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Einige Anmerkungen zum Wesen der Deflation aus Sicht der Finanzstabilität

  • Dirk Bleich , Torsten Bleich and Ralf Fendel EMAIL logo
Published/Copyright: March 22, 2016
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Abstract

Deflation is currently considered as one of the most important threats for macroeconomic dynamics and, thus, it is argued that it should be avoided by all available means. We challenge this view because empirically it cannot be verified that deflation periods necessarily go hand in hand with recessions. Thus, costs of deflation might be much lower than typically assumed. If for monetary policy makers, a possible conflict of interests between the avoidance of deflation and the safeguarding of financial stability emerges - for example in the case of excessive credit growth - an increase in the interest rate despite deflations fears might be acceptable in the particular scenario.

Zusammenfassung

Das Auftreten von Deflation wird reflexartig als eine der größten Gefahren für die makroökomische Dynamik angesehen. Es wird daher oftmals argumentiert, dass diese mit allen Mitteln verhindert werden sollte. Der Aufsatz setzt sich kritisch mit dieser weit verbreiteten Ansicht auseinander, denn empirisch ist keineswegs belegt, dass Deflationen stets mit einer Rezession einhergehen. Damit sind die Kosten einer Deflation möglicherweise weit geringer, als üblicherweise unterstellt wird. Wenn es nunmehr aus Sicht der Wahrung der Finanzmarktstabilität etwa bei übermäßigem Kreditwachstum zu einem Zielkonflikt für die Geldpolitik kommt, wäre in diesem Szenario eine Zinserhöhung trotz drohender Deflation unter Umständen akzeptabel.

Online erschienen: 2016-3-22
Erschienen im Druck: 2013-8-1

© 2013 by Lucius & Lucius, Stuttgart

Downloaded on 4.2.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/zfwp-2013-0203/pdf?lang=en
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