Prinz-Albert-Studien
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Herausgegeben von:
Franz Bosbach
Die Prinz-Albert-Gesellschaft hat sich zur Aufgabe gemacht, die britisch-deutschen Beziehungen in Wissenschaft, Kultur und Politik zu pflegen. Alljährlich finden unter dieser Prämisse Tagungen statt, deren Beiträge in den Prinz-Albert-Studien veröffentlicht werden und die viele interessante Aspekte der britisch-deutschen Beziehungen verdeutlichen.
Die Frage nach dem Verhältnis von Religion und Politik steht durch das gesteigerte Interesse am Phänomen der Religion und ihren verschiedenen kulturellen Kontexten aktuell im Fokus. Die politische Relevanz des Religiösen und die Interdependenz zwischen politischer und religiöser Sphäre sind aber schon von jeher ein bevorzugter Gegenstand der Mittelalterforschung. Die Beiträge dieses Bandes stellen die von der Forschung herausgearbeitete prinzipielle Untrennbarkeit beider Sphären, aber auch die Anfänge einer Differenzierung und relativen Eigenständigkeit von Religion und Politik in den Rahmen des deutsch-britischen Vergleichs. Dieser ermöglicht, nationalgeschichtlich bedingte Engführungen der Forschungstraditionen festzustellen und zumindest Ansätze zu ihrer Überwindung auszuarbeiten.
In diesem Band werden von namhaften Historikern deutsche und britische Staatsmänner im Krieg vom Siebenjährigen Krieg bis zum zweiten Weltkrieg verglichen. Die biographischen Beiträge reichen von Friedrich dem Großen und William Pitt dem Älteren, William Pitt dem Jüngeren und Joseph II., William Gladstone und Bismarck, David George und Wilhelm II. bis zu Churchill und Hitler. Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Kriegsführung sowie Bezüge zur aktuellen politischen Lage werden eindrucksvoll dargestellt. Damit liefert der Band wichtige Ergebnisse, die weitere Forschungen anregen werden.
Mit einem Beitrag von Christopher Clark, Deutscher Historikerpreis 2010: "Supreme Warlord: Kaiser Wilhelm II in Wartime".
Die Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Industrie war (spätestens) seit dem 19. Jahrhundert immer wieder Gegenstand sorgenvoller Blicke auf eigene Schwächen und fremde Stärken. Am Beispiel britischer und deutscher Debatten der jüngeren Vergangenheit untersucht der Band Erfolg und Misserfolg unterschiedlicher Strategien von Maßnahmen zur Steigerung individueller Leistungsbereitschaft bis hin zu großen Reformprojekten wie dem "Thatcherismus".
Dieser reich bebilderte Band widmet sich dem deutsch-britischen Kulturtransfer in der Landschaftsarchitektur des 18. und 19. Jahrhunderts, unter anderem mit Beiträgen zu Hermann Fürst von Pückler-Muskau und Humpry Repton, Hermann Muthesius und der (Wieder-) Entdeckung geometrischer Gartenprinzipien in England, der Entstehung des Englischen Gartens in Gotha, dem Rosenauer Schlosspark, der Geschichte des Coburger Hofgartens und Prinz Alberts Gärten in England.
- neun Beiträge zum deutsch-englischen Kulturtransfer in der Gartenkultur
- mit zahlreichen Abbildungen
Band 25 der Reihe dokumentiert die Beiträge der Tagung „Geteilter Nachlass - Gemeinsames Erbe. Eine Dynastie und ihre Sammlungen in Windsor und Coburg“, die 2006 in Coburg stattfand.
Großbritannien und Deutschland führen innerhalb Europas die umwelthistorischen Debatten an. Der vorliegende Band dokumentiert den ersten expliziten Austausch deutscher und britischer Umwelthistoriker über ihre jeweiligen Themen und Methoden auf der 24. Tagung der Prinz-Albert-Gesellschaft über „Umwelt und Geschichte in Deutschland und Großbritannien“. Je ein renommierter deutscher und britischer Umwelthistoriker leisten Beiträge zu den Themen „Umweltgeschichtsschreibung“, „Ressourcen und Nachhaltigkeit“, „Die Herausforderungen von Industrialisierung und Urbanisierung“ sowie „Die Umwelt schützen“. Das Buch gibt einen faszinierenden Einblick in zwei Wissenschaftskulturen und dokumentiert die zentrale Bedeutung der Umweltgeschichte für das Verständnis moderner Gesellschaften.
Band 23 der Reihe befasst sich mit politischen Memoiren in deutscher und britischer Perspektive. Zu den Persönlichkeiten, deren Memoiren hier im Gesamtzusammenhang der Tradition politischer Erinnerungsliteratur des 19. und 20. Jahrhunderts betrachtet werden, gehören Disraeli, Gladstone und Churchill auf britischer sowie Bismarck, Adenauer und Heuss auf deutscher Seite.