China in der Literatur der Zwischenkriegszeit
-
Katrin Hudey
Über dieses Buch
Nach dem Ersten Weltkrieg lässt sich in der deutschsprachigen Literatur ein regelrechter China-Trend beobachten. Zahlreiche Autor:innen widmeten sich aus unterschiedlichen, zunehmend auch politischen Motiven der asiatischen Kultur. Viele dieser Texte sind heute vergessen. Auf der Grundlage einer umfassenden Recherche untersucht die Studie aus verflechtungsgeschichtlicher Perspektive die Darstellungen Chinas in der Literatur der Zwischenkriegsjahre und zeigt, dass China zwischen 1919 und 1937/39 von einem fremden und exotischen Land den einen zum politischen Vorbild, den anderen zum politischen Drohbild wird. In Fallstudien zu kanonischen und nicht-kanonischen Autor:innen, darunter Alfred Döblin, Rudolf Brunngraber, Egon Erwin Kisch, Colin Ross und Pearl S. Buck, werden die verschiedenen Motivlagen der Autor:innen, ihre Narrative und Bilder von China vergleichend diskutiert. Da das Interesse an China auch 1933 nicht abriss, erfasst ein Exkurs zu deutsch-chinesischen Zeitschriften die Auswirkungen dieser politischen Zäsur. Eine ausführliche Bibliographie verzeichnet über 200 zeitgenössische deutschsprachige Titel der mit China befassten Literatur und liefert damit Material für weitere Studien.
Information zu Autoren / Herausgebern
Katrin Hudey, Universität Heidelberg, Deutschland
Rezensionen
trägt zur Forschung mit neuen Themen und Thesen bei: Erstens. Sie schließt eine Lücke in der
literarturgeschichtlichen Darstellung und räumt mit der These auf, es habe während der NS-Zeit
in Deutschland keine nennenswerte literarische Beschäftigung mit China gegeben. Zweitens. Sie
zeigt die Vielfältigkeit der China-Bilder, die jenseits der reinen Belletristik und der kanonisierten
Literatur zu finden sind, vermeidet und korrigiert – durchaus kritisch reflektierend – übermäßige
Verallgemeinerungen oder einseitige Schlussfolgerungen. Drittens. Sie integriert Konzepte der
Kulturtransferforschung, die heterogene Rezeptionsgeschichte jenseits der Austauschbeziehungen
zwischen zwei Kulturen zu rekonstruieren erlaubt, und demonstriert auf imponierende Weise die
notwendige Öffnung der nationalen Philologie hin zur Global Philology. In diesem Sinne ist Hudeys
Studie ohne Zweifel zukunftweisend." Yongqiang Liu, Yulu Xie in: Zeitschrift für Germanistik 2/2024
Fachgebiete
-
PDF downloadenÖffentlich zugänglich
Frontmatter
I -
PDF downloadenÖffentlich zugänglich
Danksagung
V -
PDF downloadenÖffentlich zugänglich
Inhalt
VII -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
1 Einleitung: Zwischen „gelber Gefahr“ und „gelber Hoffnung“
1 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
2 Historisches China und gegenwärtiges Deutschland
25 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
3 Die ‚Zäsur 1933‘ im Spiegel der deutschen Asienpresse
131 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
4 Reisen nach China – literarische Berichte und Reportagen
193 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
5 Importierte Bestseller – NS-deutsche Lektüren von Pearl S. Bucks Chinatrilogie The House of Earth
311 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
6 Das „Neue China“ in der deutschen Literatur
353 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Anhang: Bibliographie deutschsprachiger China- Literatur 1920–1940
371 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Quellen- und Literaturverzeichnis
387 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Abbildungsverzeichnis
421 -
Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziertLizenziert
Personenregister
423
-
Herstellerinformationen:
Walter de Gruyter GmbH
Genthiner Straße 13
10785 Berlin
productsafety@degruyterbrill.com