Epistemologien der Geste
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Herausgegeben von:
Luca Viglialoro
und Johannes Waßmer
Über dieses Buch
Die römische Rhetorik stellt bislang das prominenteste Denkparadigma für das Verständnis der Geste als Analogon der Sprache dar. Die Tradition der «eloquentia corporis», in die sich die maßgeblichen Reflexionen Quintilians und ein wichtiger Teil westlicher Medienkulturen einschreiben, hat uns die heute immer noch in den sogenannten Gesture studies unterschiedlich vertretene Idee überliefert, Gesten lassen sich als eine eigene Körpersprache und somit als Formen des somatischen Wissens auffassen, die ihre syntaktische Natur im Augenblick ihres Vollzugs ausloten. Was passiert aber, wenn die Geste nicht mehr bloß als Kodex, als Medium einer anderweitig sprachlich artikulierbaren Botschaft interpretiert werden kann? Was, wenn eine derartige Mittel-Zweck-Relation der Komplexität sinnstiftender Gesten theoretisch und analytisch nicht mehr gerecht wird, wie es bei der Kunst der Fall ist?
Der Band geht der Frage nach der immanenten Reflexivität von Gesten als Formen materieller Wissensgestaltung nach, d.h. er ist einer ästhetischen Epistemologie gewidmet, die ihre Leistungen an der Schnittstelle zwischen Körper und Medien prozessiert. Dafür wird die operative Ästhetik von Bildern, Texten und weiteren Medien im Hinblick darauf erforscht, ihre spezifischen Gesten zu erfassen.
Information zu Autoren / Herausgebern
Luca Viglialoro, Hochschule der Bildenden Künste Essen; Johannes Waßmer, Universität Osaka, Japan.
Fachgebiete
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Frontmatter
I -
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Inhaltsverzeichnis
V -
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Epistemologien der Geste: Auf dem Weg zu einer immanenten Medienästhetik
1 - Körper
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Zu einer Ontologie und einer Politik der Geste
13 -
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Theater der Geste
23 -
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Geste oder blinder Fleck der Epistemologie
37 - Medien
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Autorschaft als Geste – Assoziationen nach Agamben
59 -
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Zur Geste der Medien
75 -
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Negation und Unterbrechung: Konturen einer Medienästhetik der Geste
93 -
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Die Geste als liminale Heuristik: Grenzen der Erkenntnis und das Seppuku von Mishima Yukio
105 - Künste
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Simplicianische Handfertigkeiten: Die Geste als art de faire
121 -
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Spuren von Bewegung in der Kunst als Geste – am Beispiel von Anton Giulio Bragaglia und Karl Otto Götz
145 -
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Nicht der große Wurf: Vom Eros des Gesprächs zu einer Begehrensdynamik des Schaffens
157
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