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Wissenschaftliche Hausarbeiten und das Problem der Netzplagiate

  • Michael Beißwenger EMAIL logo
Published/Copyright: June 19, 2006
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Zeitschrift für germanistische Linguistik
From the journal Volume 32 Issue 1

Abstract

Die Geschichte plagiierter oder kompilierter Hausarbeiten beginnt sicherlich nicht erst mit dem World Wide Web. Auch früher wurde bisweilen aus Büchern, Fachbeiträgen oder den Arbeiten von KommilitonInnen abgeschrieben in der Hoffnung, dem Seminarleiter sei die verwendete (und bibliographisch unterschlagene) Quelle nicht bekannt. Nachdem immer mehr wissenschaftliche Artikel und Seminararbeiten auch im Netz zur Verfügung stehen, aus welchem sich per WWW-Browser bequem Texte und Textteile herauskopieren, in ein Textverarbeitungsprogramm übernehmen und dort ggf. verändern, umformatieren und neu zusammenfügen lassen, hat die Zahl der Plagiate allem Anschein nach jedoch deutlich zugenommen. Zumindest werden immer häufiger Plagiatsversuche als solche enttarnt, da nicht wenige Lehrende mittlerweile für das Thema „Hausarbeitenbörsen“ sensibilisiert sind und für den Versuch des Nachweises von Plagiaten prinzipiell auf dieselben Ressourcensammlungen oder Hilfsmittel (z.B. Suchmaschinen) zugreifen können, derer sich auch die Verfasser „verdächtiger“ Arbeiten bedient haben. Wo einerseits durch das Internet das Plagiieren enorm vereinfacht wird, ist somit andererseits auch die Chance einer Entlarvung deutlich höher als bei traditionellen Plagiaten.

Published Online: 2006-06-19
Published in Print: 2004-04-01

© Walter de Gruyter

Downloaded on 25.1.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/zfgl.2004.32.1.113/pdf
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