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Nutzen der virtuellen Inbetriebnahme: Ein Experiment

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Published/Copyright: March 17, 2017

Kurzfassung

Die Inbetriebnahme von Produktionssystemen stellt einen Brennpunkt in der Auftragsabwicklung des Maschinen- und Anlagenbaus dar. Häufig können Teile der Steuerungssoftware erst auf der Baustelle beim Kunden fertig programmiert werden. Durch eine virtuelle Inbetriebnahme (VIBN) besteht aber die Möglichkeit, viele der damit verbundenen Änderungen im Büro mit dem Ziel der Zeitersparnis vorwegzunehmen. Aus diesem Zeitvorsprung ergeben sich Kosteneinsparungen, die jedoch nur schwer ermittelbar sind, da es nicht bekannt ist, wie viel Zeit tatsächlich gespart wird. Bei einem im Artikel beschriebenen Experiment haben zahlreiche Programmierer jeweils mit und ohne VIBN eine baugleiche Anlage in Betrieb genommen. Die Ergebnisse sollen helfen, Argumente für die Einführung einer VIBN zu finden und eine Basis für die Abschätzung der Rentabilität darstellen.

Abstract

The value of machine development becomes evident during the commissioning phase of a production plant. Frequently parts of control software have to be completed on site. Using a method as well as technology referred to as Virtual Commissioning, a reasonable portion of the activity can be conducted earlier in the home office in order to save time. By yielding a shorter time-to-volume, this lead can be transferred into a cost reduction. Unfortunately, due to the unpredictable course of commissioning, the amount of saved time cannot be measured. This article describes an experiment that has been conducted with two groups of control programmers, one of which applied Virtual Commissioning software development for the same plant. The results are compared to the ones of the other group of programmers that did not use Virtual Commissioning. The outcome of the experiment can be used for case studies on the application of Virtual Commissioning.


Prof. Dr.-Ing. Michael F. Zäh, geb. 1963, hat Maschinenbau an der Technischen Universität München studiert und im Bereich Werkzeugmaschinen promoviert. Seit 2002 ist er als Professor der Technischen Universität München Leiter des Instituts für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwbr).

Dipl.-Ing. Georg Wünsch, geb. 1974, hat Maschinenwesen an der Technischen Universität München studiert. Seit 2002 ist er als Wissenschaftlicher Assistent am iwb tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Mechatronik und virtuelle Inbetriebnahme.

Dipl.-Ing. Thomas Hensel, geb. 1977, hat Elektrotechnik an den Technischen Universitäten Darmstadt und München studiert. Seit 2006 ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am iwb tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Mechatronik und virtuelle Inbetriebnahme.

Dipl.-Ing. Alexander Lindworsky, geb. 1979, hat Maschinenwesen an der Technischen Universität München und allgemeine Ingenieurwissenschaften an der École Centrale Paris studiert. Seit 2006 ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am iwb tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Mechatronik und virtuelle Inbetriebnahme.


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Online erschienen: 2017-03-17
Erschienen im Druck: 2006-10-27

© 2006, Carl Hanser Verlag, München

Downloaded on 28.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.3139/104.101070/html?lang=en
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