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Haben Ausstellungen in Archiven und vergleichbaren Kultureinrichtungen eine Zukunft?

  • Dr. Gregor Patt

    Dr. Gregor Patt

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Published/Copyright: April 4, 2018
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Zusammenfassung

Der Aufsatz geht der Frage nach, inwiefern der ‚digital turn‘ in den kommenden Jahren dazu führen wird, dass analoge Ausstellungen in Archiven und vergleichbaren Kultureinrichtungen durch virtuelle Angebote ersetzt werden. Ausgehend von einer kurzen Darstellung des großen Veränderungspotentials werden denkbare Entwicklungen aufgezeigt und auf ihre Plausibilität hin untersucht. Es wird die These vertreten, dass digitale Angebote weniger als Alternative denn als Ergänzung zu ‚klassischen‘ Ausstellungen gesehen werden müssen.

Abstract

This report deals with the question to what extent the ‘digital turn’ will result in the replacement of analogue exhibitions in archives and similar cultural institutions by virtual offers in years to come. Starting with a short representation of the great potential for change, imaginable developments are shown and examined for their plausibility. The report advocates the thesis that digital offers must less be seen as an alternative and more as additions to ‘classical’ exhibitions.

1 Einleitung

Im Zentrum der vorliegenden Betrachtung stehen die möglichen Auswirkungen des ‚digital turn‘ auf das bislang weitgehend erfolgreiche Ausstellungswesen deutscher Archive und (Spezial-)Bibliotheken. Die Betonung liegt dabei eindeutig auf dem letzten Wort des Titels. Es stellt sich die Frage, ob das, was im 20. Jahrhundert sinnvoll, hilfreich und zielführend war, auch in Zukunft noch ein probates Mittel von Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sein kann.

Bereits ein flüchtiger Blick in die einschlägige Literatur zeigt, dass eine Studie zur Zukunft von Ausstellungen in Archiven und vergleichbaren ‚nichtmusealen‘ Kultureinrichtungen wie Dokumentationsstellen oder Spezialbibliotheken bislang fehlt. Obwohl die Anpassung an die ‚neue Zeit‘ in unzähligen Publikationen thematisiert wird, bleibt die Frage nach möglichen Implikationen für archivische Öffentlichkeitsarbeit im Allgemeinen und Ausstellungen im Besonderen gänzlich unbeachtet. Die Kritik, es werde zu selten ‚digital gedacht‘, ist weitverbreitet, die Forderung nach einem Umdenken und der Vorwurf, Archivare begnügten sich zu häufig damit, Strategien aus der analogen in die digitale Welt zu übertragen, sind in aller Munde. Dennoch bleibt bislang meist unklar, an die Stelle von was das Neue treten soll. Nur selten wird ausgesprochen, welche Tätigkeiten und Aktivitäten eingeschränkt werden müssen, um die verfügbare Arbeitszeit effizienter zu nutzen.[1]

Am Anfang der vorliegenden Essays stehen daher drei Thesen, auf die im Folgenden noch vertiefend einzugehen sein wird: Erstens sei festgehalten, dass ein Ausbau des digitalen Angebots immer mit einer Umverteilung von Ressourcen einhergehen wird. Allein über die Optimierung von Abläufen wird sich eine Professionalisierung der digitalen Angebote nicht bewerkstelligen lassen. Wer digitale Angebote ausbauen möchte, wird eine Antwort auf die Frage geben müssen, wo er im analogen Bereich sparen bzw. verzichten kann. Zweitens ist zu konstatieren, dass fast alle Veränderungen, die als notwendige Reaktionen auf den ‚digital turn‘ angemahnt werden, zumindest teilweise einen Zusammenhang mit dem erkennen lassen, was bislang als archivische Öffentlichkeitsarbeit bezeichnet worden ist. Die Grenzen zwischen den Fachaufgaben verlieren in der digitalen Welt an Trennschärfe: Wo Überlieferungsbildung, Erschließung und Nutzung weitgehend digital erfolgen, muss ein Festhalten an den aus dem analogen Zeitalter bekannten PR-Methoden zwar nicht falsch sein, aber wohl doch zumindest auf den Prüfstand gestellt werden. Drittens wird vorausgesetzt, dass die auf Grundlage einer Betrachtung von Archiven gewonnenen Einsichten – allen Unterschieden zum Trotz – auch für Leser aus dem bibliothekarischen Bereich von Interesse sind. Für diejenigen, die im Foyer ihrer Bibliotheken regelmäßig Ausstellungen veranstalten – wie es der Verfasser nicht nur in Bonn und Düsseldorf, sondern auch in Fribourg und vor allem in der Diözesan- und Dombibliothek Köln immer wieder erlebt hat –, stellen sich zumindest dann, wenn es sich nicht um stark frequentierte Universitätsbibliotheken handelt, ähnliche Fragen wie Kollegen und Kolleginnen in Archiven. Erreichen wir unsere Zielgruppe(n) (noch)? Lohnt sich der Aufwand? Sind Vitrinen und Ausstellungsräume zwischen Lesesaal, Nutzertheke und CIP-Pool nach wie vor ein ‚Muss‘ oder doch ein inzwischen überholter Luxus, den der Nutzer des 21. Jahrhunderts weder erwartet noch vermisst – geschweige denn wertschätzt?

Nimmt man diese Thesen als Ausgangspunkte, um die Frage nach der Zukunft von Ausstellungen zu beantworten, so bietet es sich an, in einem ersten Schritt auf die Veränderungen einzugehen, die im Zuge des ‚digital turn‘ vollzogen worden sind oder noch bevorstehen. Kurz soll dargestellt werden, inwiefern die einzelnen archivischen Fachaufgaben im Wandel begriffen und welche Auswirkungen auf die Ausstellungspraxis zu erwarten sind.[2] In einem zweiten Schritt wird explizit auf die unterschiedlichen Ausstellungsformen eingegangen. Vor- und Nachteile werden dargestellt, um vor der Folie der ersten Kapitel in einem abschließenden dritten Teil die Frage nach ihrer Zukunftsfähigkeit beantworten zu können. Angesichts der Vielfalt archivischer Öffentlichkeits- und Ausstellungsarbeit sind dabei kaum abschließende Ergebnisse zu erwarten. Ziel ist es vielmehr, Tendenzen aufzuzeigen und für das zugrundeliegende Problem zu sensibilisieren: Eine Anpassung an die Herausforderungen des digitalen Zeitalters wird nicht gelingen, wenn man sich darauf beschränkt, zu sagen, was zusätzlich gemacht werden soll. Stattdessen gilt es, klar zu benennen, was verzichtbar ist bzw. wo es nicht sinnvoll ist, analoge durch digitale Angebote zu ersetzen.

2 Der ‚digital turn‘ und seine Auswirkungen

2.1 Erschließung und Nutzung

Es ist keine neue Erkenntnis, dass der ‚digital turn‘ insbesondere in Bezug auf die Fachaufgaben einschneidende Veränderungen zeitigt, bei denen Archivar, Dokumentar oder Handschriftenbibliothekar in unmittelbaren Kontakt mit dem Nutzer treten. Computergestützte Hilfsmittel haben die Erschließung in den letzten Jahrzehnten revolutioniert und ermöglichen eine Präsentation von Erschließungsinformationen im Internet, die weitreichende Auswirkungen auf die Nutzung von (Archiv-)Beständen haben wird.[3] Recherchestrategien und Vorgehen der Nutzer haben sich in den letzten Jahrzehnten tiefgreifend gewandelt; der Erstkontakt mit einem Archiv erfolgt heute weitgehend über die Homepage oder online verfügbare Beständeübersichten.[4] Die Aktualität des Satzes ‚Quod non est in rete, non est in mundo‘ ist kaum zu überschätzen. Es handelt sich sicherlich nicht um leere Drohungen von Auguren einer ‚brave new world‘, wenn Bastian Gillner und andere die These vertreten, Archive ohne Online-Angebote würden in Zukunft ins Hintertreffen geraten und ungeachtet des wissenschaftlichen Wertes ihrer Bestände kaum mehr wahrgenommen.[5] Die gelungene Präsentation des Archivs bzw. der Bibliothek oder Dokumentationsstelle im Internet ist bereits seit einigen Jahren integraler Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit eines jeden Hauses; zu glauben, durch eine noch so rege Ausstellungs-, Publikations- oder Vortragstätigkeit die fehlende Zugänglichkeit über das World Wide Web ausgleichen zu können, erweist sich bereits heute als Irrweg. Es ist zu vermuten, dass sich entsprechende Tendenzen im Zuge des Ausbaus von Archivportalen noch verstärken werden: Ausbleibende Treffer bei einer Suche im ‚Archivportal D‘ oder einem regionalen Äquivalent werden sich bereits in naher Zukunft als kaum mehr auszugleichender ‚Standortnachteil‘ erweisen.[6]

Grundsätzlich ist diese Entwicklung aber natürlich nur bedingt von Interesse, wenn man zu eruieren versucht, welche Bedeutung Ausstellungen in Zukunft noch zukommen wird. Solange die Nutzer nach der Erstinformation noch den Lesesaal aufsuchen, bleibt die Motivation, sich als möglichst ansprechende, interessante Kulturinstitution zu präsentieren, ungebrochen. Entsprechendes gilt für die Etablierung als Teil einer (Stadt-)Gesellschaft. Hier wären nur dann Veränderungen zu erwarten, wenn das Archiv tatsächlich zu einem virtuellen Arbeitsplatz würde, dessen Nutzung in erster Linie und (nahezu) ausschließlich über das Netz erfolgt. Es wäre nur dann sinnvoll, die physisch zugänglichen Angebote massiv zu reduzieren, wenn das Archiv in der Lage wäre, einen Großteil aller denkbaren Nutzerinteressen digital zu bedienen, und es gelingen würde, mittels eines ausgereiften Webangebotes eine Präsenz im öffentlichen Raum zu gewährleisten, die alles Analoge gleichwertig ersetzt. Was auf den ersten Blick wie eine unerreichbare Utopie erscheint, erweist sich bei näherem Hinsehen als mittel- und langfristig nicht unvorstellbar. Die Verlagerung von Kommunikation ins Web 2.0 ist eine Entwicklung, die kaum mehr umkehrbar scheint. Selbst in räumlich begrenzten Gemeinwesen wie einer Kommune interagieren Institutionen und Bürger heute verstärkt, gelegentlich sogar fast ausschließlich, auf digitalem Wege: Die Homepage einer Stadt oder Gemeinde ist wichtiger als ihr Mitteilungs- oder Amtsblatt; innerhalb von Vereinen und Gruppen erfolgen Bekanntmachungen und Terminabsprachen über die Facebook-Gruppe; Chat und WhatsApp ersetzen Stammtisch und Telefonkette. Über das Internet erreicht man mehr Menschen, als es unter Rückgriff auf analoge Hilfsmittel in einer sich ausdifferenzierenden Gesellschaft jemals wieder möglich sein wird.[7] Hinzu kommt, dass die Vision des ‚virtuellen Lesesaals‘ vor dem Hintergrund der in den letzten Jahren forcierten Digitalisierungsmaßnahmen an Unschärfe verloren hat. Die Vorstellung, dass Archive Internetportale betreiben, die den Gang ins Archiv überflüssig werden lassen, ist heute nicht mehr ganz so unrealistisch wie noch vor wenigen Jahren. Max Plassmanns provokante Frage nach dem Archiv ohne Lesesaal ist nicht ohne Berechtigung;[8] die von Bastian Gillner geforderte radikale Neuausrichtung mit dem Ziel, „plurimorphe[…] vernetzte[…] Strukturen“ bzw. „dezentralisierte […] Sphäre[n] aus Informationen“[9] im Internet zu schaffen, ist letztlich nichts anderes als der Wunsch nach einer Verlagerung der Archivnutzung aus dem analogen in den virtuellen Lesesaal. Wo Bestände gut erschlossen, (fast) alle Findmittel retrokonvertiert und die am häufigsten nachgefragten Quellen als Digitalisate über das Internet einsehbar sind, wird es in naher Zukunft zu einschneidenden Veränderungen beim Nutzerverhalten kommen. Spätestens dann, wenn auch die älteren Archivbesucher ‚digital natives‘ sein werden, darf man davon ausgehen, dass Digitalisierung ‚on demand‘ zu einer nachgefragten Alternative zum Archivbesuch werden wird. Plassmanns These, die Arbeit mit Originalen werde schon bald nur noch für einen sehr kleinen Kreis von Wissenschaftlern von Bedeutung sein,[10] deckt sich mit dem, was man selbst unter angehenden Archivaren und arrivierten Diplomatikern beobachten kann: Die Arbeit mit einem farbigen Ausdruck oder einem hoch auflösenden Digitalisat ist in der Regel komfortabler als das Studium des empfindlichen Originals.[11] Die Diskussionen um den leer stehenden Lesesaal des Historischen Archivs der Stadt Köln sind möglicherweise mehr als die Konsequenz einer Katastrophe, die Frage des örtlichen Stadtrats Karl Jürgen Klipper, ob das Archiv der Zukunft überhaupt noch einen (großen) Lesesaal und Ausstellungsräume benötige,[12] mehr als ein Indiz für fehlenden Sachverstand. Wo Nutzung vor allem virtuell erfolgt, wird es in Zukunft denkbar erscheinen, die schmalen Ressourcen für einen virtuellen Lesesaal zu verwenden, der höchsten Ansprüchen genügt, und alle analogen Angebote auf ein Mindestmaß zu reduzieren.[13] Nimmt man die zahlreichen Beiträge zu Nutzung und Erschließung im 21. Jahrhundert ernst, sehen sich Archivare daher bereits heute mit der Frage konfrontiert, ob ihre Häuser – und mit ihnen zwangsläufig auch eine jede Ausstellung – als physisch zugängliche Orte eine Zukunft haben.

2.2 Überlieferungsbildung, Bestandserhaltung und sonstige Aufgabenfelder

Anders als die Verlagerung von Nutzung und Erschließung in den virtuellen Raum sind Auswirkungen des ‚digital turn‘ auf Überlieferungsbildung und Bestandserhaltung für das Ausstellungswesen deutscher Archive nur von nachgeordneter Bedeutung. Sie seien an dieser Stelle dennoch kurz thematisiert, da sie die angesprochenen Entwicklungen zumindest im Einzelfall befördern könnten. Zum einen darf man wohl davon ausgehen, dass die Arbeit mit originär digitalem Archivgut zu einer deutlichen Reduzierung der Berührungsängste im Umgang mit Reproduktionen führen wird. Umso weitere Verbreitung das Repräsentationenmodell finden wird, desto eher wird der oftmals rational nur schwer nachvollziehbare Wunsch, auf jeden Fall mit dem Original zu arbeiten, an Bedeutung verlieren.[14] Zum anderen ist durchaus denkbar, dass der Aufbau von leistungsfähigen digitalen Magazinen mittelfristig mit einer wachsenden Bedeutung von Ersatzdigitalisierung einhergehen könnte. Weil sich die ungeheuren Mengen sauren Papiers, die schon heute in den Magazinen lagern, mit vertretbarem finanziellem Aufwand nicht bewahren werden lassen, bietet sich ein großes Feld, auf dem sich das digitale Ersatzmedium auf Dauer als überlegen erweisen könnte.[15] Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Schriftgut, das von der Mitte des 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts produziert wurde und heute einen Großteil der Bestände ausmacht, in einigen Jahrzehnten nur noch in virtuellen Lesesälen eingesehen werden kann. Die Unmöglichkeit, umfassende Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen von Massenschriftgut zu finanzieren, könnte ihren Teil dazu beitragen, dass das Archiv als öffentlich zugänglicher, physisch nutzbarer Ort an Bedeutung verliert. Auch Archivaren wird zunehmend bewusst, was ihren Kollegen in Bibliotheken bereits seit einigen Jahren klar vor Augen steht: Die Umbrüche sind so groß, dass man sich mit Prognosen zur Zukunft von (analogen) Präsenzeinrichtungen zurückhält.[16]

2.3 Die Digitalisierung der Fachaufgaben und ihre Auswirkungen auf das Ausstellungswesen – Aufbruch in eine ‚schöne neue Welt‘?

Selbst wenn man in Rechnung stellt, dass die hier gebotene Übersicht in einigen Punkten ein allzu optimistisches Bild von den Möglichkeiten des Archivs des 21. Jahrhunderts zeichnet, drängt sich eine eindeutige Schlussfolgerung auf: Wo alle analogen Angebote grundsätzlich infrage gestellt werden, muss Entsprechendes auch für Ausstellungen gelten. Folgt man Gillner und Plassmann, so wird sich der dritte Funktionsbereich[17] in den nächsten Jahrzehnten (fast) vollständig in den virtuellen Raum verlagern.[18] Folglich ist es mehr als nur naheliegend, an der Zukunftsfähigkeit von Ausstellungen in ihrer bisherigen Form zu zweifeln. Dies gilt umso mehr, als Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit oftmals immer noch eher als Zusatz- denn als Kernaufgabe des Archivars betrachtet werden. Wo der analoge Lesesaal zu einem nur noch in Ausnahmefällen genutzten Relikt wird, bleibt unklar, warum man am angrenzenden Ausstellungsraum festhalten sollte, der eigentlich nur deshalb mit Exponaten bestückt wird, um mehr Nutzer in den Lesesaal zu locken.

3 Ausstellungen im digitalen Zeitalter

3.1 Grenzen und Risiken der ‚schönen neuen Welt‘

Bei dieser scheinbar eindeutigen Kausalität könnte man es bewenden lassen, erwiese sie sich bei näherem Hinsehen nicht rasch als zu einfach und eindimensional. Zum einen beruht sie auf einer sehr optimistischen Einschätzung der Möglichkeiten digitaler Angebote im virtuellen Raum. Wie viele Nutzer in Zukunft tatsächlich auf den Gang ins Archiv verzichten und sich mit digital verfügbaren (Ersatz-)Medien zufriedengeben werden, lässt sich bestenfalls schätzen.[19] Mindestens ebenso ungewiss – weil noch nicht untersucht – ist die Frage, ob es für Archive tatsächlich wirtschaftlicher ist, in großem Stile Digitalisate anfertigen und speichern zu lassen, statt so lange wie möglich analoge Ursprungsmedien vorzulegen. Insbesondere die insgesamt doch eher geringen Prozentzahlen digitalisierten Archivguts lassen Zweifel aufkommen, ob die digitalen Angebote in absehbarer Zeit mehr sein werden als Ergänzungen und Hilfsmittel. Die These, das Archiv der Zukunft werde deutlich mehr digitale als analoge Medien übernehmen und vorlegen, darf zumindest hinterfragt werden.[20]

Neben diesen Bedenken an der Richtigkeit der angenommenen Entwicklungen geben aber auch sehr viel grundsätzlichere Überlegungen Anlass zum Zweifel. So basieren viele Prognosen zumindest implizit auf der Vorstellung, die Verlagerung von Angeboten ins Internet bringe keine Nachteile für das Archiv mit sich; letztlich sei sie nicht nur unvermeidbar, sondern sogar wünschenswert. Der Abbau der herkömmlichen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zugunsten virtueller Angebote sei eine Chance.[21] Wer davon ausgeht, die Verfügbarkeit von Findmitteln im Internet und der Ausbau von Homepages, Datenbanken und Portalen ersetze die Bedeutung des Archivs als öffentlich zugänglichen Ort innerhalb einer (Stadt-)Gemeinde, bewertet die Relevanz bestimmter Arbeitsfelder – zumindest unbewusst – eher gering. Hierbei ist nicht nur an die durch Chats und andere elektronische Hilfsmittel bislang kaum zu ersetzende persönliche Beratung vieler Nutzer zu denken. Mindestens ebenso bedeutsam ist, dass Archive, welche ihre Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit zugunsten von digitalen Angeboten reduzieren, Gefahr laufen, zumindest teilweise Errungenschaften der letzten Jahrzehnte aufzugeben. Bislang ist völlig unklar, welche Auswirkungen die Aufgabe oder Reduzierung der Zugänglichkeit im eigentlichen Sinne des Wortes auf die Wahrnehmung durch den Bürger hat.[22] Beispiele aus anderen Bereichen der öffentlichen Verwaltung lassen zumindest daran zweifeln, ob der Aufbau von noch so komfortablen Kundenportalen den persönlichen Kontakt mit einem sachkundigen Betreuer zu ersetzen vermag. Gerade Kulturinstitutionen wie Archive sind aber in besonderem Maße vom Wohlwollen der Bürger und politischen Entscheidungsträger abhängig. Sie gehen daher ein sehr viel größeres Risiko als andere Behörden ein, wenn sie gar nicht mehr oder nur noch als besonders intransparente, kaum zugängliche Einrichtungen wahrgenommen werden.[23] Es ist ein großes Missverständnis, zu glauben, archivische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit ziele ausschließlich darauf ab, neue Nutzer zu gewinnen.[24] Mindestens ebenso wichtig ist es, über Ausstellungen und vergleichbare Angebote in die Gesellschaft hineinzuwirken, als essentieller Bestandteil der (städtischen) Bildungs- und Kulturlandschaft wahrgenommen zu werden und einen Beitrag zur historisch-kulturellen bzw. politischen Bildungsarbeit zu leisten.[25] Dass dieser weitreichende Auftrag mit digitalen Methoden ebenso gut erfüllt werden kann wie mit dem bewährten Mittel der Ausstellung, ist eine zumindest diskussionswürdige These. Sie führt zurück zur Frage nach der Ersetzbarkeit von ‚gewöhnlichen‘ Ausstellungen durch digitale Präsentationsformen.

3.2 Virtuelle Ausstellungen – Ergänzung oder Alternative?

Auch wenn das Problem nur selten explizit angesprochen wird, darf man wohl unterstellen, dass kaum jemand glaubt, das Archiv der Zukunft könne sich mit der Präsentation von Findmitteln und Digitalisaten im Internet begnügen. Alle Annahmen zum Archivbenutzer des 21. Jahrhunderts gehen vielmehr davon aus, Selbigem müsse im virtuellen Raum ein umfassender Service geboten werden.[26] Kaum jemand spricht von der Streichung von Leistungen. Wenn überhaupt, seien diese den Erfordernissen der digitalen Welt anzupassen. Ein Wegfall käme nur bei Inkompatibilität mit den Erwartungen des modernen ‚Users‘ infrage.[27]

Gerade wenn man davon ausgeht, dass Nutzung oder zumindest Erstkontakt mit einem Archiv in Zukunft fast ausschließlich auf digitalem Wege erfolgen werden, dürfte die Bedeutung von digitaler Präsentation und Öffentlichkeitsarbeit sogar noch zunehmen: Im virtuellen Raum konkurrieren Archive nicht länger nur mit den Kultureinrichtungen in ihrer unmittelbaren Umgebung.[28] Sie müssen zusätzlichen Aufwand betreiben, um den Erwartungen des durchschnittlichen Internetnutzers gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang kommt dem Konzept der ‚virtuellen Ausstellung‘[29] besondere Relevanz zu. Sehr viel stärker als Archive vom unmittelbaren Zuspruch der Bürger abhängig, haben insbesondere Museen und Bibliotheken bereits früh mit dieser neuen Form der Ausstellung experimentiert. Nicht selten glaubte man sogar, am Anfang einer „new stage for museums“ zu stehen, die es erstmals möglich mache, „tens of millions of Internet users“[30] zu erreichen. In Bezug auf die Museen sah und sieht die Realität jedoch anders aus. Die virtuelle Ausstellung hat sich zwar etabliert, ist in der Regel aber weit davon entfernt, die analogen Angebote zu ersetzen. Die in den letzten Jahren stetig ansteigenden Besucherzahlen vieler Museen[31] bestätigen, was die britischen Museologen Jim Bennett und James Johnson bereits vor mehreren Jahren konstatiert haben: In Museen lässt sich keine Konkurrenz zwischen analogen und virtuellen Ausstellungen erkennen.[32] Ein Museum, welches eine gelungene ‚virtual exhibition‘ präsentiert, läuft normalerweise nicht in Gefahr, die analogen Ausstellungsräume schließen zu müssen. Meist ist sogar das Gegenteil der Fall: Wo das Mittel der virtuellen Ausstellung nicht oder unzureichend genutzt wird, kommen weniger Besucher. Folgerichtig bedienen sich Museen meist zweier Formen virtueller Ausstellungen, die darauf abzielen, den Internetuser auch zum Besuch des analogen Angebots zu motivieren: Entweder wird eine Auswahl der auch realiter präsentierten Ausstellungsstücke im Internet gezeigt („virtual version“) oder man ergänzt die real zugängliche Ausstellung um ein virtuelles Bonusangebot („missing wing“) und kombiniert somit Vor- und Nachteile beider Ausstellungsformen.[33] Insbesondere Letzteres darf als eine Art ‚Königsweg‘ gelten, ist zugleich aber auch mit hohem finanziellem, organisatorischem und technischem Aufwand verbunden. Archive und Bibliotheken können das Vorgehen großer Museen daher nur bedingt nachahmen. Angesichts ihrer anders gelagerten bzw. zusätzlichen Kernaufgaben fehlt es in der überwiegenden Zahl der Fälle an den notwendigen Ressourcen, um hybride Ausstellungen planen und durchführen zu können. Die Regel ist meist die Entscheidung für eine Form der Ausstellung. Wo sie vorkommen, sind virtuelle Ausstellungen in Archiven und Bibliotheken daher meist keine Ergänzungen, sondern Alternativen zu herkömmlichen Präsentationen („hyperreal-site“).[34]

Auf den ersten Blick liegt der Schluss nahe, Archive und Bibliotheken könnten sich ein solches Vorgehen auch aus fachlichen Gründen eher erlauben als Museen. Anders als diese sind sie nicht so stark von der Zahl der Besucher in ihrem Haus abhängig. Mit ihren Ausstellungen sprechen sie zumindest teilweise ohnehin andere Zielgruppen an als mit ihren sonstigen Angeboten.[35] Wenn es einem Archiv oder einer Bibliothek gelingt, über eine professionell gestaltete virtuelle Ausstellung Aufmerksamkeit und Interesse der relevanten Zielgruppen – zu denken ist vor allem an städtische Öffentlichkeit, (Lokal-)Politik und historisch interessierte Bürger – zu wecken, haben sie im Gegensatz zu einem Museum ihr Anliegen bereits erreicht. Zumindest theoretisch bietet sich unter Rückgriff auf die virtuellen Hilfsmittel darüber hinaus sogar eine Möglichkeit, das oftmals infrastrukturell bedingte Gefälle im Verhältnis zu vielen anderen Ausstellungsmachern auszugleichen. Enge, unzureichend belichtete Räume sind im World Wide Web kein ‚Standortnachteil‘ mehr.

Die Grundfrage, ob es tatsächlich zukunftsfähig sein kann, archivische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in den virtuellen Raum auszulagern, ist damit aber noch nicht beantwortet. Wenn Museen auf Komplementarität setzen, dann gibt es Gründe für dieses Vorgehen, die über das Verlangen nach einer möglichst hohen Zahl verkaufter Eintrittskarten hinausgehen.

3.3 Das Original als Alleinstellungsmerkmal? Vom Mehrwert herkömmlicher Ausstellungen

Tatsächlich herrscht in der Museumswissenschaft Einigkeit, dass analoge und virtuelle Ausstellungen auf sehr unterschiedliche Art und Weise wirken. Die vor allem in den 1990er Jahren verbreitete Ansicht, man müsse jede Ausstellung mit möglichst vielen digitalen Angeboten anreichern, damit sie für den modernen Besucher interessant sei, gilt heute als überholt.[36] Steigende Besucherzahlen lassen sich in der Regel nur damit erklären, dass Menschen gerade in einer Umwelt, in der Bilder und Informationen rund um die Uhr verfügbar sind, ein gesteigertes Interesse am Original entwickeln. Kein digitales Angebot ist in der Lage, das Bedürfnis nach haptischen Eindrücken zu befriedigen.[37] Digitale Angebote – und auch virtuelle Ausstellungen – scheinen hier in vielem mit den Informationen vergleichbar, die aus der Lektüre von Fachliteratur gewonnen werden: Sie regen zum Besuch einer Ausstellung an oder werden im Nachgang genutzt, um das Gesehene nochmals einzuordnen. Von einer Konkurrenz lässt sich so gut wie nie sprechen. In diesem Zusammenhang ist von besonderem Interesse, dass der scheinbare Vorteil der digitalen Ausstellungen – ihre Ubiquität im Netz – sich auch zum Nachteil entwickeln kann: Im Internet ist jede Präsentation von überall einsehbar und steht somit auch unter einem deutlich stärkeren Konkurrenzdruck. Selbst wenn sie höchsten Ansprüchen genügt, besteht bei einer virtuellen Ausstellung eine große Gefahr, zwischen konkurrierenden Angeboten in der ‚Informationswüste Internet‘ unterzugehen bzw. kaum wahrgenommen zu werden.[38]

Bei den meisten deutschen Archiven und vergleichbaren Kultureinrichtungen kommt ein weiteres Problem hinzu: Ihnen kann es nicht gleichgültig sein, welche Zielgruppen sie mit ihrer Öffentlichkeitsarbeit ansprechen. Eine virtuelle Ausstellung, die von zahlreichen Usern aus dem außereuropäischen Ausland angeklickt wird, mag ein Prestigeerfolg sein. Ähnlich wie die Mitarbeit bei überregionalen Portalen trägt sie aber kaum dazu bei, die Verankerung der Einrichtung in ihrem unmittelbaren gesellschaftlichen Umfeld zu stärken. Mithilfe virtueller Ausstellungen und ähnlicher Angebote lassen sich zwar neue Zielgruppen erschließen. Es ist aber nur bedingt möglich, die Menschen, die im direkten Umfeld leben und deren Wohlwollen für das Bestehen eines Hauses besonders wichtig ist, gezielt anzusprechen.[39] Gelingt es dennoch, sie zu erreichen, genügen anregend gestaltete Webangebote oftmals nicht, um das geweckte Interesse auch zu befriedigen. Das Archiv muss für den Bürger auch als Ort erfahrbar werden. Einem Außenstehenden ist der Wert archivischer Überlieferung erfahrungsgemäß am ehesten dann zu vermitteln, wenn man ihm die Zimelien eines Hauses zumindest gelegentlich auch zeigt und mittels didaktisch aufbereiteter Angebote erklärt, worin ihr historischer bzw. kultureller Wert liegt.[40] Wer als Kulturinstitution und Wissensspeicher wahrgenommen werden möchte, muss als solche(r) auch realiter zugänglich und erfahrbar sein.[41]

De facto gibt es für Archive, Dokumentationsstellen und Spezialbibliotheken folglich nur eine Möglichkeit: Sie müssen den gleichen Weg wie die Museen gehen. Virtuelle Angebote sind eine Ergänzung zu analogen Ausstellungen und bewährten Formen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, aber kaum in der Lage, diese zu ersetzen. Der ‚Königsweg‘ werden auch in Zukunft einander ergänzende Angebote sein.[42] Der Rückzug in den virtuellen Raum birgt die Gefahr, sich vom eigenen Wurzelgrund, der Akzeptanz durch die das Archiv tragende, in der Regel örtlich gebundene Bürgergesellschaft, zu trennen.

4 „Wer soll das bezahlen?“ – Versuch einer Synthese

Es überrascht nicht, dass die Ergebnisse der bisherigen Ausführungen aus Sicht von Archivaren, Dokumentaren und Bibliothekaren unbefriedigend sein müssen. Sie führen zurück zu dem eingangs geschilderten Dilemma: Man fordert Neues, ohne zu sagen, wo die hierfür notwendigen Ressourcen hergenommen werden sollen.[43] An die Stelle einer Aufgabenkritik tritt das ‚Sowohl als auch‘, das schon heute eine Vielzahl von Häusern zu überfordern droht. Idealerweise bietet das Musterarchiv des 21. Jahrhunderts zahlreiche digitale Angebote, die neben Findmitteln, Digitalisaten und Crowdsourcing-Projekten auch ein ausgereiftes Konzept virtueller Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit umfassen. Zugleich soll es aber auch über Ausstellungsflächen verfügen, auf denen Besuchern aus der näheren Umgebung regelmäßig wechselnde, professionell gestaltete Ausstellungen präsentiert werden, die einen Bezug zu den eigenen Beständen haben.[44] Es bedarf keiner prophetischen Gaben, um zu erkennen, dass diesem Anspruch bestenfalls die größeren Häuser gerecht werden können. Die Herausforderung, allein in einem der beiden Bereiche mit Museen zu konkurrieren, ohne dass die eigenen Angebote semiprofessionell wirken, ist bereits groß genug. In kaum einem deutschen Archiv und nur in den größten Bibliotheken wird es mittel- und langfristig möglich sein, regelmäßig wechselnde oder gar einander ergänzende virtuelle und analoge Wechselausstellungen zu präsentieren. Geht man davon aus, dass in vielen Fällen eine flüchtig gestaltete Ausstellung einen negativeren Eindruck vermittelt als der vollständige Verzicht auf eine Präsentation von Exponaten, so ergibt sich sogar eine noch größere Diskrepanz. Will man nicht dazu übergehen, Kernaufgaben wie Überlieferungsbildung und Erschließung deutlich zugunsten einer massiv ausgeweiteten Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu reduzieren, bleibt ein ernüchternder Befund. Die von Gillner, Plassmann und anderen geforderten Veränderungen werden kaum finanzierbar sein, ohne die konventionellen Angebote einzuschränken. Mag eine solche Entwicklung aus Sicht derjenigen, für die alles Analoge nur Ausdruck von „Behördenhabitus“[45] ist, sogar wünschenswert sein, so mahnen die Ergebnisse der vorliegenden Betrachtung zur Vorsicht.

Letztlich wird daher nur eine stark einzelfallbezogene Analyse weiterhelfen. Archivare, aber auch Dokumentare und Bibliothekare werden dazu übergehen müssen, in Bezug auf ihre jeweiligen Häuser zu fragen, welche Angebote in welcher Form präsentiert werden sollen. Hierzu wird es zwingend erforderlich sein, alle bisherigen Angebote in regelmäßigen Abständen zu evaluieren und zu untersuchen, welche Nutzergruppen erreicht werden bzw. idealiter erreicht werden sollten. Auf der Grundlage der so erzielten Ergebnisse wird dann jeweils zu entscheiden sein, ob es sinnvoll ist, in Zukunft auf eine andere Präsentations- bzw. Kommunikationsform zu setzen. Dass in diesem Zusammenhang kaum zu erwarten ist, dass digitale Angebote analoge Ausstellungen grundsätzlich obsolet werden lassen, ist bereits angedeutet worden; nichts dürfte sich aber als so problematisch erweisen wie voreilige Festlegungen. Gerade für Institutionen, die trotz intensiver Bemühungen Probleme haben, mit ihren klassischen Angeboten Akzeptanz zu finden, bietet der Ausbau digitaler Angebote sicherlich mehr Chancen als Risiken. Inwiefern dabei auch die Kooperation zwischen Häusern eine Möglichkeit sein könnte, Synergieeffekte zu erzielen, wäre zu untersuchen. Grundsätzlich erscheint es insbesondere innerhalb größerer Verbände – wie etwa den Landesarchiven – denkbar, Kompetenzen zu verteilen. Allerdings sind auch solchen Spezialisierungen Grenzen gesetzt: Die gelungene Archiv- bzw. Bibliotheksausstellung bedarf in der Regel eines Bezugs zum Haus und seinen Beständen; die Mitarbeit der jeweiligen Experten vor Ort ist folglich zwingend erforderlich.

Alles in allem hat die klassische Ausstellung daher nicht nur im Museum, sondern auch in Archiven und anderen vergleichbaren Kultureinrichtungen weiterhin ihren Platz. Wenn ihr mit digitalen Angeboten in den letzten Jahrzehnten in gewisser Hinsicht Konkurrenz erwachsen ist, so ist diese Entwicklung eher positiv zu bewerten. Die Archive werden in Zukunft gezwungen sein, bisherige Angebote auf den Prüfstand zu stellen, zu verbessern oder im Einzelfall immer wieder neu zu entscheiden, ob eine digitale Präsentationsform ihre Zielgruppen eher ansprechen könnte. Die Zukunft gehört sicherlich nicht dem einseitigen Hoffen auf eine ‚schöne neue digitale Welt‘, in der viele analoge Aufgaben von selbst überflüssig werden, sondern dem angemessenen Ausbau digitaler Angebote, die das bereits Vorhandene ergänzen und nur dort ersetzen, wo es tatsächlich sinnvoll ist. Was in Bezug auf Ausstellungen in diesem Zusammenhang angemessen ist, bleibt die interessante, alles entscheidende Frage. Sie wird in den kommenden Jahrzehnten immer wieder neu gestellt werden; ein für alle Mal beantworten lässt sie sich nicht.

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Dr. Gregor Patt

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Published Online: 2018-04-04
Published in Print: 2018-04-25

© 2018 by De Gruyter

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