Startseite Wirtschaftswissenschaften Regulierung, Lebenszufriedenheit und Arbeitsplatzsicherheit Eine Analyse auf Basis von internationalen Umfrage- und Regulierungsdaten
Artikel
Lizenziert
Nicht lizenziert Erfordert eine Authentifizierung

Regulierung, Lebenszufriedenheit und Arbeitsplatzsicherheit Eine Analyse auf Basis von internationalen Umfrage- und Regulierungsdaten

  • Dominik H. Enste EMAIL logo und Stefan Hardege
Veröffentlicht/Copyright: 22. März 2016
Veröffentlichen auch Sie bei De Gruyter Brill

Abstract

Individual well-being is mostly measured by income so that non-monetary dimensions are not accounted for. To complement the analysis of wellbeing, survey-based data concerning satisfaction with life and happiness are used. These surveys include variables like health, social capital, regulation density and job security. An international comparison shows that the perceived job security is significantly lower in Germany than in many other European countries - even though the government aims to foster job security via regulatory measures like strict employment protection legislation. Contrary to political intention, the survey suggests that tight regulation does not correspond with a high degree of perceived job security. The latter seems to be stronger influenced by indicators like labor market performance and individual qualification.

Zusammenfassung

Zur Beurteilung der individuellen Wohlfahrt wird oftmals auf Einkommensgrößen zurückgegriffen. Nichtmonetäre Bestimmungsgründe des subjektiven Wohlbefindens bleiben dabei außen vor. Diese Lücke sollen Befragungen zur Lebenszufriedenheit schließen, die von Faktoren wie Gesundheit, soziale Beziehungen und Vertrauen, aber auch von staatlichen Regulierungen und der empfundenen Arbeitsplatzsicherheit beeinflusst wird, wie ein internationaler Vergleich zeigt. Diskretionäre staatliche Eingriffe in Form von Regulierungen sind negativ, gute ordnungspolitische Rahmenbedingungen sind hingegen positiv mit der Lebenszufriedenheit korreliert. In Deutschland ist zudem die empfundene Arbeitsplatzsicherheit geringer als in fast allen untersuchten europäischen Ländern - obwohl der Gesetzgeber zum Beispiel über Kündigungsschutzregelungen versucht, diese Sicherheit zu erhöhen. Höhere Regulierung trägt entgegen der Intention jedoch nicht zu mehr Arbeitsplatzsicherheit bei, sondern wirkt diesem subjektiven Sicherheitsempfinden vielfach entgegen. Wichtig für die subjektive Arbeitsplatzsicherheit erweisen sich in einem Ländervergleich eher die generelle Arbeitsmarktsituation und das individuelle Qualifikationsniveau.

Online erschienen: 2016-3-22
Erschienen im Druck: 2009-8-1

© 2009 by Lucius & Lucius, Stuttgart

Heruntergeladen am 4.2.2026 von https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/zfwp-2009-0206/html?lang=de
Button zum nach oben scrollen