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Fügen von gebauten Wellen und Verbundbauteilen durch Einwalzen*

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Published/Copyright: May 26, 2013
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Kurzfassung

Das Glatt- und Festwalzen von Bohrungen und anderen Konturen ist ein seit vielen Jahren bewährtes Verfahren, mit dem einerseits sehr gute Oberflächen erzielt werden können und andererseits auch die Betriebsfestigkeit von Bauteilen signifikant erhöht werden kann. Mit dem Einwalzen zur Herstellung von Verbundbauteilen wie z.B. gebauten Wellen können die Einsatzmöglichkeiten des Walzens um einen interessanten Aspekt erweitert werden. Dabei wird mit angepassten Werkzeugen und einem höheren Walzübermaß ein anforderungsoptimiertes Innenbauteil plastisch aufgeweitet und so in ein den speziellen Anforderungen entsprechendes Außenteil gefügt.

Abstract

The roller burnishing and deep rolling of drill holes or other profiles is a well established process for achieving a very high surface quality and for enhancing the fatigue strength significantly. With the development of the rolling-in process for manufacturing composite workpieces like e. g. composite shafts and camshafts the possible fields of application of the rolling process can be extended by an interesting aspect. For rolling-in specially adapted tools were used with a higher rolling oversize to join by expanding an inner component inside an outer part, both optimised for special requirements.


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Dieser Beitrag wurde bereits im DVM-Bericht 132 — Fügen und Betriebsfestigkeit — veröffentlicht.

Dr.-Ing. Michael Hagedorn, Jahrgang 1971, studierte Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Produktionstechnik an der Universität Dortmund. Er war von Juni 2000 bis März 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am ISF und promovierte auf dem Gebiet des Fügens durch Einwalzen. Seit April 2006 ist er bei der Fa. MHP Mannesmann Präzisrohr GmbH in der Produktentwicklung für den Bereich Automobilindustrie beschäftigt.

Dipl.-Logist. Nadine Kessler, Jahrgang 1978, studierte Logistik an der Universität Dortmund. Sie ist seit April 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin am ISF.

Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Klaus Weinert, Jahrgang 1943, studierte Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Fertigungstechnik an der Technischen Universität Braunschweig und promovierte auf dem Gebiet des Schleifens. Nach dreizehn Jahren in der Automobilindustrie, unter anderem als Assistent der Werksleitung, und als Leiter des Werkzeugbaus, steht er seit 1992 dem Institut für Spanende Fertigung (ISF) der Universität Dortmund vor.

Dipl.-Ing Gerhard Wilcke studierte an der FH Aachen von 1997—2000. Von 2001 bis 2003 war er als Konstrukteur in der Motorenentwicklung tätig. Seit 2003 ist er bei der Ecoroll AG als Projektingenieur F+E beschäftigt. Im Hause Ecoroll ist er für die Verfahrens- und Werkzeugentwicklung sowie kooperative F+E-Projekte mit Forschungseinrichtungen und der Industrie verantwortlich.

Dr.-Ing. Karsten Röttger promovierte an der RWTH Aachen mit einer Arbeit zum Thema „Walzen hartgedrehter Oberflächen‟. In der Zeit fungierte er auch als Leiter der Forschungsgruppe „Zerspanung mit geometrisch bestimmter Schneide‟ am angesehenen Werkzeuglabor der RWTH Aachen. Er begann am 1. August 2002 seine Tätigkeit als Vorstand der Ecoroll AG. Um das zukünftige Wachstum des Unternehmens zu gewährleisten, setzt er den Akzent auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Die Tochterfirma Ecoroll Corporation in Cincinnati, Ohio, USA wurde 2004 unter seiner Führung gegründet.


Literatur

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Online erschienen: 2013-05-26
Erschienen im Druck: 2006-09-01

© 2006, Carl Hanser Verlag, München

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