Home Religion, Bible & Theology The Apocalypse of Pseudo-Methodius
Chapter
Licensed
Unlicensed Requires Authentication

The Apocalypse of Pseudo-Methodius

  • Albrecht Berger
Become an author with De Gruyter Brill
Methodius of Olympus: De lepra
This chapter is in the book Methodius of Olympus: De lepra

Abstract

Um das Jahr 692 entstand in Syrien ein apokalyptischer Text, der sich als Werk des Methodius von Olympus ausgibt. Beruhend auf den in den Jahrhunderten zuvor entstandenen Vorstellungen und zugleich aus der aktuellen politischen Situation heraus schildert er das Ende der Welt, das nahe Kommen des Antichrist und das folgende ewige Reich Gottes. Dieser Text, der sogenannte Pseudo-Methodius, wurde bald ins Griechische und Lateinische übersetzt und hat in dieser Gestalt großen Einfluss in der orthodoxen wie der westlichen Welt ausgeübt. Die griechische Übersetzung entstand bereits zur Zeit der arabischen Belagerung Konstantinopels 717/18 und enthält einen Zusatz über den Angriff der „Ismaeliten“ auf die Stadt kurz vor dem Ende der Welt und ihre folgende Niederlage durch die Römer, der die Vorstellungen über den künftigen Untergang von Konstantinopel für Jahrhunderte geprägt hat. Mehrere spätere Texte, die das Ereignis mit immer neuen Details beschreiben und sich dabei teils als Visionen Daniels ausgeben, gehen auf den griechischen Pseudo-Methodius zurück und sind die Quelle für die Schilderung der Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen 1453 bei dem Historiker Dukas, ebenso wie für die Vorstellungen der neuzeitlichen Griechen über die Befreiung von den Türken durch einen schlafenden und zuletzt auferstehenden Kaiser.

Abstract

Um das Jahr 692 entstand in Syrien ein apokalyptischer Text, der sich als Werk des Methodius von Olympus ausgibt. Beruhend auf den in den Jahrhunderten zuvor entstandenen Vorstellungen und zugleich aus der aktuellen politischen Situation heraus schildert er das Ende der Welt, das nahe Kommen des Antichrist und das folgende ewige Reich Gottes. Dieser Text, der sogenannte Pseudo-Methodius, wurde bald ins Griechische und Lateinische übersetzt und hat in dieser Gestalt großen Einfluss in der orthodoxen wie der westlichen Welt ausgeübt. Die griechische Übersetzung entstand bereits zur Zeit der arabischen Belagerung Konstantinopels 717/18 und enthält einen Zusatz über den Angriff der „Ismaeliten“ auf die Stadt kurz vor dem Ende der Welt und ihre folgende Niederlage durch die Römer, der die Vorstellungen über den künftigen Untergang von Konstantinopel für Jahrhunderte geprägt hat. Mehrere spätere Texte, die das Ereignis mit immer neuen Details beschreiben und sich dabei teils als Visionen Daniels ausgeben, gehen auf den griechischen Pseudo-Methodius zurück und sind die Quelle für die Schilderung der Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen 1453 bei dem Historiker Dukas, ebenso wie für die Vorstellungen der neuzeitlichen Griechen über die Befreiung von den Türken durch einen schlafenden und zuletzt auferstehenden Kaiser.

Downloaded on 15.1.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/9783111350790-011/html
Scroll to top button