GAM - Graz Architecture Magazine
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Herausgegeben von:
Architekturfakultät der Technischen Univ ersität Graz
GAM enthält Essays, Interviews, Bilder, Rezensionen und Projekte aus den Bereichen Architektur und Urbanismus. Herausgegeben von der Architekturfakultät der Technischen Universität Graz, einer der führenden Architekturschulen im deutschsprachigen Raum, erscheint GAM seit dem Jahr 2004 jährlich. Das Magazin versteht sich als ein architektonisches Diskussionsforum für Entwurf, Kritik und Wissenschaft, das fachübergreifende Perspektiven auf aktuelle architektonische Themen bietet. Als Beitrag zur aktuellen Architekturdebatte entwickelt jede Ausgabe von GAM in Zusammenarbeit mit Gastredakteuren den Themenschwerpunkt.
Dem GAM Editorial Board gehören an: Michelle Addington (New Haven), George Baird (Toronto), Anita Berrizbeitia (Cambridge, MA), Aaron Betsky (Rotterdam), Pierre Alain Croset (Suzhou), Susanne Hauser (Berlin), Andrej Hrausky (Ljubljana), Bart Lootsma (Innsbruck), Didier Rebois (Paris), Arno Ritter (Innsbruck), Gerhard Schmitt (Zürich), Georg Schöllhammer (Wien) und Kai Vöckler (Berlin).
Architektur ist per Definition multidisziplinär – im Entwurf, in der Praxis und in der Forschung. Doch echtes, produktives Zusammenspiel unterschiedlicher Disziplinen ist selten selbstverständlich. GAM 22 widmet sich jenen Synergien, die gelingen: Wenn Architekt*innen mit Materialwissenschaftler*innen neue Wege zu CO2-neutralem Bauen gehen, wenn digitale Technologien, biologische Prozesse oder innovative Recyclingstrategien integraler Bestandteil architektonischer Konzepte werden, dann entsteht mehr als die Summe einzelner Beiträge. GAM 22 versammelt inspirierende Beispiele aus Forschung und Praxis, die zeigen, wie interdisziplinäres Arbeiten frische Impulse für unsere gebaute Umwelt geben kann. Es ist ein Plädoyer für die Notwendigkeit von Kooperationen und ein Heft voller Hoffnung in einer Zeit, in der wir sie wirklich brauchen.
Mit Beiträgen von Asya Ilgün, Yinan Liu, Saurabh Mhatre, Daniela Mitterberger, Uwe Rieger, Milena Stavrić und anderen
- Neue Perspektiven zu interdisziplinärer Praxis und Forschung
- Beiträge internationaler Autor*innen und Expert*innen
Zweisprachige Ausgabe (deutsch/englisch) / Bilingual edition (English/German)
Neue und zeitgemäße Formen von Pädagogik wie Distance Learning, Design-Build, kollaborative Lernformen oder Peer-to-Peer-Praktiken stellen konventionelle Lehr- und Lernumgebungen in der Architektur und anderen gestalterischen Fächern zunehmend infrage. Vor allem westlich-europäische Ausbildungsstätten sehen sich aktuell mit der Herausforderung konfrontiert, standardisierte Raumstrukturen und institutionelle Hierarchien zu überdenken und an unkonventionelle, radikalere Lehr- und Lernkonzepte anzupassen. GAM.18 lotet das Spannungsfeld zwischen universitärer Architekturlehre und ihrer Lernumgebung neu aus: Es fragt nach Raumstrukturen und Arbeitsumgebungen, in welchen das Nachdenken über und das Entwerfen von Architektur stattfinden kann und untersucht Lehr- und Lernmethoden, die die Räume und Institutionen, in denen sie stattfinden, kritisch in ihre Praxis einbeziehen.
Mit Beiträgen von Hélène Frichot, Charlotte Malterre-Barthes, Lucia Pennati, Jean-Louis Violeau und anderen
Als organisches Baumaterial erfährt Holz in Zeiten der Klimakrise eine besondere Wertschätzung. Eingebunden in umweltschonende Ressourcenkreisläufe zeigt sich seine Innovationskraft, wenn es als Material Bestandteil neuer technologischer Entwicklungen und hybrider Verwendungen wird, die aktuellen und komplexen architektonischen Aufgaben gewachsen sind. Das neue Denken des Materials Holz als hochmodernem und veränderlichem Baustoff der Zukunft hat gerade erst begonnen.
GAM. 17 nimmt Holz in seiner Vielschichtigkeit und seinem architektonischen Potenzial neu in den Blick und stellt dabei konstruktive und gestalterische Konzepte vor, die die Möglichkeiten des Materials für eine klimafreundlichere Bauwirtschaft ausloten. Ergänzt wird dies durch einen Rückblick in die Geschichte des Holzbaus und seine ideologischen Verstrickungen, die die Weiterentwicklung des Baustoffs lange erschwert haben.
Mit Beiträgen von Reyner Banham, Urs Hirschberg, Anne Isopp, Jens Ludloff, Laila Seewang, Stephan Trüby, Anselm Wagner und anderen
Neue Konzepte für unser Zusammenleben sind dringend erforderlich, um auf die wachsende gesellschaftliche Ungleichheit, die Auflösung klassischer Arbeits- und Familienstrukturen oder die Ausprägung vielfältiger sozialer Beziehungsmuster zu antworten. GAM.16 versteht Raumbildungen als durchlässigen Rahmen für sozialräumliche Strukturen in architektonischer, soziologischer und kultureller Hinsicht und möchte das Bewusstsein für gemeinschaftliche Ressourcen wieder stärker ins Zentrum des gesellschaftspolitischen Diskurses rücken. Unter dem Titel „gewohnt: un/common" plädiert GAM.16 für gemeinschaftlich orientiertes Wohnen und stellt kollaborative und koproduktive Organisationskonzepte für das Wohnen als räumliche Praxis vor.
Mit Beiträgen von Massimo Bricocoli, Heike Delitz, Marson Korbi, Nikolai Roskamm, Sabine Storp, Fritz Strempel und anderen
Zweisprachige Ausgabe (deutsch/englisch) / Bilingual edition (English/German)
Die globale Umweltkrise zwingt die Baubranche zu einem Paradigmenwechsel, der die Art und Weise, wie wir in Zukunft bauen, gestalten und mit unseren natürlichen Umgebungen interagieren wollen, stark beeinflusst. Gebaute Räume der Zukunft müssen konventionelle Planungspraktiken überwinden, die den Bausektor zum größten Verursacher von CO2-Emissionen weltweit gemacht haben. Das Erreichen von Netto-Null-Emissionen beim Bau und Betrieb künftiger Gebäude erfordert eine aktive Beteiligung von Entwurfs-, Konstruktions-, und Baufachleuten und die rasche Umsetzung der Dekarbonisierung. Diese Ansätze, die die Interaktion zwischen Menschen und ihren Ökosystemen neu strukturieren, haben auch eine Neubewertung und Neuinterpretation der Architektur und ihrer Rolle als Triebkraft der Transformation zur Folge. GAM 21 sammelt Perspektiven und Vorschläge, wie ein radikaler Wandel hin zu einer ökologischen Transformation gelingen kann.
Mit Beiträgen von Nicolas Alaux, Romullo Baratto, Carlos Enrique Caballero-Güereca, Olga Beatrice Carcassi, Stefano Corbo, Ana María Durán Calisto, Greg Foliente, Antonio Garciá Martínez, Vanessa Gomes, Verena Göswein, Guillaume Habert, Sabine Hansmann, Ida Karlsson, Ailton Krenak, Monica Lavagna, Klaus K. Loenhart, Alice Moncaster, Elisabetta Palumbo, Francesco Pittau, Bas Princen, Philippe Rahm, Matt Roberts und Bernardette Soust-Verdaguer
- Aktuelle Ansätze zur Dekarbonisierung der Baubranche als einer der größten Verursacherinnen von CO2-Emissionen
- Beiträge internationaler Autor*innen und Expert*innen
Zweisprachige Ausgabe (deutsch/englisch) / Bilingual edition (English/German)
GAM 20 begibt sich auf die Suche nach dem Alltäglichen in der Architektur. Der Titel „The Infraordinary“ bezieht sich dabei auf einen Kunstbegriff, der erstmals in den Arbeiten Paul Virilios und Georges Perecs auftaucht: Um das Gegenteil des Extraordinären, also des Außergewöhnlichen, zu beschreiben, führten sie in den 1970er Jahren den Begriff l’infra-ordinaire ein. Ganz in diesem Sinne beschäftigt sich GAM 20 eingehender mit dem Nicht-Außergewöhnlichen im Kontext von Architektur. Jenseits einer Idealisierung oder einer Emphase des Banalen geht es dabei um Geschichten der Neuperspektivierung und Neubewertung konkreter Architekturen sowie um deren alltägliche Gebrauchsweisen. Denn Architektur stellt sich im Alltag zumeist anders dar, als es die Abbildungen in den Hochglanzzeitschriften, die Webseiten namhafter Architekturbüros und die vielen Instagram-Accounts zu suggerieren versuchen.
Zweisprachige Ausgabe (deutsch/englisch) / Bilingual edition (English/German)
Wer baut, sieht sich mit einem Dickicht von Positionen konfrontiert, die vor allem eins sind: Stimmen von Profis. Die Architektur nimmt dabei als Disziplin eine Sonderrolle ein, da sie seit jeher eine Profession bildet, die sich auf andere Professionen bezieht und diese in ihre Praxis des Planens und Bauens integriert. GAM 19 fragt nach den komplexen Konstellationen und unterschiedlichen Bedeutungsebenen von Professionalität in der Architektur: Wie haben sich die professionellen Fundamente der Disziplin aufgrund ökonomischer, ökologischer oder gesellschaftlicher Veränderungen im Wandel der Zeit verschoben und wie gehen Architekt*innen heute damit um? Was lässt sich von den Mischformen lernen, bei denen professionelle Abläufe von unprofessionellen Verfahren hintergangen werden, um bisher unbekannte Resultate zu erzeugen? GAM 19 nimmt sich der Analyse und Neubewertung des Berufsbilds der Architektur an und lässt unterschiedliche Akteur*innen zu Wort kommen, die den Begriff des Professionalismus im Kontext ihrer architektonischen Praxis reflektieren und seinen gegenwärtigen Ausprägungen nachspüren.
Mit Beiträgen von Grayson Bailey, Alexander Bartscher, Klara Bindl, Ivica Brnić, Peggy Deamer, Anne Femmer, Andri Gerber, Andreas Lechner, Alex Lehnerer, Yeoryia Manolopoulou, Jan Meier, Julian Müller, Victoria Steiner, Florian Summa, Juergen Teller und Lena Unger
Angesichts wachsender territorialer Ungleichheiten in der Verteilung von und dem Zugang zu Ressourcen ist Gerechtigkeit (wieder) zu einer aktuellen Forderung und Aufgabe von Raumplanung und Urbanismus geworden. GAM.15 widmet sich der räumlichen Dimension sozialer Gerechtigkeit mit Blick auf die Transformationen, die sich gegenwärtig im ländlichen Raum vollziehen, und beschreibt deren Potenziale, Problemfelder und Entwicklungsperspektiven.
Die in dieser Ausgabe versammelten Beiträge untersuchen, mit welcher Dynamik sich der ländliche Raum verändert und wie die stattfindenden Transformationen neue territoriale Ungleichheiten schaffen können oder wie sich an Territorial Justice orientierte Alternativen zum vorherrschenden Planungssystem etablieren.
Mit Beiträgen von Pierre Veltz, Michael Woods, Paola Viganò, Yuri Kazepov und Michael Friesenecker, Emanuele Sommariva, Nicolas Escach, Don Mitchell und anderen
In den Bereichen Kunst und Architektur lässt sich gegenwärtig eine Erweiterung des Ausstellungskomplexes beobachten: permanente und temporäre Ausstellungsräume werden immer mehr und vermischen sich mit Orten des Konsums. Als Reaktion auf diese Entwicklung widmet sich GAM.14 dem Akt des Ausstellens, der die räumlichen Beschränkungen der Ausstellung rekonfiguriert und damit dynamische Orte der Auseinandersetzung und politischen Konfrontation ermöglicht. GAM.14 versammelt aktuelle Positionen aus den Disziplinen Kunst und Architektur in dem Bestreben, den Akt des Ausstellens von der Ausstellung zu unterscheiden und das Potenzial des Ausstellens als Forschungsraum für die Bewältigung dringlicher gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen unserer Zeit zu öffnen.
Mit Beiträgen von Bart De Baere, Ivana Bago, Ana Bezić, Nicolas Bourriaud, Maria Bremer, Ekaterina Degot, Ana Dević, Anselm Franke, Andrew Herscher, Christian Inderbitzin, Branislav Jakovljević, Sami Khatib, Wilfried Kuehn, Nicole Lai Yi-Hsin, Bruno Latour, Ana María León, Armin Linke, Antonia Majača, Doreen Mende, Ana Miljački, Museum of American Art in Berlin, Vincent Normand, Christoph Walter Pirker, Dubravka Sekuli, Antje Senarclens de Grancy, Katharina Sommer, Anna-Sophie Springer, Barbara Steiner, Kate Strain, Žiga Testen, Milica Tomić, Etienne Turpin, What, How & for Whom/WHW
Raum wird nicht nur visuell, sondern mit allen Sinnen erlebt. Dennoch werden in Entwurf und Rezeption von Architektur haptische, akustische und osmische Wahrnehmungen oft kaum berücksichtigt. Dementsprechend gibt es in der Architekturdisziplin keinen kontinuierlichen Diskurs zum Thema Raumwahrnehmung. GAM.13 Spatial Expeditions möchte diese Lücke schließen. Die Methode der Expedition ermöglicht dabei einen experimentellen Umgang und bietet die Chance, neue Erkenntnisse und Sichtweisen auf den gebauten Raum zu gewinnen. Dabei werden Techniken der Wahrnehmung aus Architektur, bildender Kunst, Musik, Tanz und anderen artverwandten Disziplinen erprobt. GAM.13 stellt damit selbst eine Expedition zu experimenteller Architektur und den unerforschten Aspekten des gebauten Raumes dar. Das Heft enthält Beiträge von unter anderem Sam Auinger, Irmgard Frank, Malcolm McCullough, Philippe Rahm, Karen Van den Berg.