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In vielen Ländern Südostasiens markiert die Mitte des 20. Jahrhunderts den Beginn einer neuen Zeitrechnung: Die Unabhängigkeit von den Kolonialmächten war errungen, und junge Staaten wie Birma (Myanmar), Indonesien, Kambodscha und Singapur standen vor der Aufgabe, sich als Nationen neu zu konstituieren und eine eigenständige postkoloniale Identität zu entwickeln. Architektur und Städtebau spielten in diesem Prozess eine wichtige Rolle. Entstanden sind dabei lokale Ausformungen der Moderne, die universelle Ansprüche mit spezifischen gesellschaftlichen Bedingungen zu verbinden suchen.
Dieser Band setzt sich kritisch mit dem baulichen und ideologischen Erbe auseinander und plädiert für den Erhalt und die Neuprogrammierung dieser besonderen Architekturen, die mit der rasanten Urbanisierung heute zu verschwinden drohen.
- Die Wirkungsgeschichte der südost-asiatischen Moderne
- Fallstudien zu Singapur, Jakarta, Yangon und Phnom Penh
- In Kooperation mit der Plattform Encounters with Southeast Asian Modernism
„Wem gehört der Boden?" ist eine zentrale Frage, denn der Raum ist eine ebenso lebensnotwendige Ressource wie Luft und Wasser. Doch für die Stadtplanung spielt das Eigentum an Daten heute eine ebenso wichtige Rolle wie die Frage nach dem Besitz von Grund und Boden.
Technologieunternehmen betreten das Feld der Architektur mit algorithmischen Planungsmethoden und massiven Investitionen in Infrastrukturen und Smart Cities. In ihrer technokratischen Vision werden Bürger zu Nutzern, Architektur zu einem Instrument der Statistik und Konzepte wie Stadt und Gesellschaft zu bloßen „algorithmischen Assemblagen".
Diese von ARCH +, Arno Brandlhuber und Olaf Grawert von Station + / ETH Zürich gemeinsam herausgegebene Ausgabe diskutiert die Politik von Raum und Daten, das reale und virtuelle Kapital der Stadt der Zukunft.
2019 jährt sich die Gründung des Bauhauses zum hundertsten Mal. Aus diesem Anlass hat ARCH+ mit dem „projekt bauhaus" eine kritische Inventur der Bauhausideen vorgenommen: In einem mehrjährigen Arbeitsprozess untersuchte eine internationale Gruppe von Experten aus den unterschiedlichsten Disziplinen die gesellschaftspolitische Relevanz und das emanzipatorische Potential des Bauhauses: historisch, für heute und für die Zukunft.
Kann Gestaltung noch immer als politisches Projekt wirksam werden? Welche Möglichkeiten und Probleme ergeben sich für ein universelles Gestalten im Zeitalter der Globalisierung? Lässt sich das emanzipatorische Potenzial von Technologie auch im Zeichen der Digitalisierung noch aktivieren?
Die Antworten auf diese Fragen werden hier erstmals für eine internationale Leserschaft veröffentlicht.