium zieht und bei der in den unterschiedlichsten fachspezifischen Seminaren wiederholt jeweils unterschiedliche Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitszyklus durch entsprechende Aufgaben oder „Injektionen“ gezielt abgefordert werden – in der Hoffnung auf Habitualisierung.[35]

Die Vielfalt der Szenarien zu „Forschendem Lernen“ an den bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Studiengängen ist zu groß, um sie an dieser Stelle vollumfänglich darzulegen, daher hier nur exemplarisch zwei Beispiele: An der HAW Hamburg lernen die Studierenden beispielsweise den Methodenkanon, indem sie in Gruppen experimentelle Designs konzipieren, unter Laborbedingungen wechselseitig als Probanden fungieren, Daten erheben und diese methodenstreng auswerten. An der HS Hannover werden in einem Konferenzszenario wie bei einem realen CfP nur Themenblöcke vorgegeben, konkrete Inhalte und Schwerpunkte legen die Studierenden eigenständig fest. Begleitet durch Feedback auf eine erste MindMap zum Thema durch die Studiengruppe und den Lehrenden werden erste Short-Paper erstellt, die im Review-Verfahren durch Studierende bewertet werden. Ergebnis dieses Konzeptes ist ein eigenständiger Artikel zum Thema und eine Präsentation, die in Form einer Studierendenkonferenz vorgestellt wird.

Die Tendenz zur Einrichtung und Nutzung von dezidierten „informationswissenschaftlichen Laboren“ als Ort des Forschenden Lernens, zur Vermittlung von Methodenkenntnissen und Einüben einer wissenschaftlich kritisch-reflektierenden Haltung ist bereits an einigen Hochschulen zu sehen, z. B. an der HAW Hamburg, an der HU Berlin, wo mit dem „iLab“ ein Labor für praxisorientierte Usability-Studien genutzt wird, oder der FH Potsdam, wo ein dezidiertes Labor für Digitalisierung und Langzeitarchivierung betrieben wird und für praxisnahe Lehrprojekte zur Verfügung steht.

Ein weiteres didaktisches Konzept, das zunehmend angewendet wird, ist das des interdisziplinären Arbeitens. Das Kennenlernen und Sich-Auseinandersetzen mit methodischen Herangehensweisen anderer Fachdisziplinen stärkt i. d. R. die Fähigkeit des kritischen Reflektierens und des erklärenden Argumentierens der eigenen Herangehensweise. Während an der FH Potsdam ein in die Studiengangs-Curricula aller Fachbereiche verankertes Format „Interflex“[36] für dezidiert interdisziplinär angelegte Projekte existiert, das auf die lokalen Fachbereiche der FH Potsdam begrenzt ist, bestehen beispielsweise an der HU Berlin und der Universität Hildesheim Formate, die durch entsprechende Kooperationen neben der Interdisziplinarität auch den Aspekt der Internationalität im Blick haben, z. B. das Joint-Degree-Programm der Universität Hildesheim, wo die Masterstudiengänge „Internationales Informationsmanagement – Informationswissenschaft“ des Fachbereichs III der Universität Hildesheim und die Studiengänge „Information and Communication Engineering“ der Pai Chai University, Daejeon sowie „Management Information Systems“ der Chungbuk National University, Cheongju verbunden werden und – mit unterschiedlichen Schwerpunkten – Qualifikationen für die Bewältigung und Gestaltung komplexer Informationsprozesse im internationalen und multikulturellen Kontext vermitteln.

Um auch für Lehrszenarien wie beispielsweise Vorlesungen – d. h. für Großgruppen – in den „entdeckenden“ Lernmodus zu kommen, wird an einigen Hochschulen das Konzept des sog. „Flipped/Inverted Classroom“[37] erprobt. Hierbei sollen die Studierenden den Stoff der Vorlesung nicht nachbereiten, sondern vorbereiten – z. B. dadurch, dass sie sich eine Vorlesungsaufzeichnung zu der Thematik der jeweils nächsten Vorlesung ansehen (müssen), sich Fragen und Unklarheiten notieren, und diese dann in der Vorlesung besprochen werden.

Während also in der Präsenzlehre vor Ort das Format des projektartigen disziplinären oder inter­disziplinären Lernens, des Diskutierens face-to-face, unterstützt durch das eine oder andere webbasierte Hilfsmittel (Lernplattform-Werkzeuge, Etherpad etc.) als didaktisches Instrument einen zentralen Stellenwert hat, benötigt man im Bereich der berufsbegleitenden (Fern-)Weiterbildungsangebote/Studiengänge Konzepte, die vorrangig über Distanz funktionieren. Hier kommen i. d. R. – wie beispielsweise an der HU Berlin, der HS Hannover und der TH Köln – Vorlesungsaufzeichnungen und Webinare zum Einsatz. Während der Präsenzphasen werden dann die online vermittelten Inhalte diskutiert und vertieft – u. a. eine Art „Flipped-Classroom“-Szenario.

An vielen Hochschulen existieren mittlerweile zentrale Einrichtungen, die die Fachbereiche und Studiengänge in Bezug auf didaktische Konzepte unterstützen und beraten, wie beispielsweise im Fall des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der HU Berlin, wo bestehende und neue didaktische Konzepte in Kooperation mit zentralen Einrichtungen der Universität wie dem bologna.lab entwickelt und evaluiert werden. Mit genau diesem Ziel wurde vor einiger Zeit von Ursula Georgy (TH Köln) und Joachim Griesbaum (Universität Hildesheim) die Idee eines „Zentrums für Informationswissenschaft“ angestoßen, in welchem alle in der KIBA organisierten bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Einrichtungen sich in Form von Fachgruppen hochschulübergreifend über ihre Erfahrungen mit neuen didaktischen Konzepten austauschen, ggf. Best-Practice-Handreichungen entwickeln, bis hin zu hochschulübergreifenden Lehrkooperationen und Team-Teaching anbieten.

Zum Abschluss ein Zitat von Gerhard Hacker (HTWK Leipzig), welches das Ziel unserer didaktischen Anstrengungen gut zusammenfasst:

„Ansonsten gilt es aus meiner Sicht zu verdeutlichen, dass man durch neue Lernformen und möglichst aktuelle Lehrinhalte allein die Aufgabe nicht lösen kann, sondern [dass] es vor allem darum geht, unseren künftigen Absolventen beizubringen, dass Veränderung an sich etwas Positives ist, die professionelle Neugier auf Innovationen zu wecken und alle Soft-Skills zu fördern, die ein kontinuierliches Weiterlernen NACH dem Studium ermöglichen.“

6 Mitglieder der KIBA und Gäste

Berlin

Humboldt-Universität zu Berlin

Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI)

Unter den Linden 6, 10099 Berlin

www.ibi.hu-berlin.de/

Darmstadt

Hochschule Darmstadt

Mediencampus Dieburg / Fachbereich Media / Studienbereich Informationswissenschaft

Max-Planck-Str. 2, 64807 Dieburg

https://iw-fbmd.h-da.de/

Hamburg

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Fakultät Design, Medien, Information

Department Information

Finkenau 35, 22081 Hamburg

https://www.haw-hamburg.de/department-information.html

Hannover

Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

Zentrum für Aus- und Fortbildung

Waterloostr. 8, 30169 Hannover

https://www.gwlb.de/aus_und_fortbildung/

Hochschule Hannover

Fakultät III – Medien, Information und Design (MID) – Abteilung Information und Kommunikation (IK)

Expo Plaza 12, 30539 Hannover

http://im.f3.hs-hannover.de/

Hildesheim

Universität Hildesheim

Institut für Informationswissenschaft & Sprachtechnologie

Bühler Campus / Gebäude Lübeckerstr. 3, 31141 Hildesheim

https://www.uni-hildesheim.de/fb3/institute/iwist/

Köln

Technische Hochschule Köln

Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften – Institut für Informationswissenschaft (IWS)

Claudiusstraße 1, 50678 Köln

https://www.th-koeln.de/informations-und-kommunikationswissenschaften/institut-fuer-informationswissenschaft_4134.php

Leipzig

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK)

Fakultät Medien

Karl-Liebknecht-Str. 145, 04277 Leipzig

https://fm.htwk-leipzig.de/

München

Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern (HföD)

Fachbereich Archiv- und Bibliothekswesen

Dessauerstr. 6, 80992 München

http://www.fhvr-aub.bayern.de/

Potsdam

Fachhochschule Potsdam

Fachbereich Informationswissenschaften

Kiepenheuerallee 5, 14469 Potsdam

https://www.fh-potsdam.de/studieren/fachbereiche/informationswissenschaften/

Stuttgart

Hochschule der Medien Stuttgart

Fakultät Information und Kommunikation

Nobelstraße 10, 70569 Stuttgart

https://www.hdm-stuttgart.de/hochschule/fakultaeten_studiengaenge/information_und_kommunikation

Wildau

Wildau Institute of Technology

Technische Hochschule Wildau

Hochschulring 1, 15745 Wildau

https://www.wit-wildau.de/cfa-bibinfo

Gastmitglieder

Bibliotheksakademie Bayern – Bayerische Staatsbibliothek

Deutsche Nationalbibliothek – Ausbildung

Haute école de gestion de Genève

Hochschulverband Informationswissenschaft e.V.

Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur – Schweizerisches Institut für Informationswissenschaft SII

Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz – Ausbildung

Über die Autoren

Dr. Klaus Gantert
Prof. Dr. Günther Neher
Prof. Frauke Schade

Literaturverzeichnis

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Online erschienen: 2018-12-01
Erschienen im Druck: 2018-11-28

© 2018 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Artikel in diesem Heft

  1. Titelseiten
  2. Inhaltsfahne
  3. Schwerpunkt: Bibliotheksmanagement als Management von Veränderung
  4. Editorial
  5. Postheroisches Management in Bibliotheken
  6. Mittendrin oder nur dabei?
  7. Die Universitäten digitalisieren sich
  8. National Library of the Netherlands on Transformation
  9. Bibliotheken im Wandel müssen als lernende Organisationen agieren
  10. Are Academic Libraries Changing Fast Enough?
  11. Die digitale Transformation meistern
  12. Being Evidence Based Makes Sense!
  13. Weitere Beiträge
  14. Austrian Transition to Open Access (AT2OA)
  15. HIRMEOS
  16. Die Burgenländische Landesbibliothek – ein offenes Fenster nach Osten
  17. Tagungsbericht
  18. Tagungsbericht – Open Science Conference, 13. – 14.3.2018, Berlin
  19. Rezensionen
  20. Sven Kuttner und Klaus Kempf (Hrsg.): Buch und Bibliothek im Wirtschaftswunder. Entwicklungslinien, Kontinuitäten und Brüche in Deutschland und Italien während der Nachkriegszeit (1949–1965). Wiesbaden: Harrassowitz, 2017 (Beiträge zum Buch- und Bibliothekswesen: Band 63). XI, 306 S., s/w. Abb., brosch. ISBN 978-3-447-10960-4, ISSN 0408-8107. € 60,-
  21. Stephan Füssel, Ute Schneider (Hg.): Meilensteine buchwissenschaftlicher Forschung. Ein Reader zentraler Quellen und Materialien. Herausgegeben von Stephan Füssel und Ute Schneider in Zusammenarbeit mit einer Studierendengruppe. Wiesbaden: Harrassowitz, 2017. (Mainzer Studien zur Buchwissenschaft; Band 25). VI, 437 S., s/w. Abb., brosch. ISBN 978-3-447-10600-9, ISSN 0946-090X. € 19,90
  22. Jahrbuch für Buch- und Bibliotheksgeschichte. Hg. von Uwe Jochum, Bernhard Lübbers, Armin Schlechter und Bettina Wagner. Heidelberg: Universitätsverlag Winter. Bd. 1 (2016). 2016. 191 S. Kt. 48,– €. ISBN 978-3-8253-6700-8. Bd. 2 (2017). 2017. 214 S., 25 Abb. Kt. 48,– €. ISBN 978-3-8253-6775-6.
  23. Sören Flachowsky: Zeughaus für die Schwerter des Geistes. Die Deutsche Bücherei in Leipzig 1912 bis 1945, 2 Bde., ISBN 978383533196-9. 1 349 Seiten. Göttingen, Wallstein-Verlag, 2018, € 69,–Christian Rau: Nationalbibliothek im geteilten Deutschland. Eine Publikation des Instituts für Zeitgeschichte, München. Die Deutsche Bücherei 1945–1990. ISBN 978383533199-0. Göttingen, Wallstein-Verlag, 2018. 725 Seiten, € 54,90.
  24. Veranstaltungshinweis
  25. D-A-CH-S-Tagung: Bibliothek – Qualifikation – Perspektiven
  26. Jahresinhaltsverzeichnis
Heruntergeladen am 10.4.2026 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/bfp-2018-0053/html
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