Zur Quelle des ›Oberdeutschen Servatius‹
-
Jan Goossens
Der Untersuchungsstand der Frage, welche Quelle(n) der Dichter des ›Oberdeutschen Servatius‹ (OS) benutzt hat, ist von Kurt Gärtner in der zweiten Auflage des Verfasserlexikons zusammengefasst worden. Er unterscheidet zwei Teilfragen: 1) Was war die Hauptquelle? 2) Hat der Dichter neben seiner Hauptquelle auch Veldekes ›Servatius‹ benutzt? Die Antwort auf die erste Frage lautet: »Die Hauptquelle des Dichters waren die lat. ›Gesta Sancti Servatii‹ […], die er auszugsweise wiedergibt. Welcher Redaktion der ›Gesta‹-Überlieferung seine Vorlage angehörte, ist ungewiß« (Gärtner 1989, Sp. 2). Die zweite Teilfrage wird folgendermaßen beantwortet: »Das Verhältnis der beiden dt. Servatiusdichtungen bedarf weiterer Klärung, die unter Berücksichtigung ihrer lat. Quellen erfolgen sollte« (ebd.). Der vorliegende Aufsatz ist ein Versuch, insofern die Quellenlage es erlaubt, die offenen Probleme zu klären.
© Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2006
Articles in the same Issue
- Zur Terminologie der Feuergewinnung in den altgermanischen Sprachen
- Zur Quelle des ›Oberdeutschen Servatius‹
- Alter als Rolle. Zur Verzeitlichung des Körpers im Minnesang
- Wolframs Blutstropfenszene. Versuch einer magiologischen Deutung
- Zur Tristanliebe. Anlässlich von Anna Keck, Die Liebeskonzeption der mittelalterlichen Tristanromane (München 1998)
- Die Verlockungen der Referenz. Bemerkungen zur aktuellen Emotionalitätsdebatte
- Anja Lobenstein-Reichmann, Oskar Reichmann (Hgg.), Neue historische Grammatiken. Zum Stand der Grammatikschreibung historischer Sprachstufen des Deutschen und anderer Sprachen
- Michail L. Kotin, Die werden-Perspektive und die werden-Periphrasen im Deutschen. Historische Entwicklung und Funktionen in der Gegenwartssprache
- Marthe Philipp, Erich Weider, sein und haben im elsass-lothringischen Mundartraum. Ein organisiertes Chaos
- Andrea Fleischer, Zisterzienserabt und Skriptorium. Salem unter Abt Eberhard I. von Rohrdorf (1191–1240)
- Anne Stephan-Chlustin, Artuswelt und Gralswelt im Bild. Studien zum Bildprogramm der illustrierten Parzival-Handschriften
- Christoph Huber, Victor Millet (Hgg.), Der ›Tristan‹ Gottfrieds von Straßburg. Symposion Santiago de Compostela, 5. bis 8. April 2000
- Gottfried von Straßburg, Tristan und Isolde. Diplomatische Textausgabe der Zimelien-Handschrift Codex Vindobonensis 2707 mit Konkordanzen und Wortlisten auf CD, hg. v. Evelyn Scherabon Firchow unter Mitarbeit v. Richard Hotchkiss
- Susanne Köbele, Frauenlobs Lieder. Parameter einer literarhistorischen Standortbestimmung
- Falk Eisermann, Verzeichnis der typographischen Einblattdrucke des 15. Jahrhunderts im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, VE 15, 3 Bde
- Adam Reißner, Gesangbuch, hg. u. in Zusammenarbeit mit Ute Evers kommentiert v. Johannes Janota, 2 Bde
- Herbert Jaumann, Handbuch Gelehrtenkultur der Frühen Neuzeit, Bd. 1: Bio-bibliographisches Repertorium
- Valentin Groebner, Der Schein der Person. Steckbrief, Ausweis und Kontrolle im Europa des Mittelalters
- Eingesandte Schriften
Articles in the same Issue
- Zur Terminologie der Feuergewinnung in den altgermanischen Sprachen
- Zur Quelle des ›Oberdeutschen Servatius‹
- Alter als Rolle. Zur Verzeitlichung des Körpers im Minnesang
- Wolframs Blutstropfenszene. Versuch einer magiologischen Deutung
- Zur Tristanliebe. Anlässlich von Anna Keck, Die Liebeskonzeption der mittelalterlichen Tristanromane (München 1998)
- Die Verlockungen der Referenz. Bemerkungen zur aktuellen Emotionalitätsdebatte
- Anja Lobenstein-Reichmann, Oskar Reichmann (Hgg.), Neue historische Grammatiken. Zum Stand der Grammatikschreibung historischer Sprachstufen des Deutschen und anderer Sprachen
- Michail L. Kotin, Die werden-Perspektive und die werden-Periphrasen im Deutschen. Historische Entwicklung und Funktionen in der Gegenwartssprache
- Marthe Philipp, Erich Weider, sein und haben im elsass-lothringischen Mundartraum. Ein organisiertes Chaos
- Andrea Fleischer, Zisterzienserabt und Skriptorium. Salem unter Abt Eberhard I. von Rohrdorf (1191–1240)
- Anne Stephan-Chlustin, Artuswelt und Gralswelt im Bild. Studien zum Bildprogramm der illustrierten Parzival-Handschriften
- Christoph Huber, Victor Millet (Hgg.), Der ›Tristan‹ Gottfrieds von Straßburg. Symposion Santiago de Compostela, 5. bis 8. April 2000
- Gottfried von Straßburg, Tristan und Isolde. Diplomatische Textausgabe der Zimelien-Handschrift Codex Vindobonensis 2707 mit Konkordanzen und Wortlisten auf CD, hg. v. Evelyn Scherabon Firchow unter Mitarbeit v. Richard Hotchkiss
- Susanne Köbele, Frauenlobs Lieder. Parameter einer literarhistorischen Standortbestimmung
- Falk Eisermann, Verzeichnis der typographischen Einblattdrucke des 15. Jahrhunderts im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, VE 15, 3 Bde
- Adam Reißner, Gesangbuch, hg. u. in Zusammenarbeit mit Ute Evers kommentiert v. Johannes Janota, 2 Bde
- Herbert Jaumann, Handbuch Gelehrtenkultur der Frühen Neuzeit, Bd. 1: Bio-bibliographisches Repertorium
- Valentin Groebner, Der Schein der Person. Steckbrief, Ausweis und Kontrolle im Europa des Mittelalters
- Eingesandte Schriften