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Leichtbau und Betriebsfestigkeit durch realitätsnahe Lastannahmen am Beispiel von PKW-Anhängevorrichtungen

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Published/Copyright: May 26, 2013
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Kurzfassung

Eine wesentliche Voraussetzung für betriebsfest auszulegende Leichtbaukonstruktionen sind Lastannahmen, die den betrieblichen Einsatz möglichst genau abdecken. Starke Vereinfachungen, wie z.B. einaxiale statt mehraxialer Belastung und/oder konstante anstelle variabler Amplituden können in der Praxis zu Problemen führen und vermeintlich kostensparende Lösungen leicht in das Gegenteil verkehren. Am Beispiel von PKW-Anhängevorrichtungen wird die Aufgabe erläutert und eine Lösung aufgezeigt.

Abstract

An important precondition for optimal light-weight design are realistic load assumptions for the design as well as for fatigue tests. Extensive simplifications, e.g. uniaxial instead of multiaxial loading and/or constant instead of variable amplitude loading may result in problems and turn a pretended cost-saving solution into an expensive one. The task is explained and a solution is presented taking trailer coupling devices of passenger cars as example.


Dr. Thomas Bruder, geboren 1962, studierte Allgemeinen Maschinenbau an der TU Darmstadt. Dort war er von 1991 bis 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkstoffmechanik und promovierte auf dem Gebiet der Betriebsfestigkeit. Im Anschluss arbeitete er bei LMS International in Kaiserslautern. Seit 2000 war er als Market Manager Durability CAE für Softwareprodukte zur rechnerischen Betriebsfestigkeitsanalyse zuständig. Seit Ende 2002 ist er am Fraunhofer Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt tätig. Er leitet das Kompetenzcenter „CAx Technologien“.

Dipl.-Ing. Hartmut Klätschke, geboren 1943, studierte, nach Lehre und Berufstätigkeit als Werkzeugmacher, Maschinenbau an der Ingenieurschule Rüsselsheim/Wiesbaden, Abschluss 1969. Nach zwei Jahren in der Industrie wechselte er zum Laboratorium für Betriebsfestigkeit (LBF), heute Fraunhofer Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit. Dort war er tätig auf dem Gebiet der Betriebslastenanalyse und der Erstellung von Lastfolgen für Berechnung und Versuch. Seit September 2004 ist er im Ruhestand, steht aber weiterhin beratend zur Verfügung.

Dr. Andreas Sigwart, geboren 1963, studierte Maschinenbau an der TU Clausthal. Von 1989 bis 1994 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Maschinelle Anlagentechnik und Betriebsfestigkeit, wo er 1993 bei Prof. Zenner auf dem Gebiet der Betriebsfestigkeit promovierte. Seit 1994 ist er in der Entwicklung der Ford-Werke GmbH in Köln tätig. Er leitet jetzt den Bereich Durability CD-car & Karosseriebetriebsfestigkeit Versuch.

Dipl.-Ing. Jörg Riehle, geboren 1966, studierte Maschinenbau an der Universität Stuttgart. Im Anschluss erwarb er den MBA-Abschluss am Institut Supérieur des Affaires in Paris. Nach 3-jähriger Tätigkeit in der Produktplanung bei der Freightliner Corporation in Portland, Oregon USA, leitete er von 1995 an den Bereich Forschung und Entwicklung der ORIS Fahrzeugteile Hans Riehle GmbH in Möglingen. Seit 1999 ist er Geschäftsführer der ORIS Fahrzeugteile Hans Riehle GmbH.


Literatur

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Online erschienen: 2013-05-26
Erschienen im Druck: 2005-07-01

© 2005, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 12.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/120.100670/html
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