series: Ägyptische und Orientalische Papyri und Handschriften des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung Berlin
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Ägyptische und Orientalische Papyri und Handschriften des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung Berlin

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Das Ägyptische Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, ist ein Doppelmuseum. Neben den ca. 40.000 archäologischen Objekten umfasst es rund 60.000 Papyri und Handschriften, die zu einem großen Teil noch unpubliziert sind. Mit dieser neu gegründeten Publikationsreihe möchte die Ägyptische und Orientalische Papyrussammlung die Möglichkeit eröffnen, dass in Zukunft große Texteditionen und Einzelstudien zu ihren Texten in hieroglyphischer, hieratischer, demotischer, koptischer, aramäischer, hebräischer, persischer, arabischer, syrischer und äthiopischer Sprache und Schrift publiziert werden können.

Buch Nur in gedruckter Form 2022
Band 6 in dieser Reihe
Im Tempel des Soknopaios in Dimê wurde wie in jedem ägyptischen Tempel täglich ein Opferritual und ein Ritual durchgeführt, bei dem das Kultbild neu eingekleidet wurde. Die Priester begleiteten ihre Handlungen mit Rezitationen, die zusammenfassend das Tägliche Ritual heißen. Aus dem Soknopaios-Tempel ist dieses in einer Reihe von Handschriften des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. überliefert. Jene Papyri, in denen zudem bislang unbekanntes Spruchgut belegt ist, werden in dem Band erstmals ediert. Die teils mehr als 1300 Jahre älteren Texte wurden unter Beibehaltung der mittelägyptischen Sprache in ‚unetymologischer‘ demotischer Schrift notiert. Das geschah vielleicht, um zusätzliche Bedeutungsebenen einzuschreiben oder um den Klang des Textes festzuhalten. Der Klang galt nämlich als eine wichtige Voraussetzung für die kultische Wirksamkeit. Die Schreibungen stellen aber – neben dem teils schlechten Erhaltungszustand der Papyri – enorme Hürden für die Entzifferung dar, die häufig nur durch Parallelen in anderen ägyptischen Schriften und Ritualszenen anderer Tempel überwunden werden können. Das wird alles in einem ausführlichen Kommentar erläutert, der die Dimê-Fassung in den Kontext der altägyptischen Religionsgeschichte einbettet.
Buch Nur in gedruckter Form 2020
Band 5 in dieser Reihe

Repurposing Ritual is the editio princeps of a group of papyrus fragments from ancient Asyut in Middle Egypt currently kept in the Ägyptisches Museum und Papyrussammlung in Berlin. The papyri are significant for the study of ancient Egyptian religious and funerary culture because they contain in a neat hieratic handwriting magical spells which otherwise mainly appear on wooden box-shape coffins from the First Intermediate Period onwards (ca. 2205 BC). The so-called Coffin Texts originated in another context, however, and only received a funerary association when written down on coffins or other funerary equipment. At least some of the texts are secondary copies of ritual spells. The ‘Berlin papyri’ yield these spells in combination with an offering list and a Letter to the Dead dedicated to a male person called Sedekh who lived in Asyut around 2100BC. This unique combination of text genres gives valuable insights into the performative stages of a personalized mortuary ritual. It also shows how the Egyptians’ investment in preparations for the afterlife contained a wealth of information about the world of the living.

Buch Nur in gedruckter Form 2016
Band 4 in dieser Reihe

Mit mehr als 30 Textkolumnen von meist über 40 Zeilen Höhe ist Papyrus Schmitt der längste und bedeutendste der sogenannten liturgischen Papyri der Spät- und Ptolemäerzeit in deutschen Sammlungen und zugleich einer der wichtigsten Vertreter dieser heterogenen Gruppe von Handschriften. Neben einer hieroglyphischen Transliteration, Umschrift und Übersetzung, Glossar, Indizes und Paläographie bietet die Edition umfangreiche Kommentare zu allen fünf auf dem Papyrus überlieferten Texten bzw. Textsammlungen. Bei diesen handelt es sich um die bislang nur in Auszügen veröffentlichten und deswegen besonders ausführlich behandelten „Großen Zeremonien des Geb“ sowie die „sachu I“ und „sachu II“, „Die Menge am letzten Tag des Monats Techi vorlassen“ sowie die „Vorschrift für das Herausbringen des Sokar aus der Schetit“.
Einleitende Kapitel widmen sich u.a. der Gestaltung der Handschrift (Layout, Rubra, Spatien) sowie Sprache und Aufbau der einzelnen Texte. Auf dieser Basis können weiterführende Überlegungen zur Verwendung des Papyrus angestellt und seine Relevanz als Quelle für Tempelrituale und funeräre Textausstattung herausgearbeitet werden.

Buch Nur in gedruckter Form 2015
Band 3 in dieser Reihe

First complete edition of two demotic manuscripts from the early Roman period. These papyri, written in the distinctive Soknopaiu Nesos hand (Fayyum), are inscribed with religious texts for which only a few parallels are known. Papyrus Berlin P. 6750 contains 10 fragmentary columns and can be described as a compendium of liturgical texts, including among others glorifications, lamentations, litanies of names and hymnic parts. The first seven columns are centred on Osiris, foremost in the West, with the description of his ‘resurrection’; the last three columns, which deploy more recent grammar constructions, are concerned with the birth of Horus-the-son-of-Isis inside the mammisi, and his accession to the throne. Papyrus Berlin P. 8765, in its present state, is made up of two large columns containing litanies of names and it is a close parallel to a section of papyrus Berlin P. 6750.? There is reason to think that the main papyrus was written by a scribe from Soknopaiu Nesos in the 1st century A.D. who both compiled earlier sacerdotal texts and composed new ones, combining traditional themes. This enterprise reflects the surge in creativity that can be witnessed throughout Egypt in the religious sphere during the early Roman period.

Édition originale de deux manuscrits démotiques religieux rédigés dans la main dite “ de Soknopaiou Nesos ” (Fayoum, début de l’époque romaine). Le papyrus Berlin P. 6750 décrit la “ résurrection ” d’Osiris, puis la naissance d’Horus-le-fils-d’Isis (Harpsenesis) dans le mammisi et son accession au trône, le fils succédant au père. Le papyrus Berlin P. 8765 préserve des litanies de noms également attestées dans le manuscrit principal.

Buch Nur in gedruckter Form 2015
Band 2 in dieser Reihe
Der Band enthält die Erstedition von ca. vierzig altägyptischen Zaubertexten auf Papyrusamuletten und Ostraka. Sind die Amulette zumeist durch Personennamen individuellen Besitzern zuweisbar, verbleiben die Scherben gewöhnlich im Bereich der Anonymität und dienten eher als Kladden oder Skizzen für spätere Übertragungen auf Papyrusstreifen. Diese Streifen wurden entweder gefaltet oder gerollt, zusätzlich verschnürt und anschließend in kleine Amulettkapseln gestopft. In dieser „Verpackung“ trug man sie dann an einer mehrfach verknoteten Schnur um den Hals und hoffte so auf deren Schutz vor diversen Dämonen und Krankheiten. Das ist eine Praxis, wie man sie z.B. noch heutzutage im sog. Volksislam finden kann, aber auch in Regionen, die eigentlich als christianisiert gelten. Häufig wurden die die Papyrusamulette auch noch mit Illustrationen versehen, die mehr oder minder exakt mit Angaben des Spruchtextes übereinstimmen. Ein solcher Spruchtext besteht im Falle seiner kompletten Niederschrift aus drei Teilen: 1. dem Titel mit der Angabe, wozu der Spruch dient, 2. dem eigentlichen Rezitativ und 3. der manuellen Instruktion, was zur Durchführung des Spruches an Requisiten bernötigt wird. Unterschiedliche Tintenfarbe markiert diese Spruchteile. So wird rote Tinte etwa für den Titel verwendet, außer für Götter- und Dämonennamen, damit die als gefährlich erachtete rote Farbe deren Gerfährlichkeit nicht aktiviert. Des Weiteren werden auch die Handlungsanweisungen in aller Regel durch Rot vom übrigen schwarzen Text abgesetzt. Die Faltung mancher Amulette weist in ihrem Querschnitt nicht selten eine verblüffende Übereinstimmung mit einer Hieroglyphe auf, die eine der zentralen Aktionen altägyptischer Magie darstellt, das „Umkreisen“ des Übels. Diese Beobachtung ist an einigen dieser Papyrusamulette erstmalig gemacht worden und zeigt, dass die handwerkliche Verarbeitung des Amuletts zusätzlichen Schutz vor Gefahren bewirken sollte.
Buch Nur in gedruckter Form 2012
Band 1 in dieser Reihe
Das Ägyptische Museum und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, ist ein Doppelmuseum. Neben den ca. 40.000 archäologischen Objekten umfasst es rund 60.000 Papyri und Handschriften, die zu einem großen Teil noch unpubliziert sind. Mit dieser neu gegründeten Publikationsreihe möchte die Ägyptische und Orientalische Papyrussammlung die Möglichkeit eröffnen, dass in Zukunft große Texteditionen und Einzelstudien zu ihren Texten in hieroglyphischer, hieratischer, demotischer, koptischer, aramäischer, hebräischer, persischer, arabischer, syrischer und äthiopischer Sprache und Schrift publiziert werden können. Dieser erste Band der Reihe präsentiert Texte in den wichtigsten Sprach- und Schriftgruppen der Sammlung im wissenschaftlichen Diskurs. Er verschafft einen Überblick über die aktuelle Forschung, die an den Objekten der Papyrussammlung von Fachkollegen aus aller Welt durchgeführt wird: So werden Papyruseditionen vorgelegt, aber auch laufende Projekte vorgestellt. Als Festgabe für das Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel erscheint dieser Band zur Eröffnung des neuen Archäologischen Zentrums der Staatlichen Museen zu Berlin.
Heruntergeladen am 9.4.2026 von https://www.degruyterbrill.com/serial/%c3%a4op-b/html
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