Der oligarchische Schatten der Demokratie
Über dieses Buch
Das Athen des 5. Jh.s. v. Chr. gilt als erste Hochphase der Demokratie in der Geschichte. Bis heute steht die Ausformung der athenischen Demokratie im Fokus der Forschung. Die Frage, welche Rolle die Oligarchie in Athen spielte, hat im Vergleich dazu bisher kaum Aufmerksamkeit gefunden. Jedoch gab es bereits in der ersten Hälfte des 5. Jh.s v. Chr. Verschwörungen gegen die Demokratie,
am Ende des 5. Jh. s. v. Chr. stürzten Oligarchen sogar zweimal gewaltsam die Demokratie in Athen.
Die Studie untersucht die Ursprünge von Oligarchie in Athen und verfolgt die Konfliktlinien zwischen Oligarchen und Demokraten über das gesamte 5. Jh. v. Chr. hinweg bis zur Kulmination der Spannungen in den beiden oligarchischen Umstürzen. Die schwierige militärische Situation Athens nach der sizilischen Katastrophe 413 v. Chr. und die endgültige Niederlage Athens gegen die Spartaner im
Peloponnesischen Krieg 404 v. Chr. stellten die Anlässe für die beiden oligarchischen Umstürze dar. Die Ursache dafür, dass für bestimmte vermögende Athener ein gewaltsamer Sturz der Demokratie überhaupt vorstellbar und wünschenswert war, lagen jedoch tiefer. Sie sind in der langen Tradition oligarchischer Einstellungen bei bestimmten Mitgliedern der wohlhabenden Elite Athens zu sehen.
Information zu Autoren / Herausgebern
Alexandra Eckert, Universität Göttingen/Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
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