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Reihe

Refigurationen

Italienische Literatur und Bildende Kunst
  • Herausgegeben von: Sebastian Schütze und Maria Antonietta Terzoli
ISSN: 2367-0460
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Schon in der Antike werden Malerei und Dichtung als Schwesterkünste beschrieben. Die produktiven Wechselwirkungen und der kritische Dialog zwischen beiden Künsten sind im Bereich der italienischen Literatur besonders intensiv und epochenübergreifend wirksam. Die Auseinandersetzung mit der jeweils anderen Kunst hat entscheidend dazu beigetragen, Grenzen und Möglichkeiten der eigenen Kunst auszuloten und theoretisch zu reflektieren, aber auch im Wettstreit mit dem Anderen mediale Grenzen zu erweitern und neu zu definieren. Der Dialog von Literatur und bildender Kunst ist vielfach Katalysator innovativer Konzepte und medialer Grenzerfahrungen und berührt Grundfragen dichterischer wie bildkünstlerischer Produktion ebenso wie die von Bildern und Texten gleichermassen strukturierten Erfahrungs- und Erwartungshorizonte eines sich immer stärker differenzierenden Publikums.

Die Reihe Refigurationen möchte die vielfältigen Facetten des Themas systematisch in transdisziplinärer Perspektive ausloten. Sie versteht sich als aktuelles Forum eines Literatur- und Kunstwissenschaft verbindenden Dialoges, der methodische Fragen an zentralen Themen der europäischen Geistesgeschichte entwickelt und erprobt.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2024
Band 4 in dieser Reihe

Boccaccios Werke sind schon früh europaweit rezipiert worden, das spiegelt sich eindrucksvoll in den prachtvoll illuminierten Handschriften von Filocolo, Filostrato und Teseida, von De casibus virorum illustrium, De mulieribus claris und Decameron. Die Novellen des Decameron, dieses unterhaltsamen wie tiefgründigen Kosmos des Menschlich Allzumenschlichen, wurden auf Hochzeitstruhen, in Tafelbildern und Wandfresken dargestellt und haben vor allem mit Pier Paolo Pasolinis filmischem Reenactment von 1971 den Weg in die Moderne gefunden.

Nach Dante, Petrarca und Tasso liegt mit Boccaccio und die bildenden Künste der vierte Band unserer transdisziplinären, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte verbindenden Reihe vor. Thematische Schwerpunkte bilden die Zeichnungen Boccaccios und die Entwicklung seiner Porträtikonographie, die illuminierten Handschriften und ihre höfischen Auftraggeber, die erste mit Holzschnitten illustrierte Inkunabel des Filocolo von 1478, die einflussreichen Biografien antiker Künstlerinnen in De mulieribus claris und die Wirkungsgeschichte der künstlerisch und kunsttheoretisch bedeutsamen Novellen des Decameron.

Blick ins Buch

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2021
Band 3 in dieser Reihe

Petrarca hat sich intensiv mit den bildenden Künsten seiner Zeit auseinandergesetzt. Er besaß ein Madonnenbild Giottos und beauftragte Simone Martini mit dem einzigartigen Frontispiz seines Vergilcodex. Seine Werke sind Schlüsseltexte für die Entdeckung der Landschaft und die humanistische Villenkultur ebenso wie für das weibliche Porträt und die Triumphikonographie der Renaissance und des Barock. Der mit Petrarca verbundene Mythos des Dichterfürsten bietet bis in die Moderne hinein eine produktive Projektionsfläche für Literaten und Künstler gleichermaßen. Die Beiträge des Bandes eröffnen im Dialog zwischen Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte neue Perspektiven auf zentrale Aspekte von Leben und Werk Petrarcas und seine Bedeutung als Ausstrahlungsphänomen der europäischen Kulturgeschichte.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2018
Band 2 in dieser Reihe

Mit „Gerusalemme Liberata" erneuerte Torquato Tasso das antike Heldenepos. Schon zu Lebzeiten setzte eine intensive bildkünstlerische Auseinandersetzung mit dem Werk ein: sowohl die militärischen Ereignisse des Kreuzzuges als auch die tragischen Liebesgeschichten bewegten Künstler und Publikum. Zugleich wurden Tassos „Discorsi dell’arte poetica" zur Folie für Theorie und Praxis des Historienbildes. Um 1800 trat schließlich die Person des Dichters in den Vordergrund als Modell für den in und an der Welt leidenden modernen Künstler.

Im Dialog von Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte werden neue Forschungen zum Thema Tasso und die Bilder präsentiert. Im Zentrum stehen dabei die ekphrastische Tradition und bedeutende bildkünstlerische Tasso-Interpretationen, wie etwa von Nicolas Poussin.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2016
Band 1 in dieser Reihe

Als Urtext der europäischen Literatur ist Dantes Commedia seit Jahrhunderten Gegenstand einer exegetischen Tradition, die zahllose Kommentare und Auslegungen, aber auch wirkmächtige figurative Interpretationen hervorgebracht hat. Der Dichter selbst war mit der Kunst seiner Zeit bestens vertraut, die Bildhaftigkeit seiner Sprache hat Generationen von Lesern Hölle, Läuterungsberg und Paradies plastisch vor Augen gestellt und große Künstler, von Giotto bis zu Blake, Delacroix und Rodin, zu immer neuer Auseinandersetzung motiviert.

Der erste Band der "Refigurationen" stellt diesen Dialog von Literatur und bildender Kunst dar, der vielfach zum Katalysator innovativer Konzepte und medialer Grenzerfahrungen wird und zugleich Grundfragen dichterischer wie bildkünstlerischer Produktion berührt.

Heruntergeladen am 24.2.2026 von https://www.degruyterbrill.com/serial/ref-b/html?lang=de
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