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Flexibilität ersetzt Kontinuität

Veränderte psychologische Kontrakte und neue Formen persönlicher Identität
  • Sabine Raeder und Gudela Grote
Veröffentlicht/Copyright: 31. Mai 2016
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Arbeit
Aus der Zeitschrift Arbeit Band 10 Heft 4

Abstract

Mit der Flexibilisierung von Arbeitsverhältnissen verändern sich auch die psychologischen Kontrakte, d.h. die wechselseitigen Angebote und Erwartungen von Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden. Parallel dazu wird vermehrt auch individuell der Wunsch nach mehr Flexibilität im Berufsalltag oder in der beruflichen Laufbahn geäussert. In der vorliegenden auf qualitativen Interviews beruhenden Studie wird die Veränderung der psychologischen Kontrakte in Unternehmen wie auch bei Personen, die ihren Beruf gewechselt haben, untersucht. Letztere wurden zudem zu ihrer persönlichen Identität befragt. Die Interviewdaten wurden mit der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Es kann gezeigt werden, dass die Veränderung psychologischer Kontrakte von einer konservativen bis hin zu einer drastischen Ausprägung variiert. In den persönlichen Biographien behält der Beruf zwar noch eine dominierende Stellung, die befragten Personen planen ihre berufliche Entwicklung jedoch unter Berücksichtigung vielfältiger Optionen und integrieren deren Wechselhaftigkeit in die eigene Identitätsdefinition. Als Konsequenz daraus wird empfohlen, Personen darin zu unterstützen, Sicherheit in den eigenen Kompetenzen statt in Betriebs- oder Berufszugehörigkeit zu suchen.

Online erschienen: 2016-5-31
Erschienen im Druck: 2001-12-1

© 2001 by Lucius & Lucius, Stuttgart

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