Zusammenfassung
Der Beitrag diskutiert „Hartz IV“ als Sicherungsregime des Aktivierenden Wohlfahrtsstaates und geht dabei in komparativer Perspektive der Frage nach, was die implizite Norm universeller Erwerbsbürgerschaft für Geschlechter(un)gleichheit bedeutet und inwiefern sich daraus ein Wandel des deutschen Gender Regimes ergibt. Um diese Fragen zu beantworten, werden die gesetzliche Ausgangslage und die Implementation des SGB II anhand aktueller Befunde aus der Evaluationsforschung im Hinblick auf gender-relevante Dimensionen analysiert. Im Ergebnis zeigt sich, dass die gesetzlichen In konsistenten unter den spezifischen Implementationsbedingungen zu einer Verschärfung sozialer Ungleichheiten führen. Das Konzept universeller Erwerbsbürgerschaft wird nur selektiv umgesetzt und in der Folge ergibt sich ein inkrementeller und inkonsistenter Wandel des deutschen Gender Regimes.
© 2008 by Lucius & Lucius, Stuttgart
Articles in the same Issue
- Inhaltsverzeichnis
- Abhandlungen
- Integrierende oder separierende Interessenvertretungspolitik?
- Beschäftigungsfähigkeit im Alter: Eine bildungs- und familienpolitische Herausforderung
- Die Krankenversicherung in den Niederlanden zwei Jahre nach der Reform
- Universelle Erwerbsbürgerschaft und Geschlechter(un)gleichheit
- Sowie
- Von der Schweiz lernen? Neue Forschung zur Geschichte des Schweizer Systems sozialer Sicherung
- Abstracts
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