Schriftenreihe des Museums für Gegenwartskunst Siegen
Gradiva ist ein Schlüsselwerk im Schaffen Victor Burgins, der als Fototheoretiker und Vertreter der Konzeptkunst maßgebliche Akzente gesetzt hat. Die Fotoserie ist eine der ersten Arbeiten, in denen er auf psychoanalytische Konzepte zurückgreift, um Fragen nach der Konstitution des Subjekts nachzugehen. Streitbergers kenntnisreiche Analyse der Arbeit wird ergänzt durch ein ausführliches Schriften- und Ausstellungsverzeichnis des Künstlers.
Gradiva ist ein Schlüsselwerk im Schaffen Victor Burgins, der als Fototheoretiker und Vertreter der Konzeptkunst maßgebliche Akzente gesetzt hat. Die Fotoserie ist eine der ersten Arbeiten, in denen er auf psychoanalytische Konzepte zurückgreift, um Fragen nach der Konstitution des Subjekts nachzugehen. Streitbergers kenntnisreiche Analyse der Arbeit wird ergänzt durch ein ausführliches Schriften- und Ausstellungsverzeichnis des Künstlers.
Stephen Willats schafft seit den 1960er-Jahren kommunikative Projekte, in denen er Menschen direkt zu Wort kommen lässt: Die Arbeit Fifteen Feet by Eight Feet, And There are Two of Us in Here widmet sich dem Berufsalltag eines Redakteurs. Unter Berücksichtigung von Archivmaterialien und ausführlichen Gesprächen des Künstlers mit dem Redakteur sowie weiteren Berufsinhabern, nimmt Eva Schmidt eine wichtige Werkgruppe Willats‘ erstmals in den Blick.
Stephen Willats schafft seit den 1960er-Jahren kommunikative Projekte, in denen er Menschen direkt zu Wort kommen lässt: Die Arbeit Fifteen Feet by Eight Feet, And There are Two of Us in Here widmet sich dem Berufsalltag eines Redakteurs. Unter Berücksichtigung von Archivmaterialien und ausführlichen Gesprächen des Künstlers mit dem Redakteur sowie weiteren Berufsinhabern, nimmt Eva Schmidt eine wichtige Werkgruppe Willats‘ erstmals in den Blick.
Anziehend und abstoßend zugleich ist Francis Bacons Bildnis seines ersten Lebenspartners Peter Lacy. Das monumentale "Portrait" aus dem Jahr 1962 war lange Zeit vor der Öffentlichkeit verborgen. Kurz nach seiner Entstehung erwarb es der italienische Regisseur Michelangelo Antonioni und es blieb jahrzehntelang in Privatbesitz. Dabei entpuppt es sich als ein Schlüsselwerk, das an einem Wendepunkt entstand. Markus Rath führt erstmals diese Stränge zusammen und bettet das Gemälde in Bacons Bildwelt ein. Der englische Maler bekennt sich darin zu einer biografisch orientierten Gegenständlichkeit, konzentriert sein kompositorisches Schema auf den bühnenartigen Innenraum und forciert den Kontrast zwischen flächigem Grund und farbgesättigter Figur – wegweisende kompositorische Verfahren, die sein Spätwerk entscheidend prägen sollten.