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Vom Dilemma der Geistesgegenwart und dem fehlenden Sinn für Geschichte

Zur fortgesetzten Aktualität Nietzschescher Kulturkritik
  • Renate Reschke EMAIL logo
Veröffentlicht/Copyright: 8. Oktober 2025
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Abstract

Since the Enlightenment in the 18th century, the term Geistesgegenwart (presence of mind) has been an expression of peopleʼs selfdetermination and their subjectivity and freedom. Ist emancipatory potential was undisputed. In the last third of the 19th century, Nietzsche emphasized the nagative content. For hi mit is no longer a formula for intelligent and selbcoscious thinking and acting, but rather describes the consequences of a mediation of education and culture that is taking place in Society. Geistesgegenwart (presence of mind) has degenerated into a mere strategy of self-preservation. It is intended to ensure a tolerable life als lies, self-deception, self-overestimation, superficiality and ignorance. Historical oblivion and media manipulation habe played an increasingly larger role since the 20th century. Nietzsche’s alternative means contemplation of history, calmness, knowlwdge, ewflection, resistance to the flood of information. He makes them to constitutive features of his cultural criticism.


Anmerkung

Überarbeitete, vollständige Fassung des Festvortrages anlässlich der Verleihung des Internationalen Nietzsche-Preises am 19. 10. 2024 in Naumburg (Saale).


Online erschienen: 2025-10-08
Erschienen im Druck: 2025-10-07

© 2024 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Artikel in diesem Heft

  1. Titelseiten
  2. Teil I: Der Nietzsche-Preis
  3. Laudatio für Renate Reschke
  4. Vom Dilemma der Geistesgegenwart und dem fehlenden Sinn für Geschichte
  5. Teil II: Nietzsches Denkbeziehungen
  6. Zum Themenschwerpunkt:
  7. Projektpartner und Projektionsfiguren? Ida Overbeck und Friedrich Nietzsche
  8. Friedrich Nietzsche und Erwin Rohde
  9. Zwischen fatalistischer Ergebenheit und dem „Glück des Einsamen“. Friedrich Nietzsche und Lou von Salomé
  10. Zur beanspruchten Eigenständigkeit Friedrich Nietzsches gegenüber Paul Rée. Ein Versuch
  11. Malwida von Meysenbug. Das Leben und Ideal einer Protagonistin der Zeit der Revolutionen
  12. Verbunden im Zeichen des Freigeists. Heinrich Köselitz und Friedrich Nietzsche (1878–1880)
  13. Musiker und Denker unter sich
  14. Brandesʼ Nietzsche und Nietzsches Brandes. Stationen einer Entdeckung
  15. Teil III: Nietzsche-Werkstatt: Götzen-Dämmerung (32. Nietzsche-Werkstatt Schulpforta vom 11. bis 14. September 2024) Wissenschaftliche Leitung: Corinna Schubert und Jenny Kellner
  16. Zur Aktualität der Götzen-Dämmerung
  17. Morgen-Dämmerung eines hermaphroditischen Ideals: Nietzsches Geschlechtervokabular in der Götzen-Dämmerung
  18. Haben wir ein Recht auf Dummheit?
  19. „[D]en Krebsgang aller Dinge träumen“. Zur Verflechtung von Traum- und Dekadenzdiskurs in Götzen-Dämmerung
  20. Der freie Wille unter der ‚Optik des Lebens‘ in der ‚Morgendämmerung‘
  21. Vernunft und Vernunftkritik in Nietzsches Denken
  22. Nietzsches Immoralismus in Götzen-Dämmerung und Ecce homo
  23. „Naturalismus in der Moral“ oder „Urtheil Verurtheilter“? Eine textnahe Lektüre von GD Moral 4–5
  24. Sujétion in der Sittlichkeit?
  25. Teil IV: Beiträge
  26. Dokumentation: Über „freigeistige Weiber“. Ein apokryphes Nietzsche-Zitat bei Heinrich Köselitz
  27. Zur Genealogie totalitärer Herrschaft: Hannah Arendt und Friedrich Nietzsche
  28. Die Vergeistigung in der Auseinandersetzung? Friedrich Nietzsche – Eduard von Hartmann
  29. Personenverzeichnis
Heruntergeladen am 5.2.2026 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/NIFO-2025-002/pdf
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