Gold in der europäischen Heldensage
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Herausgegeben von:
Heike Sahm
, Wilhelm Heizmann und Victor Millet
Über dieses Buch
Die hohe kulturelle Bedeutung des Goldes lässt sich an archäologischen Funden wie Grabbeigaben oder Schätzen ablesen. Auch die überlieferten Zeugnisse der Heldendichtung zeigen den besonderen Stellenwert des Metalls an: Helden tragen goldene Rüstungsgegenstände, Herrscherinnen sind goldgeschmückt, und der Raub von Gold hat fatale Folgen. Angesichts dieses Befundes wird die Frage nach der kulturellen Bedeutung des Goldes in der europäischen Heldendichtung des frühen Mittelalters erstmals gestellt. Der vorliegende Band unternimmt dies im Dialog mit der Archäologie und im Rückgriff auf Methoden und Ergebnisse der historischen Narratologie, Anthropologie und Geschichtswissenschaft und stellt die Frage nach der Bedeutung der goldenen Gegenstände im Kontext der erzählten Welten der volkssprachigen und lateinischen Literaturen Mittel- und Nordeuropas.
Die Übersicht über die hier diskutierten Texte lässt eine Eigentümlichkeit erkennen: Geraubt oder präsentiert oder geschenkt werden Artefakte aus Gold. Im Unterschied zur aus dem archäologischen Befund ermittelbaren kulturellen Praxis wird kaum davon erzählt, dass goldene Gegenstände geschmolzen, gemahlen und neu verarbeitet werden. Der Wert der in der Literatur imaginierten Gold-Dinge ist nicht nur von ihrem Grundstoff abhängig, sondern mehr noch von der spezifischen Geschichte der Herkunft und Weitergabe des Artefakts.
- Erste umfassendere Darstellung zum Thema ‚Gold in der Heldensage‘.
- Schwerpunkt liegt auf den germanischen Literaturen unter Einbeziehung der romanischen und antiken Überlieferung.
- Korrelation von Befunden aus Archäologie und Literaturwissenschaft.
Information zu Autoren / Herausgebern
Heike Sahm, Universität Göttingen; Wilhelm Heizmann, LMU München und Victor Millet, Universidade de Santiago, Spanien.
Rezensionen
"Der Band ist also allein schon durch seine Breite ein Genuss – wenn nicht gar ein Muss. Hinzu kommt, dass die an der Sachkultur des Mittelalters orientierten das Buch gewissermaßen ‚flankierenden‘ Beiträge erfreulicherweise durch Abbildungen ergänzt und damit erweitert werden, ist es doch immer angenehmer, zur Beschreibung eines Brakteaten etwa auch dessen Bild anschauen zu können. Dies sowie die jeweiligen umfangreichen bibliographischen Angaben und nicht zuletzt auch der aussagekräftige Registerteil machen diese Publikation unabdingbar – und sei es auch ‚nur‘ als Erwerbungsempfehlung für die jeweilige Fachbibliothek."
Jörg Füllgrabe in: Literaturkritik (08.07.2019), https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=25828 Abgerufen am 11.09.2019
Fachgebiete
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Frontmatter
I -
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Vorwort
V -
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Inhaltsverzeichnis
VII -
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Einleitung: Gold in der Heldensage
1 -
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Drachengold. Schatzfunde des Nordens im ersten Jahrtausend n. Chr.
13 -
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Schätze voller Armringe aus Kaisergold und Goldgriffschwerter aus der Halle des Kaisers. Erinnerungen an die Sachkultur der Völkerwanderungszeit in der Heldendichtung des Mittelalters?
35 -
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Sagenhafte Schatzfunde bei Gregor, Fredegar, Paulus Diaconus und anderen. Narrative von der Entstehung und Rechtfertigung von Schätzen
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Gold and the heathen polity in Beowulf
72 -
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The Gold in Beowulf and the Currencies of Fame
115 -
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Held und Gold. Zu Stellenwert und Funktion von Metallen im Heldenepos
142 -
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Was sind goldene Waffen wert?
174 -
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Gold und Gebärde. Zur Funktion herrschaftlicher Prachtentfaltung in heldenepischen Texten
188 -
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Der Ring Andvaranaut und sein Fluch
233 -
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Draupnir, Andvaranaut und die freigiebigen Ringgeber. Zum Symbolgehalt von Ringen im Altnordischen
246 -
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Milli skriptanna, spengr af gulli. On the Conversion of Gold and other Valuables in Sagas and Skaldic Poetry
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Die Metamorphosen des roten Goldes. Narratologie, Semantik und Semiotik von Gold (und Silber) in der Hrólfs saga kraka und anderen Texten der altwestnordischen Heldenepik
275 -
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Das Gold der römischen Kaiser
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Register
331
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10785 Berlin
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