Emotionen in der Romantik
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Herausgegeben von:
Walter Pape
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In Zusammenarbeit mit:
Antje Arnold
Über dieses Buch
Romantik und Emotionsdarstellung scheinen genuin zusammenzugehören: Mit der Fokussierung der Ästhetik der Emotionen, ihrer gattungstypischen Inszenierung und Repräsentation bei Arnim, Günderrode, Goethe, Heine, Hoffmann, Schiller, Tieck u.a. bietet der Band eine breite Erarbeitung dieses Spannungsverhältnisses. Emotionstheoretisch gilt auch heute noch Herders Diktum: „Empfindung und Wort sind sich so gar entgegen: der wahrhafte Affekt ist stumm, durchbraust unsre ganze Brust inwendig eingeschlossen.“ Die Beiträge analysieren entsprechend den ›Umgang‹ mit bzw. die Repräsentation von Emotionen in der Literatur der Romantik. Die Tatsache, dass Gefühle anderer nie direkt zugänglich sind und eigene Gefühle nur durch willkürliche Zeichen (Worte) oder Körperzeichen anderen vermittelt bzw. dem Fühlenden bewusst werden können, steht im Mittelpunkt des Interesses an literarischen Gefühlsdarstellungen. Emotionen sind in der Wahrnehmung, auch in der Eigenwahrnehmung immer schon vermittelt; für fiktionale Emotionsdarstellungen würde, denkt man die Mittelbarkeit zu Ende, also gelten, dass sie nur „als diskursive bzw. ästhetische, nicht als real-psychische Entitäten“ existieren (Rüdiger Schnell).
Information zu Autoren / Herausgebern
Walter Pape, Universität zu Köln.
Zusatzmaterial
Fachgebiete
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Frontmatter
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Inhalt
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Vorwort
vii - REPRÄSENTATION EXISTENZIELLER GEFÜHLE
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Menschwerdung durch Gefühle – Gefühlserregung durch eine Übermenschliche: Schillers »Jungfrau von Orleans« zwischen Aufklärung und Romantik
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Liebestod: Goethe »Der Gott und die Bajadere« und Günderrode »Die Malabarischen Witwen«
21 -
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»Man müsste ihn so lieben können, dass man für ihn sterben würde «: Emotionen im Märchen »Blaubart« und Arnims Bearbeitung in seinem Roman »Die Kronenwächter«
33 -
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Fremde Gefühle: Ferne Frauen in Achim von Arnims Erzählungen
53 -
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Liebe und Körperlichkeit in L. Achim von Arnims »Gräfin Dolores« und in Goethes »Wahlverwandtschaften«
69 -
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Inszenierte Sinnlichkeit: Zur Funktion der Erotik-Darstellungen bei Heine
85 -
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Gezähmte Gefühle: Ernst von Feuchtersleben und Ferdinand Raimund
99 - ÄSTHETIK DER GEFÜHLE
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»Du fühlst es besser, fühlst es tief und – schweigst«: Liebe, Schönheit und Kunst in Goethes Torquato Tasso
115 -
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»Eine wahre Geschichte zur lehrreichen Unterhaltung armer Fräulein«: Zur Emotionalisierung in Arnims »Gräfin Dolores«
127 -
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»Durch die Kunst läst sich dieses ahnden«: Achim von Arnim im Kontext zeitgenössischer Konzepte von Gefühlserkenntnis der Kunst
139 -
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Hinter Glas: Romantische Facetten eines modernen Topos bei Hoffmann, Arnim und Tieck
155 - GATTUNGSTYPISCHE INSZENIERUNG VON GEFÜHLEN
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»Ja, wenn man Tränen schreiben könnte«: Erzählte Tränen, gespielte Tränen um 1800
171 -
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»Was klingt im Ohr, was schlägt das Herz?« Arnims Lyrik zwischen Vitalismus und religiöser Besinnung
185 -
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Erkenntnis unter Blättern: Affekt und Selbstgefühl in Arnims Gedicht »Waldgeschrey« / »Stolze Einsamkeit«
215 -
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Die Emotionalisierung der Berichterstattung im »Preußischen Correspondenten« durch Achim von Arnim
233 -
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Tiecks geneigter Leser: Leserapostrophen als Symptome des Zweifels des Autors über die Wirkung seiner Texte
243 -
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Literaturverzeichnis
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Register
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Verzeichnis der Beiträgerinnen und Beiträger
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