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Arbeitsbedingungen im Wandel der Industrie 4.0

Mitarbeiterpartizipation als Erfolgsfaktor zur Akzeptanzbildung und Kompetenzentwicklung
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Published/Copyright: March 20, 2017

Kurzfassung

Produktionsunternehmen reagieren auf den globalen Wettbewerb vermehrt mit dem Einsatz innovativer Technologien und können künftig von Forschungsergebnissen der Industrie 4.0 profitieren. Der Artikel stellt Thesen auf, wie die Industrie 4.0 die Arbeitsbedingungen in der Smart Factory verändern kann. Für eine erfolgreiche Einführung der Industrie 4.0 und den Betrieb in einer Smart Factory sind die zu erwartenden Akzeptanzbarrieren und die veränderten Kompetenzanforderungen an die betroffenen Mitarbeiter zu analysieren. Partizipation wird als möglicher Lösungsansatz vorgestellt, sie hat einen positiven Einfluss auf die Akzeptanz und die Kompetenzentwicklung.

Abstract

Manufacturing companies in Germany react in a volatile, global competition with innovative developments. Those can benefit from research results of the industry 4.0. The article presents the thesis that the industry 4.0 is largely changing the working conditions in the Smart Factory regarding requirements, resources and workloads. Against this background, it will be necessary to analyze the impact of the changes in a Smart Factory to the affected employees and to reduce barriers of acceptance. Additional changes in the competency requirements should be considered for the successful usage of the IT-dominated technologies. As a possible approach, the participation is presented which has a positive influence on the acceptance and competence development.


Univ.-Prof. Dr.-Ing. Uwe Dombrowski, studierte Maschinenbau in Hamburg und Hannover und promovierte 1987 an der Universität Hannover. Nach 12 Jahren in leitenden Positionen der Medizintechnik- und Automobilbranche erfolgte 2000 die Berufung zum Universitätsprofessor an die Technische Universität Braunschweig und die Ernennung zum Geschäftsführenden Leiter des Instituts für Fabrikbetriebslehre und Unternehmensforschung (IFU).

Dipl.-Ing. (FH) Tobias Wagner, M.Sc. studierte Wirtschaftsingenieurwesen Fachrichtung Maschinenbau in Wildau und Aachen. Seit 2013 arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsgebiet Fabrikplanung und Arbeitswissenschaft am Institut für Fabrikbetriebslehre und Unternehmensforschung (IFU) der TU Braunschweig.


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Online erschienen: 2017-03-20
Erschienen im Druck: 2014-05-29

© 2014, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 19.3.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/104.111149/html
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