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"Selbstkritik" und Schuldbekenntnis
Kommunikation und Herrschaft unter Stalin (1917-1953)
Sprache:
Deutsch
Veröffentlicht/Copyright:
2008
Über dieses Buch
Unter Stalin wurden Menschen genötigt, sich selbst zu beschuldigen. Diese Praxis ging nicht auf vorrevolutionäre Traditionen zurück, sondern entstand erst während der innerparteilichen Machtkämpfe der zwanziger Jahre. Sie hatte den Zweck, politischen Streit beizulegen, Sündenböcke zu demütigen oder auch die "pädagogische Besserung" fehlgegangener Amtsträger zu inszenieren. Auch dort, wo vorgeblich die moralische Läuterung einzelner Menschen angestrebt wurde, ging es den Vertretern des Regimes tatsächlich eher darum, Stimmung und Situation im jeweiligen sozialen Umfeld zu beherrschen.
Rezensionen
"Die Arbeit zeichnet sich durch eine Einstellung aus, Neues herauszufinden und keine scheinbar noch so selbstverständlichen Aussagen der vorliegenden Literatur unbesehen zu übernehmen. Sie gehört zu jenen Arbeiten, die nicht nacherzählen, sondern genuine Forschung betreiben und damit Diskussionen eröffnen." Berthold Unfried, H-Soz-u-Kult
"Bereichert die Forschung um wichtige, höchst anregende und beachtenswerte Einsichten und Überlegungen." Hans Hecker, Osteuropa, 59. Jg., 7-8 2009
"... „Selbstkritik“ und Schuldbekenntnis (gehört) vielleicht zu den originellsten und wichtigsten Analysen des Stalinismus der letzten Jahre. Erren zeigt eine Welt, die mit ihrer theatralischen Inszenierung, ihrer Selbstverleugnung, der usurpierten Entscheidungsgewalt über ‚richtig‘ und ‚falsch‘ fremd und monströs anmutet. Zwar weist der Autor zu Recht immer wieder auf parallele Diskursmechanismen in anderen Gesellschaftsformen hin, arbeitet dann aber das Thema der Schuldbekenntnisse im Zusammenhang mit Machtakkumulation und physischer Gewalt als Signum der stalinistischen Epoche heraus." Neue Politische Literatur, Nr. 3/2009
Fachgebiete
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Frontmatter
1 -
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Inhalt
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Vorwort
9 -
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Einführung
11 -
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I. Der bolschewistische Abstimmungskörper als kollektive Geisel
33 -
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II. „Kritik und Selbstkritik“: Ursprung und Wirkung eines neuen Schlagworts
93 -
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III. Die Gleichschaltung des Geisteslebens: „Selbstkritik“ als Fehlereingeständnis
135 -
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IV. Reue und Selbstkritik in der sowjetischen Öffentlichkeit 1931-1953
179 -
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V. Schuldbekenntnisse im Gefängnis und vor Gericht
327 -
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Sozialistische Öffentlichkeit und Stalins Panoptikum
373 -
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Anhang
385 -
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Personenregister
401 -
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Backmatter
407
Informationen zur Veröffentlichung
Seiten und Bilder/Illustrationen im Buch
eBook veröffentlicht am:
24. Februar 2014
eBook ISBN:
9783486707243
Gebunden veröffentlicht am:
28. Juli 2008
Gebunden ISBN:
9783486579710
Seiten und Bilder/Illustrationen im Buch
Inhalt:
405
Zielgruppe(n) für dieses Buch
Zeithistoriker, v.a auch mit Spezialgebiet osteuropäische/russische Geschichte; Bibliotheken
Sicherheits- und Produktressourcen
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Genthiner Straße 13
10785 Berlin
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