Diplomatie und Gelehrtenrepublik
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Ruth Kohlndorfer-Fries
Über dieses Buch
Im späten 16. Jahrhundert stieg Frankreich nach Jahrzehnten des religiösen Bürgerkriegs zur europäischen Großmacht auf. König Heinrich IV. stützte sich dabei auf hochqualifizierte Gesandte und Berichterstatter. Jacques Bongars (1554‒1612) war einer dieser Diplomaten. Er war Diener der Krone, zugleich Gelehrter und Humanist. Dank seiner Ausbildung, seiner Reisen und Korrespondenzen unterhielt er Beziehungen in viele Länder Europas. Die Untersuchung verbindet die Biographie des Gesandten mit dessen intellektuellem Wirken und kosmopolitischem Hintergrund. Bongars taucht in den internationalen Krisen um 1600 ebenso auf wie in den Diskursen des Späthumanismus. Dabei hat es Bongars verstanden, seine familiären, wirtschaftlichen und gelehrten Kontakte nach Deutschland, den Niederlanden, England, Böhmen und Ungarn für seine politischen Missionen zu nutzen. Die Untersuchung skizziert die Karriere und das geistig-weltanschauliche Profil des Reformierten Jacques Bongars inmitten eines europaweiten Milieus, der respublica litteraria. Es gelingt der Autorin, internationale Politik im Konfessionellen Zeitalter mit dem individuellen Umfeld eines politischen Beamten der zweiten Reihe in Beziehung zu setzen.
Information zu Autoren / Herausgebern
Ruth Kohlndorfer-Fries, München.
Rezensionen
"[...] Man legt diese Buch befriedigt aus der Hand. Denn es ist nicht nur ansprechend geschrieben, sondern rekonstruiert auch gut geordnet die vielfältigen Beziehungen eines Mannes, der gleichzeitig Diplomat, Gelehrter und Teil eines transnationalen konfessionellen Netzwerks war. So entsteht das lebendige Bild eines Gesandten gelehrten Typs."
Hillard von Thiessen in: Zeitschrift für Historische Forschung, Band 38, Heft 3 (2011)
Fachgebiete
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Frontmatter
I -
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Inhalt
V -
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Einleitung
1 -
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1. Biographischer Hintergrund
19 -
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2. Diplomatie als Beruf – das Bild des Gesandten im späten 16. Jahrhundert
34 -
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3. Handlungsmöglichkeiten und Wirkungsgrenzen – Bongars’ diplomatische Tätigkeit im Reich
48 -
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4. Zur Praxis der Gelehrsamkeit – Sammeln, Tauschen, Edieren von Büchern und das Verfassen eigener Schriften
86 -
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5. Empfänger der politischen Berichterstattung: Der französische Hof und die Pariser Parlamentsjuristen
109 -
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6. Informierte Gelehrte – gelehrte Informanten. Die Reichsstädte: Knotenpunkte des Kommunikationssystems der Diplomaten
129 -
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7. Die gelehrten Räte an den protestantischen Höfen im Reich
170 -
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8. Exkurs. Wissenschaftsinteresse und Wissenschaftsförderung – Kontakte zu Ärzten, Alchemisten, Astronomen und Astrologen
200 -
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9. Die Zusammenarbeit mit niederländischen und englischen Gesandten und Informanten
228 -
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10. Die Ostachse der Beziehungen – Kontakte nach Böhmen, Mähren und Schlesien
243 -
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Schluss. Einige Thesen zur frühneuzeitlichen Diplomatie
261 -
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Backmatter
271
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10785 Berlin
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