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Schlecht entlohnt trotz Hochschulabschluss? / Low wages in spite of an academic degree?

  • Thorsten Kalina EMAIL logo
Veröffentlicht/Copyright: 13. Juli 2016
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Arbeit
Aus der Zeitschrift Arbeit Band 24 Heft 3-4

Zusammenfassung

Der Anteil der Akademiker/innen an den abhängig Beschäftigten in Deutschland ist seit Mitte der 1990er Jahre um 7 Prozentpunkte auf über 25 Prozent im Jahr 2014 gestiegen. Eine Hochschulausbildung bringt allerdings nicht immer eine gute Beschäftigungsperspektive mit sich. Rund jeder zehnte der 8,4 Millionen abhängig beschäftigten Akademiker/innen war 2014 unterhalb der Niedriglohnschwelle von 9,81 Euro tätig. Der folgende Beitrag untersucht auf Basis des Sozioökonomischen Panels Ursachen der Niedriglohnbeschäftigung von Akademiker/ innen. Zentrale Frage ist, ob sich ein erhöhtes Niedriglohnrisiko von Akademiker/ innen durch unterwertige Beschäftigung erklären lässt. Als überraschendes Ergebnis zeigt sich, dass fast ein Drittel der Akademiker/innen mit Niedriglohn bildungsadäquat beschäftigt ist. Eine Beschäftigung unterhalb des akademischen Niveaus erhöht das Niedriglohnrisiko weitaus geringer als erwartet.

Abstract

The share of academics in dependent employment has increased by seven percentage points since the mid 1990s to more than 25 percent in 2014. However, an academic degree does not always guarantee good employment conditions. About one in ten of the 8.4 million academics in dependent employment was paid below the low-wage threshold of 9.81 Euro in 2014. The following article analyses risk factors for low pay of academics on the basis of the German Socioeconomic panel. The main question is if low-wage work of academics can be explained by a job-education mismatch (overschooling). A surprising result is that nearly one third of all academics with low wages is working in a position suited for academics. A position below the academic level has a lower importance for explaining low wages of academics than expected.

Online erschienen: 2016-7-13
Erschienen im Druck: 2015-9-1

© De Gruyter

Artikel in diesem Heft

  1. Titelei
  2. Editorial
  3. Artikel
  4. Schützt strategisches Handeln vor den negativen Folgen von Stress? Zur Bedeutung mikropolitischer Fähigkeiten als Gesundheitsressource in entgrenzten Arbeitskontexten / Does strategic acting prevent the negative effects of stress? On the importance of political skills as a health resource in working contexts with blurring boundaries
  5. Rollenbild oder soziale Positionierung? Wovon die Einstellung gegenüber der betrieblichen Frauenquote abhängt / Gender role model or social position? On the determinants of the attitude towards a women's quota in companies
  6. Schlecht entlohnt trotz Hochschulabschluss? / Low wages in spite of an academic degree?
  7. Leiharbeit im Profifußball – Sind ausgeliehene Bundesligaspieler stärker motiviert? / Labour Leasing in Professional Football – Are Temporary Players More Ambitious?
  8. Verringerung von Lohnungleichheit durch staatliche Schutz- und Beteiligungsstandards. Schweden, Frankreich und Deutschland im Vergleich / Reduction of wage inequality by national protective and participative standards – a comparison of Sweden, France and Germany
  9. Call for Papers
  10. Das Subjekt und die Digitalisierung – Wie wird die Arbeitswelt digital? Wie digital wird die Arbeitswelt?
  11. Rezensionen
  12. María Crojethovic, Sebastian Gütschow, Carolin Krüger, Tom Stender, Thomas Elkeles (2014): Veränderungspotenziale in Krankenhausorganisationen. Formalität und Informalität in nordostdeutschen Krankenhäusern.
  13. Astrid Rimbach (2013): Entwicklung und Realisierung eines integrierten betrieblichen Gesundheitsmanagements in Krankenhäusern. Betriebliches Gesundheitsmanagement als Herausforderung für die Organisationsentwicklung.
  14. Volker Hielscher, Lukas Nock, Sabine Kirchen-Peters (2015): Technikeinsatz in der Altenpflege. Potenziale und Probleme in empirischer Perspektive.
  15. Gutachterinnen und Gutachter für die ARBEIT im Jahr 2015
  16. Inhaltsverzeichnis des 24. Jahrgangs (2015)
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