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multi-volume work: Theologische Werke
Mehrbändiges Werk

Theologische Werke

  • Paracelsus (Theophrastus Bombast von Hohenheim)
  • Mit Beiträgen von: Urs Leo Gantenbein
  • Herausgegeben von: Urs Leo Gantenbein
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Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2008
Band 1 der Reihe Neue Paracelsus-Edition

Die Neue Paracelsus Edition vervollständigt das Gesamtwerk des Paracelsus (1493-1541), indem sie dessen noch unerschlossene theologische Schriften in 8 Bänden herausgibt. Während Karl Sudhoff die Edition der medizinischen und naturphilosophischen Schriften 1922-1933 in 14 Bänden abschließen konnte, erfolgte die Edition der ebenso umfangreichen theologischen Schriften nur teilweise oder unzureichend.

Beflügelt durch die Reformation mit ihrer Hinwendung zum Wort Gottes, beschäftigte sich Paracelsus eingehend mit der Bibel. Seine Interpretationen sind oft überraschend, da er medizinische, naturphilosophische und magische Überlegungen einfließen lässt. Das Evangelium bietet ihm darüberhinaus eine wesentliche Richtschnur für sein soziales und ethisches Denken. Die Neue Paracelsus Edition behandelt Paracelsus’ Schriften zum seligen Leben, seine Kommentare zum Neuen Testament, seine Predigten, die Schriften von der Jungfrau Maria und die wichtigen Texte zum Abendmahlgeschehen. Die Zürcher Ausgabe bietet neben der zeichengetreuen Edition mit Berücksichtigung sämtlicher Überlieferungen auch eine normalisierte Textvariante unter Verwendung neuhochdeutscher Grapheme. Einführungen in die Werkgruppen, Wort- und Sacherläuterungen bieten das Rüstzeug für eine vertiefte Beschäftigung mit den Texten.

Die Ausgabe ist sowohl für Sprach-und Literaturhistoriker als auch für Theologen und Philosophen von großer Bedeutung. Ein abschließendes Urteil über Paracelsus wird erst nach Vorliegen des Gesamtwerks möglich sein.

Buch Erfordert eine Authentifizierung Nicht lizenziert Lizenziert 2025

Der Arzt und Naturphilosoph Paracelsus (1493/94–1541) verfasste 1524/25 in Salzburg seine ersten theologischen Schriften, die hier nach den Handschriften herausgegeben werden. Die Erkenntnis, dass er seine Abhandlungen zur Jungfrau Maria zuerst auf Latein und nicht wie bisher angenommen deutsch geschrieben hatte, zudem seine medizinischen Werke erst danach entstanden, zeichnet ein neues Bild vom frühen Paracelsus. Weiter führten seine trinitarischen Spekulationen zur Idee, dass auch die stoffliche Welt auf drei Grundprinzipien (brennbar, flüchtig, fix) beruhen müsse. Angeregt durch die frühe Reformation und die Maximen des schwelenden Bauernkriegs, wandelte er sich vom traditionellen Marienverehrer zum Kirchenkritiker und Sozialrevolutionär. So prangerte er nicht nur den »christlichen Götzendienst« an, sondern stieß sich an der Habgier der Reichen und am Hochmut der Herrschaftshäuser. Paracelsus begann eine intensive und lebenslange Auseinandersetzung mit der Bibel. Als Ergebnis widmete er den Wittenberger Theologen Luther, Melanchthon und Bugenhagen eine Auslegung zum Matthäusevangelium. Insgesamt ergibt sich das Bild eines radikalen Reformators, der in der Reformationsgeschichte erst teilweise wahrgenommen wurde.

Heruntergeladen am 7.1.2026 von https://www.degruyterbrill.com/serial/npetw-b/html
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