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series: Jahrbuch des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes
Reihe

Jahrbuch des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes

  • Herausgegeben von: Andreas Kranebitter und Christine Schindler
  • Im Auftrag von: DÖW
eISSN: 2941-6930
ISSN: 1012-4535
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Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) gehört zu den renommiertesten Institutionen bei der Aufarbeitung der NS-Geschichte in Österreich. Es wurde 1963 von ehemaligen Widerstandskämpfer*innen und Verfolgten des NS-Regimes sowie Wissenschafter*innen gegründet. Ziel des seit 1986 erscheinenden Jahrbuchs des DÖW ist es, die NS-Herrschaft nicht nur aus der Sicht der Zeitgeschichtsforschung, sondern auch in interdisziplinärer Herangehensweise zu beleuchten – sei es aus den Perspektiven verschiedener Wissenschaftsdisziplinen, der Bildung, der Gedenkkultur oder des künstlerischen Bereichs. Autor*innen kommen aus dem DÖW, das Jahrbuch versteht sich aber auch als Forum für internationale Wissenschafter*innen. Es erscheint jeweils mit einem Schwerpunktthema.

Buch Open Access 2026
Band 2025 in dieser Reihe
Im Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Sieben Jahre nach dem „Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich wurde Wien im April 1945 befreit, das KZ Mauthausen am 5. Mai. Das Jahrbuch des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes 2025 geht entlang verschiedener Ereignisse und Schicksale der Aufarbeitung der NS-Zeit im besetzten Österreich nach. Es handelt von den innen- und außenpolitischen Einflüssen auf Entnazifizierung und Opferfürsorge ebenso wie von der Identifizierung der Opfer des Massakers im Zuchthaus Stein an der Donau in den letzten Kriegstagen, es beschreibt die Unrechtsjustiz am Sondergerichtshof Marburg an der Drau und ihre juristische Aufarbeitung nach dem Krieg sowie den Prozess im Jahr 1987 gegen Klaus Barbie, den Gestapo-Leiter von Lyon. Das Buch beleuchtet ein privates Fotoalbum aus der besetzten Ukraine und die Schicksale der Wiener*innen Egon Berliner, Ruth Maier, Jura Soyfer und Friedrich Vogl. Holocaust, Widerstand und Mitläufertum sind ebenso Themen wie aktuelle rechtsextreme Geschichtsverständnisse und Feindbilder der extremen Rechten in der Corona-Pandemie. Dank der Suche nach Fakten und Dokumenten sowie der Arbeit mit persönlichen Zeugnissen und Erinnerungen bietet „Nach der Befreiung" eine integrierte kritische Geschichtsbetrachtung.
Buch Open Access 2023
Band 2023 in dieser Reihe

Das Jahrbuch des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW) untersucht seit 1986 alle Aspekte des Nationalsozialismus. Dieses Bemühen um Erforschung und Aufarbeitung bleibt immer fragmentarisch. Zu viele Zeug*innen haben nicht überlebt, Dokumente wurden vernichtet, Erinnerungen lange abgewehrt. Dem trägt das Jahrbuch 2023 mit dem Titel „Bruchstücke" Rechnung. Die präzisen Einblicke der einzelnen Beiträge fügen sich wie Splitter zu verschiedenen Themen in ein Mosaik: die Befragung von ehemaligen SS- und Wehrmachtsangehörigen durch einen Auschwitz-Überlebenden in den 1960er Jahren in Deutschland, private Filmaufnahmen aus dem Kriegsgefangenenlager Stalag XVII A, die Erinnerung an den bewaffneten Widerstand der Kärntner Partisan*innen, die Vertreibung eines Kinderstars der Operette aus Wien, das Schicksal der ersten von Wien ins besetzte Polen deportierten Juden, das tödliche Bombenattentat auf österreichische Roma 1995, Demokratiebildung und rechtsextreme Einstellungen in migrantischen Communities. Das Buch skizziert verschiedene historische und aktuelle Ansätze und Motivationen von Forschenden ebenso wie die digitale Umsetzung von Ergebnissen heute.

Heruntergeladen am 15.3.2026 von https://www.degruyterbrill.com/serial/doew-b/html
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