Meinong Studies / Meinong Studien
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The series presents historical and systematic studies on the philosophy of Alexius Meinong and his school, as well as on works influenced by aspects of Meinong’s philosophy. Furthermore, the series is open to contributions in the analytic-phenomenological tradition, mirroring the most recent developments in these disciplines.
One of the basic insights of the book is that there is a notion of non-relational linguistic representation which can fruitfully be employed in a systematic approach to literary fiction. This notion allows us to develop an improved understanding of the ontological nature of fictional entities. A related insight is that the customary distinction between extra-fictional and intra-fictional contexts has only a secondary theoretical importance. This distinction plays a central role in nearly all contemporary theories of literary fiction. There is a tendency among researchers to take it as obvious that the contrast between these two types of contexts is crucial for understanding the boundary that divides fiction from non-fiction. Seen from the perspective of non-relational representation, the key question is rather how representational networks come into being and how consumers of literary texts can, and do, engage with these networks. As a whole, the book provides, for the first time, a comprehensive artefactualist account of the nature of fictional entities.
Der österreichische Philosoph Christian von Ehrenfels (1859–1932) gilt als "Vater der Gestaltpsychologie". Mit seiner Studie "Über Gestaltqualitäten" (1890) legte er die Basis für die Gestaltpsychologie als neuer wissenschaftlicher Disziplin, wirkte aber auch befruchtend auf anderen philosophischen Gebieten. Er verfasste Schriften zu Werttheorie und Ästhetik, Psychologie, Ethik und Erkenntnistheorie und später intensiv zu metaphysischen Themen. Daneben war er auch Dichter und schrieb als leidenschaftlicher Wagnerianer Opernlibretti und andere dramatische Werke, die häufig als Sprachrohr für seine sozial- und sexualreformerischen Ideen dienten.
Der Band vereinigt Beiträge, die einleitend der Entwicklung, sowie ontologischen und metaphysischen Aspekten des Gestaltbegriffs gewidmet sind, mit Studien, die die werttheoretischen und sozialphilosophischen Implikationen von Ehrenfels' Philosophie behandeln. Beleuchtet werden weiters die Möglichkeiten und Konsequenzen, die die Einführung des Gestaltbegriffs für Ästhetik und Kunstontologie mit sich bringt. Abgerundet wird der Band durch die kommentierte Erstveröffentlichung von Ehrenfels' Dissertation (1885), die als Vorstufe für die spätere Entwicklung des Gestaltbegriffes anzusehen ist.
Der Briefwechsel zwischen Meinong und Twardowski rückt die Beziehung der beiden Philosophen, die die Geschichte der Philosophie und der Psychologie in Österreich und Polen ein Stück weit mitgeschrieben haben, in den Brennpunkt. Man erfährt nicht nur einiges über die persönliche Geschichte der beiden Briefpartner, sondern auch viel über ihre akademische Tätigkeit und ihren erkenntnistheoretischen Ansatz sowie über die Hochschulpolitik der Zeit.
In einer umfangreichen Einführung wird der historische und kulturelle Kontext, der Meinong und Twardowski prägte und zu dem beide später durch ihre Lehrtätigkeit in Graz beziehungsweise Lemberg beitrugen, veranschaulicht. In Bezug auf den Briefwechsel betrachtet die Einführung die theoretische Unterscheidung von Akt, Inhalt und Gegenstand sowie die Urteilstheorie und öffnet den Blick für den Austausch der beiden Philosophen mit ihren Zeitgenossen.
Der Band ist im Feld der österreichischen und polnischen Philosophie, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Schule Brentanos und der frühen Phänomenologie, von besonderem Interesse und offenbart die kulturgeschichtlichen Affinitäten in Zentraleuropa zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Band 6 der Meinong-Studien versammelt Beiträge vor allem zu den Themen Intentionalität, Existenz und Fiktion. Dabei wird der Hintergrund von Meinongs Position bis herauf zur Debatte mit Russell beleuchtet; mehr systematisch ausgerichtet sind die Untersuchungen zu Kripkes Gegenposition sowie zur Bedeutung von Fiktionen im Rahmen wissenschaftlicher Kontexte. Abgerundet wird der Band durch biographische Darstellungen von Christian v. Ehrenfels, Begründer der Gestalt-Theorie und enger Freund Meinongs, und Ernst Mally, Schüler Meinongs und Nachfolger auf dessen Lehrstuhl.
The volume collects papers on central aspects of Alexius Meinong’s Gegenstandstheorie (Theory of Objects) and its transformation in contemporary logic, semantics and ontology covering the impact of his views on grasping and representation, the status of nonexistent or inconsistent objects and their incorporation in theories like Noneism and Possible-World-Semantics. In addition it presents studies on Meinong’s notion of probability and on Auguste Fischer, a student and collaborator of Meinong.
This is the first volume devoted to the aesthetics of the Graz school. V. Raspa’s introduction gives an outline of the aesthetic themes and exponents of the school. D. Jacquette argues for a Meinongian subjectivistic aesthetic value theory. B. Langlet deals with aesthetic properties and emotions. Ch.G. Allesch presents Witasek's aesthetics in its historical context. Í. Vendrell Ferran investigates the aesthetic experience and quasi-feelings in Meinong, Witasek, Saxinger and Schwarz. R. Martinelli illustrates the musical aesthetics of Ehrenfels, Höfler and Witasek. P. Mahr asks if object-theoretical aesthetics is possible at all. M. Potrc and V. Strahovnik concentrate on Veber's aesthetic judgment. N. Dolcini deals with the migration of ficta, and F. Orilia with words and pictures in fictional stories.
The traditional and lively interest in Meinong’s philosophy and related topics among Italian philosophers gives rise to this volume of MEINONG STUDIES. As more than an introduction, Venanzio Raspa presents an enlightening historical presentation of Meinong’s reception in Italy from his lifetime to the present day. Riccardo Martinelli offers a reconstruction of the Meinongian theory of musical objects of higher order. Francesca Modenato gives the outlines of Meinong’s object theory as a theory of the pure object, separating it from ontology and associating it rather with gnoseology. From a less historical than systematic-analytic perspective, Andrea Bottani deals with incomplete objects, Mario Alai investigates the problem of propositions concerning non-existent objects, and Carola Barbero proposes a realistic theory of the emotions aroused by reading literary texts. As themes related to Meinongian ones, Alberto Voltolini discusses the concept of existence as a property, Francesco Orilia validates an intuition of Meinong by adopting an approach called 'fact infinitism', and Guido Bonino deals with Gustav Bergmann’s interpretation of Meinong’s ontology.
Das traditionelle und lebhafte Interesse italienischer Philosophen an Meinongs Philosophie und damit zusammenhängenden Themen gibt Anlaß für diesen Band der MEINONG STUDIEN. Weit über die Anforderungen an ein Eineitung hinausgehend, präsentiert Venanzio Raspa eine erhellende Studie der Rezeption Meinongs in Italien von seinen Lebzeiten bis zum heutigen Tag. Riccardo Martinelli rekonstruiert Meinongs Theorie musikalischer Objekte höherer Ordnung und Francesca Modenato umreißt Meinongs Objekttheorie (als Theorie reiner Objekte), welche sie eher der Gnoseologie denn der Ontologie zuordnet. Aus einer weniger historischen als systematisch-analytischen Perspektive befassen sich Andrea Bottani mit unvollständigen Objekten, Mario Alai mit der Frage nicht-existierende Objekte betreffender Aussagen, und Carola Barbero präsentiert eine realistische Theorie von Emotionen, die durch die Lektüre literarischer Texte erweckt werden. Als Meinong-bezogene Themen diskutiert Alberto Voltolini den Begriff der Existenz als Eigenschaft, Francesco Orilia bestätigt in seinem 'Fakteninfinitismus' genannten Zugang eine Meinongsche Intuition, und Guido Bonino befaßt sich mit Gustav Bergmanns Interpretation der Meinongschen Ontologie.
Der erste Band der Meinong Studien vereinigt historische Beiträge zur Meinong-Forschung im engeren Sinn mit solchen, die Meinongsche Themen und Gedanken in systematischer Absicht wieder aufnehmen. Die angestellten Untersuchungen widmen sich der vor-gegenstandstheoretischen Periode Meinongs (Chrudzimski), seinen frühen erkenntnistheoretischen Untersuchungen (Manotta), seinen Theorien der Vorstellungsproduktion (Raspa) und der Annahmen (Dölling), konfrontieren seine Lehren mit jenen Franz Brentanos (Rollinger), Sartres und Russells (Hochberg) und analysieren die Fragen der Konsistenz des Meinongschen Universums der Gegenstände (Simons), seiner Theorie der Größen und Messung (Guigon), seiner (und Ernst Mallys) Objekt-theoretischen Grundlegung der Logik (Tegtmeier) sowie dem Verhältnis von Semantik und Ontologie aus der Perspektive einer heutigen Konzeption.
In dem Band entwickeln renommierte Autorinnen und Autoren in 22 Beiträgen Antworten auf eine Reihe von Fragen zu Immanuel Kant und der Rezeption seiner Philosophie in Österreich, die bis heute noch nicht ausreichend diskutiert wurden: Gab es überhaupt einen österreichischen Neukantianismus? Wie prägend ist die Philosophie von Kant für die Entwicklung der Philosophie in Österreich? Oder anders formuliert: Inwiefern haben österreichische Denkerinnen und Denker des 19. und 20. Jahrhunderts einen Beitrag zu einem spezifischen (historischen oder philosophischen) Verständnis der kantischen Philosophie geleistet? Dabei zeigt sich, dass neben den zwei Hauptformen des Neukantianismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – d.h. der Marburger und der Südwestdeutschen Schule – ein spezifisch österreichischer Zugang zu Kant historisch wie systematisch von besonderer Bedeutung ist und weitreichende Folgen hatte. Unter Absehung der üblichen geografischen Zuordnungen der verschiedenen Schulen lässt sich dieser als realistischer Kritizismus beschreiben und hat neben Richard Hönigswald und Robert Reininger seinen wichtigsten Vertreter in Alois Riehl.
"Herbartism in Austrian-Hungarian philosophy" is often an obligatory reference, but even if quoting Herbart and his school is frequent, reading them attentively is less evident. Because Herbartism reached its peak in the second half of the 19th century, and was effectively institutionalized as "official philosophy" of the Austro-Hungarian Empire, at least in Prague and Vienna, criticizing Herbartism often means discussing the "Austrian", "philosophical" and "institutional" criteria of the object under consideration. As the history of the Austrian tradition and theoretical reflections in this field expand, discussion of this tradition is becoming more and more tight and precise. The contributors in this volume recall the historical and conceptual importance of Herbartism in the field of Austrian philosophy, by addressing several aspects of his specific realism: philosophical, theoretical, pedagogical, psychological, and aesthetical.