Buch
Open Access
Semantische Spezialisierung vs. Polysemie
Interpretationsbesonderheiten bei Komplementreduktionen lexikalischer Einheiten
-
Tanja von der Becke
Sprache:
Deutsch
Veröffentlicht/Copyright:
2021
Über dieses Buch
OA-Transformationspaket 2021
Die vorliegende Studie stellt die in der internationalen Forschungsliteratur zur Argumentweglassung weit verbreitete Annahme, dass objektlosen Varianten der Verben, die Argumentweglassung erlauben, häufig mit semantischen Spezialisierungen – (In-)Definitheit, sortale Spezifikation, implizite Reflexivität und Polarisierung – verbunden sind, in Frage.
In Korpusrecherchen und Fragebogenuntersuchungen geht es vor allem darum zu ermitteln, ob es vor dem Hintergrund einer Polysemie-Hypothese nicht unter Umständen angebrachter wäre, die Weglassungsoption einer von mehreren Verblesarten zuzuordnen, der sie – zumindest was die sortale Einengung des Objekts betrifft – dann keine Interpretationsbesonderheiten im Vergleich mit der Vollvariante hinzufügt. Vielmehr übernimmt sie die sortalen Besonderheiten der jeweiligen Verblesart; die Weglassung wäre somit sortal‐semantisch neutral.
Umfangreiche Einzelverbuntersuchungen werden zeigen, dass einzig die Festlegung auf kontextuell gegebene Argumente bei definiter Weglassung als Effekt von lexikalisch bedingter Weglassung analysiert werden kann. Alle anderen beobachtbaren semantischen Besonderheiten impliziter Argumente ergeben sich aus den reichhaltigen Polysemiestrukturen der untersuchten Verben.
In Korpusrecherchen und Fragebogenuntersuchungen geht es vor allem darum zu ermitteln, ob es vor dem Hintergrund einer Polysemie-Hypothese nicht unter Umständen angebrachter wäre, die Weglassungsoption einer von mehreren Verblesarten zuzuordnen, der sie – zumindest was die sortale Einengung des Objekts betrifft – dann keine Interpretationsbesonderheiten im Vergleich mit der Vollvariante hinzufügt. Vielmehr übernimmt sie die sortalen Besonderheiten der jeweiligen Verblesart; die Weglassung wäre somit sortal‐semantisch neutral.
Umfangreiche Einzelverbuntersuchungen werden zeigen, dass einzig die Festlegung auf kontextuell gegebene Argumente bei definiter Weglassung als Effekt von lexikalisch bedingter Weglassung analysiert werden kann. Alle anderen beobachtbaren semantischen Besonderheiten impliziter Argumente ergeben sich aus den reichhaltigen Polysemiestrukturen der untersuchten Verben.
Information zu Autoren / Herausgebern
Tanja von der Becke, Universität Siegen.
Fachgebiete
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Frontmatter
I -
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Open-Access-Transformation in der Linguistik
V -
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Vorwort
VII -
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Inhaltsverzeichnis
IX -
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1 Einleitung
1 -
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2 Lexikalische Repräsentation von Valenz
32 -
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3 Mehrdeutigkeiten sprachlicher Ausdrücke
64 -
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4 Lesartendifferenzierung
81 -
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5 Semantische Spezialisierungen impliziter Argumente
126 -
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6 (In-)Definitheit impliziter Argumente
278 -
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7 Schlussbetrachtung
302 -
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8 Appendix
307 -
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9 Literatur
325 -
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10 Belegverzeichnis
343 -
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11 Abbildungsverzeichnis
353 -
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Register
355
Informationen zur Veröffentlichung
Seiten und Bilder/Illustrationen im Buch
eBook veröffentlicht am:
19. April 2021
eBook ISBN:
9783110726268
Gebunden veröffentlicht am:
19. April 2021
Gebunden ISBN:
9783110726831
Seiten und Bilder/Illustrationen im Buch
Frontmatter:
11
Inhalt:
355
Abbildungen:
23
Tabellen:
9
Zielgruppe(n) für dieses Buch
Forschende und Lehrende der Linguistik und Germanistik
Creative Commons
BY 4.0
Sicherheits- und Produktressourcen
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Genthiner Straße 13
10785 Berlin
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