Indian Philology and South Asian Studies
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Herausgegeben von:
Albrecht Wezler
und Michael Witzel
Die beiden großen Epen des (alten) Indiens, das Mahābhārata und das Rāmāyaņa, sind in einer Sprache verfaßt, die sich in vielen Einzelheiten von der Hochsprache des (sog.) klassischen Sanskrit unterscheidet. Die Grammar of Epic Sanskrit bietet nun zum ersten Mal, und dies auf der Grundlage der beiden kritischen Editionen, eine (möglichst) vollständige Zusammenstellung solcher Abweichungen. In aller Regel ist dabei der Kontext, in dem eine unregelmäßige Form oder Konstruktion steht, im Originaltext und in Übersetzung gegeben. Damit transparent wird, wie es zur Entstehung der phonologischen, morphologischen und syntaktischen Besonderheiten des epischen Sanskrit gekommen ist, sind in jedem einzelnen Falle sprachwissenschaftliche Erklärungen beigegeben. Darüber hinaus finden sich in einem Anhang all die Verbformen (unter Angabe der Textstellen) verzeichnet, die innerhalb des Sanskrit zum ersten Mal im Epos belegt sind. Umfangreiche Indizes erschließen das Werk. Durchgehend angebrachte Verweise auf die entsprechenden Paragraphen der Standard-Grammatiken des Sanskrit erhöhen den praktischen Wert des Buches für den Benutzer.
Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit der Laghukathā, einer Prosagattung der modernen Hindiliteratur, die sich durch extreme Kürze (durchschnittlich 500 Wörter) sowie sozial-politisches Engagement auszeichnet und seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts in hindisprachigen Tageszeitungen und Zeitschriften veröffentlicht wird. Die Bedeutung der Laghukathā im Kontext der modernen Hindiprosa liegt darin, daß sie als Gattung in der indigenen Tradition verwurzelt ist: indische, mündliche wie schriftliche Formen sind modernisiert worden, während es sich z.B. bei Hindi-Kurzgeschichten und -Romanen um aus dem Westen importierte Gattungen handelt, die an die eigenen Bedürfnisse angepaßt und indisiert wurden.
Eine ausführliche Analyse von ca. 280 Primärtexten sowie eine Kritik der relevanten Sekundärliteratur in Hindi geben einen umfassenden Überblick über die literarischen Eigenarten und die historische Entwicklung dieser Gattung und ermöglichen es schließlich, die Charakteristika einer "idealtypischen" Laghukathā darzustellen. Das Bild wird durch Übersetzungen von ca. 50 repräsentativen Texten aus dem Hindi ins Englische abgerundet, die einer westlichen Leserschaft erstmalig einen Einblick in diese Gattung ermöglichen.
Der Theravada-Buddhismus bediente sich seit seinen Anfängen zur Tradierung seiner heiligen Texte des Pali. Diese Sprache wird in der vorliegenden Grammatik in allen Einzelheiten und unter fortlaufendem Verweis auf relevante Sekundärliteratur beschrieben. Da andere mittelindische Sprachen - die sogenannten Prakrits - phonologisch und morphologisch weithin ähnlich gebaut sind und da durchgehend auf vergleichbare Erscheinungen dieser Sprachen verwiesen wird, kann diese Grammatik nicht nur beim Studium der religionsgeschichtlich so wichtigen buddhistischen Literatur Verwendung finden, sondern auch bei dem der Texte des Jainismus, der Schwesterreligion des Buddhismus. Umfangreiche Sach-, Wort- und Stellenregister erschließen das Werk, eine beigefügte Konkordanz zwischen ihm und den Grammatiken von Richard Pischel, Wilhelm Geiger und Oskar von Hinüber erleichtert deren Beiziehung für die Beurteilung sprachlicher Gegebenheiten.
Das Handbuch bietet einen Überblick über die gesamte Literatur des Theravada-Buddhismus (Ceylon, Südostasien) in Pali. Neben einer Zusammenfassung der bisherigen Forschung auf diesem Gebiet bilden neue methodische Ansätze und die Behandlung der späteren Pali-Literatur (nach dem 12. Jahrhundert) Schwerpunkte.