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Zum Image des Wanderers in Deutschland – Spießig oder doch irgendwie modern?

  • Christian Eilzer ist Mitglied des Vorstands sowie Leitungsreferent im DI Tourismusforschung. Er ist seit 2004 an der Fachhochschule Westküste tätig, dort seit 2006 im Institut für Management und Tourismus bzw. ab 2020 im neu gegründeten DI Tourismusforschung. Zudem ist er seit 2009 Geschäftsführer des Fachbereichs Wirtschaft. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Naturtourismus mit einem Fokus auf Wandertourismus sowie Slow Tourism.

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    Rebekka Weis ist seit 2012 an der Fachhochschule Westküste tätig, zunächst im Institut für Management und Tourismus und seit 2020 als Projektmitarbeiterin im DI Tourismusforschung. Ihre Forschungen beschäftigen sich mit dem Image von Mobilität, Einstellungen zu Energieträgern im Zusammenhang mit Tourismus sowie Natur- und Wandertourismus.

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    Tim Harms ist Studiengangsleiter der Bachelor- und Masterstudiengänge ‚International Tourism Management‘ (ITM) und Projektleiter im DI Tourismusforschung der Fachhochschule Westküste in Heide. Seine Schwerpunkte in der Lehre liegen in den Bereichen ‚Empirische Sozialforschung‘, ‚Empirische Forschungsprojekte‘ und ‚Tourismusgeographie‘. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Zielgruppensegmentierungen, Naturtourismus, Wein und Kulinarik sowie touristische Erlebnisgenese und -konstruktion. Der Titel seiner Dissertation lautet: ‚Erlebnisgenese im Tourismus – Von punktuellen Erlebnissen zu touristischen Erfahrungen am Beispiel des Naturtourismus im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft‘.

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Published/Copyright: April 4, 2025

Zusammenfassung

Das Wandern hat wie viele andere in der Natur ausgeübte Aktivitäten einen Bedeutungszuwachs in Urlaub und Freizeit erfahren. Im Zuge dieser Entwicklung wird postuliert, dass das Wandern einen positiven Imagewandel vollzogen hat. Wurde das Wandern seit den 1970er-Jahren bis in die 1990er-Jahre als langweilige Beschäftigung für Ältere wahrgenommen, wird es heute zusehends mit Begriffen wie ‚modern‘, ‚jung‘ oder ‚in‘ konnotiert. Feststellen lässt sich bei dieser Diskussion allerdings ein Mangel an empirischen Daten zum Image im Bereich des Wanderns. Zielsetzung des vorliegenden Beitrags ist es, Sympathie, Imageattribute und Assoziationen aus Sicht der deutschen Bevölkerung in Bezug auf Wanderer bzw. Personen zu untersuchen, die zu Fuß unterwegs sind. Die Studie schließt damit eine Forschungslücke und zeigt, dass das Bild des Wanderers in Deutschland in der Summe positiv besetzt ist, sich allerdings Attribute wie ‚jung‘ oder ‚modern‘ nicht in dem oftmals dargestellten Ausmaß im Image der Deutschen widerspiegeln. Auch wenn aufgrund fehlender Vergleichsdaten ein Wandel in der Wahrnehmung der Wanderer nicht empirisch belegt werden kann, stützen die Ergebnisse die These des vielfach kommunizierten Imagewandels im Bereich des Wanderns. Darüber hinaus liefern die Ergebnisse insbesondere hinsichtlich der Besucheransprache und der zu erwartenden Zielgruppen in spezifischen Destinationen wertvolle Hinweise.

Abstract

Like many other outdoor activities, hiking has become increasingly important for vacations and leisure time. In the course of this development, it is postulated that hiking has undergone a positive image change. While hiking was perceived as a boring activity for older people between the 1970s and the 1990s, it is now increasingly associated with terms such as ‚modern‘, ‚young‘ and ‚in‘. However, there is a lack of empirical data on the image of hiking in this discussion. The aim of this article is to examine sympathy, image attributes and associations from the perspective of the German population in relation to hikers or people who set out on foot. The study thus closes a research gap and shows that the image of the hiker in Germany is generally positive, but that attributes such as ‚young‘ or ‚modern‘ are not present in the collective image of Germans to the extent that is often portrayed. Even if a change in the perception of hikers cannot be empirically proven due to a lack of comparative data, the results support the thesis of the frequently communicated image change in the area of hiking. In addition, the results provide valuable information, particularly with regard to addressing visitors and prospective target groups in specific destinations.

1 Hintergrund und Zielsetzung

Das Wandern zählt hinsichtlich der in der Natur ausgeübten Aktivitäten zu einer der beliebtesten Urlaubs- und Freizeitaktivitäten der Deutschen (BMWi, 2010, S. 57; Eilzer, 2021, S. 92). Dabei wird das Wandern insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Erleben von Natur und Landschaft als eine bedeutsame und am häufigsten durchgeführte Aktivität genannt (BTE, 2016, S. 10; Kim, Lee, Uysal, Kim, & Ahn, 2015, S. 76; Nordbø, Engilbertsson, & Vale, 2014, S. 381; Thiele, 2018, S. 57). Nach verschiedenen Studien zum Wandermarkt Deutschland gehen knapp 75 % der Deutschen mindestens manchmal wandern (BTE, 2024, S. 5; Eilzer, Harms, Dornheim, & Weis, 2022, S. 15; Project M, 2014, S. 10), lediglich etwa ein Viertel der Deutschen übt die Aktivität Wandern nicht aus.

Eine stärkere Hinwendung zu Aktivitäten in der Natur – wie Wandern, Radfahren oder Besuch von Naturattraktionen – ist nicht erst seit der COVID-19-Pandemie zu beobachten, in der das Interesse an und die Nachfrage nach Natur, Naturerleben und Outdoor-Aktivitäten einen Aufschub erfahren hat und die Sehnsucht nach Natur sogar als ein Leitmotiv und -erlebnis der Reisenden zu Pandemiezeiten dargestellt wurde (Burzinski, 2021, S. 47). Auch das Wandern konnte, nicht nur in Deutschland, von diesem Trend profitieren (Bichler & Peters, 2022, S. 534; Obradović & Tešin, 2022; Schmude, 2021, S. 164 f.; Smith, Velasquez, Norman, & Pickering, 2023), wodurch diese Aktivität stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt ist. Eine erhöhte Aufmerksamkeit erfährt das Wandern allerdings schon seit Ende der 1990er-Jahre. Galt das Wandern in Deutschland zu Beginn der 1990er-Jahre noch als „überholt“ (Brämer, 2003, S. 66), „langweilige Seniorenbeschäftigung“(Dreyer, Menzel, & Endreß, 2010, S. 13) und „Waldmarsch“ (Leder, 2007, S. 320), hat das Wandern seit Beginn der Jahrtausendwende ein Comeback erlebt (Dreyer, Menzel, & Endreß, 2010, S. 13; Kagermeier, 2020, S. 243). Es kam zu einer „Neuentdeckung der Freizeitaktivität Wandern“ (Menzel & Dreyer, 2009, S. 264) mit einer neuen Sichtweise auf das Wandern, die durch verschiedene Faktoren geprägt wird. Als ein Bestandteil dieses Wandels entwickelte sich beispielsweise Outdoor zu einem neuen Lebensstil (Brehm, 2018, S. 62), was sich neben der allgegenwärtigen Outdoorkleidung (Knoll, 2016, S. 37) im Stellenwert von Aktivitäten in der Natur widerspiegelt: „[So ist es] für viele Menschen […] ein Teil des persönlichen Lebensstils geworden, die Natur zu erwandern […]“ (Quack, 2019, S. 30). „Wandern, Angeln, Fahrradfahren: Was vor ein paar Jahren noch als spießig galt, ist heute Trendsport“, schreibt in diesem Zusammenhang etwa der Newsletter TN-Deutschland in seiner Ausgabe vom 01.10.2021 zur neuen Popularität des Wanderns.

Mit der seit der Jahrtausendwende sowohl von der Tourismuswirtschaft, den Medien als auch der Wissenschaft postulierten Wiederentdeckung und Renaissance des Wanderns wird auch ein Imagewandel des Wanderns propagiert (Bichler & Peters, 2022, S. 533; Blume, Müller, & Quack, 2020, S. 97; Gross & Werner, 2018, S. 167), allerdings wird das Thema in der Literatur nicht vertiefend betrachtet. Anstatt den Blick von außen auf den Wanderer und mit Wanderern verknüpfte Assoziationen, Bilder oder Vorstellungen zu richten, steht als ein Schwerpunkt in der Literatur die interne Perspektive des Wanderers im Fokus. So widmet sich beispielsweise eine Reihe von Studien Erwartungen und Motiven (Bichler & Peters, 2021; Geiger, Sers, Buday, & Wäsche, 2023; Happ, Hofmann, & Schnitzer, 2021; Kastenholz & Rodrigues, 2007, S. 7; Kim, Lee, Uysal, Kim, & Ahn, 2015), Erlebnissen (Breiby, 2015; Chhetri, Arrowsmith, & Jackson, 2004; Chhetri, 2015; Cole & Hall, 2009; den Breejen, 2007; Dorwart, Moore, & Leung, 2009; Luo & Shang 2024; Thiele, 2018; Vespestad & Lindberg, 2011; Wöran & Arnberger, 2012) oder der Zufriedenheit (Bichler & Peters, 2021; Hung & Hsieh, 2014; Kim, Lee, Uysal, Kim, & Ahn, 2015; Kyle, Graefe, & Manning, 2003) von Wanderern. Weitere thematische Schwerpunkte der Wanderforschung liegen auf den Wanderdestinationen, dem Besuchermanagement und den Auswirkungen des Wanderns, der Entwicklung von Angeboten für das Wandern oder verschiedenen Wandertypen wie Fern- oder Freizeitwanderungen sowie auf der Untersuchung theoretischer Konzepte wie der Flow Theory (Bichler & Peters, 2022, S. 534 f.).

Im Zuge des postulierten Imagewandels wird das Wandern mit Begriffen wie ‚in‘ (BMWi, 2010, S. 12; Menzel & Dreyer, 2009, S. 264) in Verbindung gebracht und als Trendsportart angesehen (Bergzeit, 2023, o. S.; Brehm, Kammel, & Selheim, 2018, S. 19). Als Gründe für den Imagewandel weg vom ‚klassischen‘ Image des Wanderns werden neben der bereits angeführten Rolle der Outdoorindustrie Einflussfaktoren wie gestiegener Stellenwert der Natur als Gegenwelt zum stressigen Alltagsleben (BMWi, 2010, S. 34; Brämer, 2008, S. 1; Roth, Jakob, & Türk, 2003, S. 38), stärkere Bedeutung eines gesundheits- und bewegungsorientierten Lebensstils (BMWi, 2010, S. 32), Darstellung des Themas in den Medien (Dreyer, Menzel, & Endreß, 2010, S. 14; Vogt, 2010, S. 277), Schaffung eines qualitativ hochwertigen Wanderangebots (Project M, 2014, S. 30 ff.) oder Ausdifferenzierung der Zielgruppen (Menzel & Dreyer, 2009, S. 265) angeführt. Hinsichtlich des Alters der Wanderer hat – auch wenn ältere Menschen weiterhin tendenziell regelmäßiger wandern als jüngere – die Altersabhängigkeit abgenommen und es sind vermehrt jüngere Menschen in der Landschaft unterwegs (Project M, 2014, S. 11; Quack, 2019, S. 17), wie bereits zu Beginn des neuen Jahrtausends festgestellt wurde:

„Andererseits werden der Öffentlichkeit neuerdings auch schon mal andere Szenarien präsentiert. Neben ‚rentnernden‘ Marschkolonnen mit ebenso strammen Waden wie Bäuchen treten in Zeitungsartikeln und Tourismusprospekten immer mehr junge Leute wandernd in Erscheinung, hoch rucksackbepackte junge Männer auf steilen Saumpfaden, turtelnde Pärchen auf bunten Waldwiesen, leicht bekleidete Frauen mit Wanderstöcken und Rucksack in südlicher Wildnis.“ (Brämer, 2003, S. 62)

Im Zuge des durch diese Indikatoren aufgezeigten Imagewandels lässt sich allerdings noch nicht abbilden, wie sich das Image des Wanderers in Deutschland konkret und aus Sicht der Bevölkerung darstellt. Auch kann der beschriebene Wandel des Images gegenüber der vorherigen klassisch vorherrschenden Wahrnehmung der Wanderer nicht empirisch belegt werden, da kein entsprechendes Datenmaterial aus den Zeiten vor der sogenannten Renaissance des Wanderns vorliegt. Mit der in diesem Beitrag vorgestellten Studie wird zum einen dargestellt, wie es um das Image der Wanderer aus Sicht der Deutschen bestellt ist. Zudem wird eine Datengrundlage geschaffen, auf deren Basis zukünftig Veränderungen in der Wahrnehmung der Wanderer untersucht werden können. Durch Ermittlung des Images und der den Wanderern zugeschriebenen Eigenschaften können darüber hinaus ein Erkenntnisgewinn für die geführte Diskussion um das Image des Wanderns generiert und für die Praxis Ansätze zur Entwicklung und Vermarktung von Wanderangeboten für Destinationen und Anbieter geschaffen werden. Zudem bietet dieser Beitrag Ansatzpunkte für weitere Forschungen, etwa in der Verknüpfung zwischen dem wahrgenommenen Image und der Motivation von Wanderern oder dem Image einzelner Destinationen.

2 Forschungsstand

2.1 Image, Einstellung und Stereotype

Meinungsgegenstände wie z. B. Unternehmen (Meffert, Burman, & Koers, 2002, S. 5), Produkte (Schweiger, 1995, S. 918), geografische Bezeichnungen wie Reiseziele (Eisenstein & Scherhag, 2022, S. 15) oder Sport- und Freizeitaktivitäten (Ruge & Franz, 2022, S. 137) wie das Wandern lassen in den Köpfen der Menschen Bilder, Assoziationen und Vorstellungen entstehen. Diese mentalen Vorstellungen beinhalten häufig bestimmte Schlüsselbilder – bei Destinationen beispielsweise Landschaften, Gebäude oder angenommene typische dort ausgeübte Aktivitäten – und basieren auf Simplifizierungen etwa durch Rückgriffe auf Stereotype und Klischees (Eisenstein & Scherhag, 2022, S. 15). In der Konsumentenforschung und der Markenführung werden diese mentalen Vorstellungen und Einstellungen gegenüber Meinungsgegenständen als ‚Image‘ bezeichnet, wobei sich der Begriff des Images in der wissenschaftlichen Literatur durch mannigfaltige Definitionen und Abgrenzungen auszeichnet (Kroeber-Riel & Gröppel-Klein, 2019, S. 198).

Verstanden werden kann Image als „Gesamtbild, das sich eine Person von einem Meinungsgegenstand macht, wobei es sich hier eher um eine gefühlsmäßige Auseinandersetzung mit dem Beurteilungsobjekt handelt.“ (Schweiger, 1995, S. 915). Das Image stellt somit als externe Perspektive das Fremdbild eines Beurteilungsobjektes dar, wohingegen bezogen auf Menschen das eigene Verständnis einer Person oder von Gruppenmitgliedern einer eigenen Gruppe als Selbstbild in Form von Rollenverständnis bzw. Identität bezeichnet wird (Burmann, Halaszovich, Schade, Klein, & Piehler, 2021, S. 22). Die Unterscheidung von Selbstbild und Fremdbild bzw. der wahrgenommenen Identität und dem von außen zugeschriebenem Image ist in der dargestellten Studie zum Image des Wanderers für die Frage relevant, ob Unterschiede in der Wahrnehmung von Wanderern in Deutschland zwischen Personen, die selbst wandern, und Personen, die der Aktivität Wandern nicht nachgehen, zutage treten.

In der wissenschaftlichen Debatte verfügt der Begriff des Images über eine Reihe von Überschneidungen insbesondere zu den Begriffen ‚Einstellung‘, ‚Stereotyp‘ und ‚Imagery‘, wobei die Auffassungen auseinandergehen, ob es sich bei Image und Einstellung um voneinander getrennte, eigenständige Konstrukte handelt (Schweiger 1995, S. 915). Kroeber-Riel & Gröppel-Klein (2019, S. 199) beispielsweise verwenden die Begriffe ‚Einstellung‘ und ‚Image‘ synonym und beschreiben Einstellungen als Reflektion der Selbsteinschätzungen sowie aller Empfindungen und Haltungen in Bezug auf die gesamte Umwelt (andere Menschen, Objekte, reale und virtuelle Räume, Fiktionen und reale Gegebenheiten). Baumgarth (2014, S. 131) stellt Einstellungen hingegen als eindimensionale Größe dar, wohingegen er Images als mehrdimensionale Größe als Basis für Einstellungen beschreibt. Nach Schweiger (1995, S. 916) sind Images im Vergleich zu Einstellungen u. a. weniger bewusst, weniger sachhaltig und weniger rational und dienen vor allem dem Wissensersatz; zudem beinhalten Images Emotionen, Erwartungen und Wünsche, die Präferenzen entstehen lassen, die beim Einstellungsbegriff nicht erklärt werden können.

Deutlicher abgrenzen von ‚Image‘ und ‚Einstellung‘ lässt sich der Begriff der Stereotype, der oft extremere Werturteile beinhaltet und eher als Vorurteil gegenüber anderen Menschen und Menschengruppen angesehen wird (Schweiger, 1995, S. 916). Der Begriff ‚Imagery‘ bezieht sich hingegen im Unterschied zum Image, das sich auf den Gesamteindruck eines Meinungsgegenstandes bezieht, nur auf die bildhafte, visuelle Komponente des Gesamteindrucks (Schweiger, 1995, S. 916). Die hohe Bedeutung bildhafter Eindrücke zeigt sich auch in der Diskussion um den Imagewandel des Wanderns: Wurde das Wandern vor seiner steigenden Beliebtheit zum Ende der 1990er-Jahre bis dahin eher mit dem bereits aufgezeigten Bild der „‚rentnernden‘ Marschkolonnen mit ebenso strammen Waden wie Bäuchen“ (Brämer, 2003, S. 62) assoziiert, hat sich das visuelle Bild des Wanderns in der Außendarstellung in den Medien, in der Öffentlichkeit, in der touristischen Vermarktung und auch im wissenschaftlichen Diskurs gewandelt (siehe dazu auch Kapitel 1).

2.2 Image und Wandern

Mit der Neubewertung der zuvor als ungezähmt empfundenen und gefürchteten Natur im Zuge der Aufklärung im 18. Jahrhundert und in der Zeit der Romantik entwickelte sich ein Bedürfnis nach Naturerleben, unberührten Landschaften sowie nach Ruhe und Erholung (Amato, 2004, S. 101 ff.; Hachtmann, 2007, S. 60 f.). Das Wandern diente dabei zur Verwirklichung des in die Natur projizierten Traums von Zivilisationsferne (Brehm, Kammel, & Selheim, 2018, S. 13), der auch für die Wandervogel-Bewegung grundlegend war (Mogge, 2009). Im Zuge dieser Entwicklung erfuhren Wandern und Spazieren im 19. Jahrhundert gesellschaftliche Akzeptanz (Brehm, Kammel, & Selheim, 2018, S. 14; Chamberlin, 2015, S. 68 ff.). Mit der Industrialisierung eröffnete sich dann für breitere Bevölkerungsschichten die Möglichkeit, die Wanderlandschaften unkomplizierter zu erreichen (Brehm, Kammel, & Selheim, 2018, S. 16; Krüger, 2010, S. 19). Die sich entwickelnden Wandervereine fungierten als „institutionelle Instrument[e], um dem Wandern den Status einer populären Massenbewegung zu geben.“ (Schmoll, 2018, S. 69).

In den 1970er- bis in die 1990er-Jahre verlor das Wandern an Attraktivität (Brehm, 2018, S. 60) und wurde als wenig ansprechende Aktivität wahrgenommen. Anfang der 1990er-Jahre stellte der Wanderforscher Brämer (1993, S. 1) dazu fest: „Das öffentliche Bild des Wanderns ist so schlecht wie nie zuvor in der Geschichte.“ Verankert war das Wandern in großen Teilen der Bevölkerung mit Bildern und Vorstellungen, die nicht mehr in die Zeit zu passen schienen. Wanderer galten als konservativ, volkstümlich und langweilig; bekleidet mit Kniebundhose, Hut und Wanderstock. Dabei wandern Senioren, einfache Angestellte und Hausfrauen in Scharen, nutzen verschrobene Grußformeln und haben fröhliche Lieder auf den Lippen (vgl. Tab. 1). Entwickelt hat sich dieses charakteristische Bild des Wanderers durch die damalige typische Wanderkluft, deren Markt in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entstanden ist (Brehm, 2018, S. 59). Entsprechende Darstellungen des Wanderers in Heimatfilmen, in denen Wanderer bereits seit den frühen 1950er-Jahren auf diese Weise gezeigt wurden, haben dieses Bild des Wanderers nachhaltig in den Köpfen verankert (Leder, 2007, S. 320).

Tabelle 1:

Das Image des Wanderers in 1970er- bis 1990er-Jahren

Bekleidung / Ausrüstung

Adjektive

Verhalten

Zielgruppe

Kniebundhose

konservativ

ein fröhliches Liedchen auf den Lippen

Senioren (-beschäftigung / -alter) / für Alte

kariertes Hemd

volkstümlich

truppenweise im Frühtau zu Berge steigen

Kniebundgreise

wollene Kniestrümpfe in grau, grün oder rot

langweilig

rotkarierte Wanderhorden

rentnernde Marschkolonnen mit strammen Waden wie Bäuchen

Hut / Gamshut / grauer oder grüner Filzhut

klassisch

Waldmarsch

einfache Angestellte und Beamte sowie Hausfrauen

Stock / Wanderstock mit Stocknägeln

altbacken

verschrobene Grußformeln / Rituale wie offizielle Grußformen in Vereinen

Kniebundhosenspießer der Wander- und Alpenvereine

Stiefel

Rucksack

Quelle: Eigene Übersicht auf Basis von Bichler & Peters, 2022, S. 533; Blume, Müller, & Quack, 2020, S. 97; Brämer, 2003, S. 62; Brämer, 1996, S. 3; Brämer, 1993, S. 1; Brehm, 2018, S. 59; Dreyer, Menzel, & Endreß, 2010, S. 13; Fitzthum, 1999, o. S.; Gross & Werner, 2018, S. 167; Hürten & Görtz, 2010, S. 75; Leder 2007, S. 320; Muhar, Schauppenlehner, Brandenburg, & Arnberger, 2007, S. 7; Quack, 2019, S. 17; Schmoll, 2018, S. 69; Menzel & Dreyer, 2009, S. 263

Ab den 1990er-Jahren setzt ein Wandel in der Wahrnehmung des Wanderns ein. Beeinflusst von einer Reihe unterschiedlicher Faktoren beginnen sich die klassisch verankerten Bilder und Vorstellungen der wandernden Senioren mit Kniebundhosen zu verändern. In Form einer „Gegenbewegung zum Phänomen der Schnelllebigkeit in der Arbeitswelt und zum Massentourismus“ (Dreyer, Menzel, & Endreß, 2010, S. 14) verstärkt sich aufgrund des zunehmenden Mangels an Natur im Alltag das Bedürfnis, sich zur Erholung in der Natur aufzuhalten (Roth, Jakob, & Türk, 2003, S. 38). Gesamtgesellschaftliche Veränderungen wie zunehmende Individualisierung und ein Wertewandel fördern einen sportiven Lebensstil, wodurch Natursportaktivitäten wie das Wandern Aufschwung erhalten haben (Roth, Jakob, & Türk, 2003, S. 38) und Wandern zusehends als „lifestyle-oriented leisure activity“ (Blume, Müller, & Quack, 2020, S. 91) sowie als „modern, appealing pastime“ (Bichler & Peters, 2022, S. 533 f.) angesehen wird. Mit dem Wandern werden dabei u. a. Motivationsdimensionen wie der Genuss einer natürlichen Umgebung, das Entfliehen aus dem Alltag, Entspannung und Erholung sowie ein gesunder Lebensstil verfolgt (Davies, Lumsdon, & Weston, 2012, S. 81; Kim, Lee, Uysal, Kim, & Ahn, 2015, S. 87 ff.). Der höhere Stellenwert eines gesundheits- und bewegungsorientierten Lebensstils unterstützt durch neue Produkte der Ausrüstungsindustrie mit hoher Qualität und Lifestylefaktor, die vornehmlich eine jüngere Klientel ansprechen, sind zwei wesentliche Faktoren, die auf die Veränderung der Wahrnehmung des Wanderns einwirken (BMWi, 2010, S. 32). Auf der anderen Seite entdeckt die Tourismuswirtschaft zusehends das Wandern als interessantes Angebotselement, nimmt entsprechende Investitionen in die wandertouristische Infrastruktur vor, steigert mit zertifizierten Wanderwegen und Wandergastgebern die Qualität und entwickelt Angebote für unterschiedliche Zielgruppen (Dreyer & Menzel, 2009, S. 74). Je nach Zielgruppe und deren Bedürfnissen bedarf es dabei einer unterschiedlichen Ausgestaltung der Angebote und der Infrastruktur sowie einer entsprechenden Ansprache der jeweiligen Zielgruppen (Kastenholz & Rodrigues, 2007, S. 19; Project M, 2014, S. 34). Angesprochen werden durch eine aus diesen Entwicklungen resultierende Professionalisierung des Angebots für das Wandern nun explizit andere, auch jüngere Menschen bei Berücksichtigung des Wunsches vieler Wanderer nach einer größeren Themen- und Aktivitätenvielfalt (Dreyer, Menzel, & Endreß, 2010, S. 274). So weisen Wanderurlauber gegenüber dem Durchschnitt der Bevölkerung ein überdurchschnittlich hohes Interesse an anderen Themen auf, beispielsweise an Natur- und Kulturangeboten sowie an weiteren sportlichen Aktivitäten (Eilzer & Harms 2019, S. 42). Zudem hat das Wandern in der jüngeren Vergangenheit auch in den Medien eine erhöhte Aufmerksamkeit erfahren (Eilzer, 2017, S. 131), so dass Zeitschriften und Magazine sowie Mediengrößen wie Manuel Andrack, Hape Kerkeling oder Bernhard Hoecker durch Bestseller die neue Popularität des Wanderns befördern (Dreyer, Menzel, & Endreß, 2010, S. 14) und auch das Pilgern und Wallfahrten einen Aufschwung erleben (Antz, Bartsch, & Hofmeister, 2018, S. 1).

Abgeleitet wird der Imagewandel des Wanderns weg von der in den 1970er- bis 1990er-Jahren vorherrschenden Vorstellung der langweiligen Beschäftigung für Ältere hin zu einer modernen und einer der beliebtesten Freizeitaktivitäten der Deutschen somit größtenteils aus der medialen Berichterstattung, den auf Wanderwegen anzutreffenden ‚neuen‘ Zielgruppen sowie aus attraktiveren Wanderangeboten und deren Vermarktung. Auch von Expertinnen und Experten wird ein positiver Imagewandel bestätigt (BMWi, 2010, S. 32). Wenig untersucht ist bisher allerdings, welche Einstellungen, Vorstellungen und Sympathiewerte von der Bevölkerung mit dem Wandern verbunden werden. Im Unterschied zu Touristen oder Reisenden, die in der Öffentlichkeit und in der akademischen Diskussion stärker im Fokus stehen (vgl. z. B. Reif, Harms, & Eisenstein, 2019), sind der Wanderer und auch das Wandern hinsichtlich der Assoziationen, Einstellungen und verankerten Bilder bisher ein wenig betrachtetes Forschungsfeld.

Eine Ausnahme bildet die Grundlagenuntersuchung zum Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern aus dem Jahr 2010, die mittels einer bundesweiten, repräsentativen Befragung (CATI; n = 3.032) sechzehn Imageattribute abgefragt und damit eine empirische Basis für die Wahrnehmung des Wanderns in Deutschland geschaffen hat. Festgestellt wurde, dass das Wandern noch nicht über ein klar profiliertes Image verfügt und Attribute wie ‚modern‘, ‚liegt im Trend‘ oder ‚jung‘, die auf ein ‚jüngeres Image‘ hindeuten, trotz des propagierten Imagewandels nicht direkt dem Wandern zugeschrieben, allerdings auch nicht in vollem Maße abgelehnt werden. Vor allem jüngere Nicht-Wanderer (bis 24 Jahre) bewerten die Attribute ‚modern‘ und ‚jung‘ gegenüber gleichaltrigen aktiven Wanderern schlechter. Einen Großteil der Imageattribute beurteilen Wanderer und Nicht-Wanderer allerdings in etwa gleichem Maße, so dass das Image der Aktivität Wandern bei Wanderern und Nicht-Wanderern ähnlich ausgeprägt ist. Ausnahmen sind dabei die beiden Items ‚langweilig/abwechslungsreich‘ und ‚erholsam/rastlos‘, in der die Beurteilungen stärker voneinander abweichen (BMWi, 2010, S. 32 f.).

3 Methodik

Mit Ausnahme der vorgestellten Untersuchung einzelner Imageattribute zum Wandern im Rahmen der Grundlagenuntersuchung zum Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern (vgl. Kap. 2.2) mangelt es an Daten zum Image des Wanderns bzw. zum Image des Wanderers in Deutschland. Um die Forschungslücke zum Image des Wanderers zu schließen, wurde eine deutschlandweit repräsentative Studie zu folgenden Forschungsfragen durchgeführt:

  1. Wie sympathisch sind der deutschen Bevölkerung verschiedene Bezeichnungen für Personen, die sich zu Fuß bewegen?

  2. Welche Spontanassoziationen werden mit ‚Wanderern‘ verbunden?

  3. Welche Imageattribute werden mit ‚Wanderern‘ verbunden?

Ergänzend wurde in der Studie untersucht, wie häufig und welche Störungen die Befragten durch Wanderer in ihrem Alltag wahrnehmen. Zudem wurden die Befragten um eine Einschätzung gebeten, in welchen Gebieten Wanderer wie häufig anzutreffen sind. Durchgeführt wurde die empirische Erhebung im Auftrag des Deutschen Instituts für Tourismusforschung (DI Tourismusforschung) im Zeitraum vom 11.11.2022 bis zum 02.12.2022 in Form einer Online-Befragung (CAWI) durch die Norstat Deutschland GmbH. Die Grundgesamtheit bilden die deutschsprachigen, in Privathaushalten lebenden Internetnutzer im Alter von 18 bis 74 Jahren. Die Quotierung erfolgte nach Geschlecht, Alter, Wohnort (Bundesland) und Schulbildung; die Stichprobengröße beträgt n = 2.045 Personen.

Bei der ersten Frage wurden die Probanden gebeten aufzuschreiben, was ihnen spontan zum Begriff ‚Wanderer‘ einfällt. In der folgenden Frage wurde mittels einer 5er-Likert-Typ-Skala (1 = ‚sehr sympathisch‘ bis 5 = ‚sehr unsympathisch‘) die Sympathie von 18 Bezeichnungen für Personen abgefragt, die sich zu Fuß bewegen. Die Auswahl der Begriffe zielte darauf ab, neben den allgemeinen Begriffen ‚Wanderer‘ und ‚Spaziergänger‘ eine Vielzahl an Aktivitäten einzubeziehen, die ebenfalls zu Fuß in der Natur ausgeübt werden und dabei

  • diese Aktivitäten mit einer bestimmten Umgebung in Verbindung setzen (Alpinist, Bergsteiger, Flachlandwanderer, Gipfelstürmer),

  • die Ausübung verwandter Aktivitäten betreffen (Backpacker, Geo-Cacher, Kletterer, Nordic-Walker, Pilger, Trekker, Walker, Wallfahrer) sowie

  • historisch mit der Wandertätigkeit insbesondere in Deutschland in Verbindung gebracht und z. T. heute noch ausgeübt werden (Wanderbursche, Wandergeselle, Wandervogel).

Nicht abgefragt wurden Begrifflichkeiten, die eine reine Übersetzung darstellen und nicht – wie z. B. der Begriff ‚Nordic-Walker‘ – in den deutschen Sprachgebrauch übergegangen sind. Zudem liegen für die verschiedenen Aktivitäten (Bergsteigen, Geo-Caching, Klettern, Nordic-Walking etc.) unterschiedliche Angaben über Nutzerzahlen vor (z. B. BTE, 2016; Deutscher Wanderverband, 2019; Institut für Demoskopie Allensbach, 2023), wobei dem Wandern die höchsten Nutzerzahlen bescheinigt werden. Daraus kann auf eine gewissen Bekanntheit dieser Aktivitäten geschlossen und damit davon ausgegangen werden, dass ‚typische‘ Bilder in den Köpfen der Probanden vorliegen. Den Begriffen ‚Wanderbursche‘ und ‚Wandergeselle‘ wird heute eine überwiegend romantisierte Wahrnehmung durch die Bevölkerung zugeschrieben (Römer, 2024, S. 157 ff.), während der Begriff ‚Wandervogel‘ aufgrund seiner Verbindung zum Nationalsozialismus zumindest in der Forschung differenzierter betrachtet wird (Mogge, 2009; Niemeyer, 2022; Tenorth, 2014).

Das Image des Wanderers wurde anschließend über ein semantisches Differential mit 22 gegensätzlichen Eigenschaftswörtern gemessen. Die Auswahl der Gegensatzpaare erfolgte auf Grundlage der Erhebung zum Image des Wanderns aus der Grundlagenuntersuchung zum Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern (BMWi, 2010, S. 33) sowie der Studie von Reif, Harms, & Eisenstein (2019, S. 394) zur Reputation des Touristen, ergänzt um eigene Erfahrungswerte aus den Längsschnittstudien des DI Tourismusforschung seit 2019 (Eilzer, 2021; Eilzer & Harms, 2023, 2022, 2019; Eilzer, Harms, Dornheim, & Weis, 2022). Der nächste Fragenkomplex befasste sich mit der Häufigkeit von wahrgenommenen Störungen durch Wanderer im Alltag der Befragten und etwaigen Gründen, warum Störungen empfunden werden. Anschließend wurden die Befragten gebeten, auf einer 5er-Likert-Typ-Skala anzugeben, wie häufig aus ihrer Sicht Wanderer in verschiedenen Gebieten unterwegs sind. Abschließend wurde die Wanderhäufigkeit der Befragten erfasst und bei den Befragten, die angegeben haben, dass sie wandern, nachgefasst, ob sie sich selbst als Wanderer bezeichnen und – falls sie das nicht tun – warum sie sich selbst nicht als Wanderer sehen. Insgesamt haben 75 % der Befragten angegeben, sehr oft (mindestens 10 Mal im Jahr), oft (5–9 Mal im Jahr) oder manchmal (1–4 Mal im Jahr) zu wandern.[1] Von allen Befragten wandern dabei nach eigenen Angaben 17 % sehr oft, 20 % oft und 39 % manchmal. Von diesen 75 % der Befragten, die mindestens manchmal wandern, bezeichnet sich mit 28 % nur ein relativ kleiner Teil selbst als Wanderer.

Ausgewählte Ergebnisse der Studie mit einem Schwerpunkt zu Sympathie, Assoziationen und den Wanderern zugeschriebenen Eigenschaften werden nachfolgend dargestellt.

4 Darstellung der Untersuchungsergebnisse

4.1 Sympathie

Gemessen an der Top-Two-Box (‚sehr sympathisch‘ und ‚sympathisch‘) erzielt der Begriff des Wanderers mit 71 % die höchsten Sympathiewerte aller abgefragten 18 Begrifflichkeiten (vgl. Tab. 2). Es folgen der Begriff ‚Spaziergänger‘ (68 %) und dann mit deutlichem Abstand die Begriffe ‚Bergsteiger‘ (53 %), ‚Wandergeselle‘ (46 %) und ‚Kletterer‘ (45 %). Die geringsten Sympathiewerte werden mit den Begriffen ‚Wallfahrer‘ (23 %), ‚Trekker‘ und ‚Geo-Cacher‘ (je 28 %) verbunden. Wird die Low-Two-Box (‚sehr unsympathisch‘ und ‚unsympathisch‘) betrachtet, sehen die Befragten die Begriffe ‚Flachlandwanderer‘ (24 %) ‚Wallfahrer‘ (23 %) und ‚Geo-Cacher‘ (22 %) am unsympathischsten an; es folgen ‚Wandervogel‘, ‚Nordic Walker‘ (je 21 %) und ‚Walker‘ (20 %).

Tabelle 2:

Sympathie der Bezeichnungen von Personen, die sich zu Fuß bewegen

  

sehr sympath.

sympath.

neutral

unsympath.

sehr unsympath.

Top-Two-Box

Low-Two-Box

  

in %

in %

in %

in %

in %

in %

in %

Wanderer

28

43

23

1 

1 

71

2 

Spaziergänger

25

43

25

4 

1 

68

4 

Bergsteiger

14

39

34

5 

3 

53

8 

Wandergeselle

14

31

33

10

4 

46

14

Kletterer

11

34

40

7 

3 

45

10

Wanderbursche

13

30

34

11

5 

43

16

Gipfelstürmer

11

29

35

12

6 

39

18

Wandervogel

12

25

34

14

6 

37

21

Pilger

9 

27

42

11

5 

36

16

Fernwanderer

9 

27

39

10

4 

36

14

Alpinist

8 

26

43

9 

4 

34

14

Nordic-Walker

8 

25

40

15

6 

34

21

Backpacker

9 

23

35

12

7 

33

18

Walker

7 

25

41

13

7 

32

20

Flachlandwanderer

8 

23

36

14

10

31

24

Geo-Cacher

7 

21

38

15

7 

28

22

Trekker

5 

22

41

13

6 

28

19

Wallfahrer

6 

17

42

16

8 

23

23

Basis: Alle Befragten (n = 2.056) ohne Darstellung der Antwortoption ‚weiß nicht / kann ich nicht beurteilen‘ (Differenz zu 100 %)

Signifikante Unterschiede in der Beurteilung der Sympathie zeigen sich insbesondere in der Beurteilung durch ältere und jüngere Altersklassen (vgl. Tab. 3). So werden beispielsweise die Begriffe ‚Backpacker‘, ‚Geocacher‘ und ‚Gipfelstürmer‘ durch die Altersklasse 65–74 Jahre leicht unsympathischer beurteilt als im Durchschnitt, während der Begriff ‚Wandergeselle‘ durch diese Altersklasse leicht sympathischer eingestuft wird. Dagegen werden die Begriffe ‚Flachlandwanderer‘, ‚Pilger‘, ‚Wandergeselle‘, ‚-bursche‘ und ‚-vogel‘ sowie ‚Wallfahrer‘ durch die Altersklasse 18–24 Jahre leicht unsympathischer bewertet als im Durchschnitt.

Deutliche Unterschiede zeigen sich zudem in der Beurteilung von Personen, die angegeben haben, selbst zu wandern, und Nicht-Wanderern (vgl. Tab. 3). Insgesamt beurteilen Nicht-Wanderer alle abgefragten Bezeichnungen von Personen, die sich zu Fuß bewegen, als weniger sympathisch als die Wanderer.

Tabelle 3:

Sympathie der Bezeichnungen von Personen, die sich zu Fuß bewegen, nach Alter und eigener Wanderaktivität

  

Alle Befragte

18–24 Jahre

25–34 Jahre

35–44 Jahre

45–54 Jahre

55–64 Jahre

65–74 Jahre

Wanderer

Nicht Wanderer

Wanderer

2,0

2,1*

2,1*

2,0*

2,1*

2,0*

1,9*

1,9***

2,4***

Spaziergänger

2,1

2,3***

2,2***

2,1***

2,1***

2,0***

1,9***

2,0***

2,2***

Bergsteiger

2,4

2,2***

2,3***

2,3***

2,4***

2,5***

2,6***

2,3***

2,7***

Wandergeselle

2,6

2,9***

2,8***

2,6***

2,5***

2,4***

2,3***

2,5***

2,8***

Kletterer

2,6

2,5***

2,3***

2,4***

2,6***

2,7***

2,8***

2,5***

2,8***

Wanderbursche

2,6

3,0***

2,8***

2,7***

2,5***

2,4***

2,4***

2,6***

2,8***

Gipfelstürmer

2,7

2,8***

2,6***

2,5***

2,7***

2,8***

3,0***

2,6***

3,0***

Wandervogel

2,8

3,1***

2,9***

2,8***

2,7***

2,6***

2,6***

2,7***

3,0***

Pilger

2,7

3,0***

2,8***

2,7***

2,7***

2,6***

2,7***

2,7***

3,0***

Fernwanderer

2,7

2,7*

2,7*

2,6*

2,7*

2,7*

2,8*

2,6***

3,1***

Alpinist

2,7

2,9*

2,8*

2,7*

2,7*

2,7*

2,8*

2,7***

2,9***

Nordic-Walker

2,8

3,0

2,8

2,9

2,9

2,7

2,8

2,8***

3,0***

Backpacker

2,8

2,7***

2,7***

2,7***

2,8***

2,9***

3,1***

2,7***

3,1***

Walker

2,9

2,9

3,0

2,8

2,9

2,8

2,9

2,8***

3,1***

Flachlandwanderer

2,9

3,4***

3,1***

2,9***

2,9***

2,8***

2,7***

2,9***

3,2***

Geo-Cacher

2,9

2,7***

2,8***

2,7***

3,0***

3,1***

3,3***

2,9***

3,2***

Trekker

2,9

3,0***

2,8***

2,8***

2,9***

2,9***

3,0***

2,8***

3,2***

Wallfahrer

3,0

3,3***

3,1***

3,0***

3,0***

2,9***

2,9***

3,0***

3,2***

Basis: Alle Befragten (n = 2.056), Mittelwerte auf einer 5er-Likert-Typ-Skala ohne Darstellung der Antwortoption ‚weiß nicht / kann ich nicht beurteilen‘ * signifikant mit p>0,05; ** signifikant mit p>0,01; *** signifikant mit p>0,001

4.2 Spontanassoziationen

Zu Beginn der Erhebung wurden spontane Assoziationen abgefragt, die mit Wanderern verbunden werden. Die Spontanassoziationen geben Einblicke, welche Vorstellungen die Befragten mit einem bestimmten Meinungsgegenstand verbinden. Vorstellungen zu Natur, Bergen und Wald belegen dabei die ersten drei Ränge der TOP-10 der Einzelnennungen, die die Deutschen mit Wanderern verbinden (vgl. Tab. 4). Es folgen Assoziationen zur Ausrüstung (Wanderschuhe, Wanderstöcke), zum Thema ‚Natur‘ sowie mit ‚frische Luft‘, ‚etwas für die Gesundheit tun / gut für Körper und Seele‘ und ‚körperliche Betätigung‘ Konnotationen zur Gesundheit. Zusammengefasst nach Kategorien haben die am meisten genannten Assoziationen mit Orten zu tun (z. B. Natur, Berge, Wälder, Flüsse, konkrete Wanderdestinationen), gefolgt von Begrifflichkeiten, die sich mit dem Begriff der ‚Persönlichkeit‘ umschreiben lassen (z. B. gerne draußen sein, Natur bewundern, sportliche Leute, fit bleiben, Ausdauer, Outdoor-Fans). Auf Rang drei folgen Motive zum Wandern (z. B. Gesundheit, Freiheit, Natur), danach Assoziationen zu Ausrüstung/Planung sowie zum Anspruch und zur Ausgestaltung der Wanderaktivität. Nur ein geringer Anteil von 1,1 % der insgesamt 6.469 Nennungen ist dabei negativ konnotiert, der sich auf Müll, Überfüllung, die Aktivität an sich, (Verlassen der) Wege, Verletzungsgefahr oder Umweltverschmutzung bezieht. Assoziationen, die das dargestellte klassische Bild des Wanderers in den 1970er- bis 1990er-Jahren widerspiegeln, wurden bis auf wenige Ausnahmen wie Wanderstab oder Spazierstock nicht genannt.

Tabelle 4:

TOP 10-Einzelnennungen zum Begriff ‚Wanderer‘

  

Einzelnennungen

Anzahl Nennungen

% der Nennungen

% der Befragten

1 

(viel) Natur

604

9,3

29,5

2 

(hohe) Berge / (in) Bergen / (im) (Mittel-)Gebirge / Felsen

484

7,5

23,6

3 

in (den) Wäldern / im Wald / Waldwege / Wald begehen / erkunden / Waldgänger / -spaziergänge

247

3,8

12,0

4 

(robuste / feste / derbe / schwere / lederne / dicke / gute / bequeme / teure / passende) Wanderschuhe /-stiefel

227

3,5

11,0

5 

(gerne an der / viel / gesunde) frische(n) Luft (tanken / atmen), Frischluft

188

2,9

9,1

6 

gesund / gut für Körper und Seele / (Verbesserung der / gut für die) Gesundheit / etwas für die Gesundheit tun

148

2,3

7,2

7 

Naturliebe / Natur achten / Natur bewundern / Naturverbundenheit (spüren) / naturbegeistert

147

2,3

7,2

8 

körperliche Betätigung / (ideale / langzeitliche / viel) Bewegung / Ertüchtigung, trainieren / Training

139

2,1

6,8

9 

eigentlich nichts, fällt mir nix ein, gar nichts, ich weiß nicht so genau

113

1,7

5,5

10

Wanderstab / Wanderstöcke / Nordic-Walking-Stöcke / Trekkingstöcke / Spazierstock

101

1,6

4,9

10

Freiheit (genießen / nutzen / zu gehen, wohn man will), frei sein, ungebunden, unabhängig / Freiheitsliebe

101

1,6

4,9

Basis: Alle Befragten (n = 2.056)

4.3 Imageattribute

Zur Beantwortung der dritten Forschungsfrage wurden die Einstellungen der Deutschen zu Wanderern anhand von 22 Gegensatzpaaren mittels eines semantischen Differentials (5er-Ratingskala) untersucht. Gesehen wird der Wanderer von den Deutschen als naturverbunden, natürlich, sportlich, neugierig, entschleunigt, respektvoll und freundlich. Zudem wird Wanderern zugeschrieben, eher individuell reisend und weniger technikaffin zu sein (vgl. Tab. 5).

In der Gesamtbeurteilung der Wanderer anhand der Imageattribute fällt insbesondere auf, dass die Eigenschaft ‚naturverbunden‘ (Mittelwert 1,8 auf der 5er-Ratingskala) aus Sicht aller Befragten in hohem Maße für Wanderer als zutreffend angesehen wird. Auch ‚individuell reisend‘ (Mittelwert 3,7) und ‚nicht technikaffin‘ (Mittelwert 3,4) erfahren im Vergleich zu den anderen Attributen eine stärkere Beurteilung. Mittelwerte mit einem Wert von größer drei verzeichnen in der Gesamtbeurteilung zudem die Gegensatzpaare ‚modern/traditionell‘ (Mittelwert 3,3), ‚jung/alt‘ (Mittelwert 3,2) und ‚lieber allein/gesellig‘ (Mittelwert 3,1).

Deutliche Unterschiede bei den zugeschriebenen Imageattributen lassen sich zwischen der Gruppe der Wanderer und den Menschen feststellen, die angegeben haben, selbst nicht zu wandern (vgl. Tab. 5). Nicht-Wanderer sehen Wanderer in der Beurteilung als deutlich langweiliger an und halten diese für weniger kulturell interessiert. Auch treffen aus Sicht der Nicht-Wanderer eher Begriffe wie ‚traditionell‘ und ‚spießig‘ auf Wanderer zu. Zudem werden Wanderer im Vergleich eher weniger nachhaltig, weniger technikaffin, Abenteuer vermeidend und als unfreundlicher angesehen. Unterschiedliche Vorstellungen lassen sich auch zwischen Altersklassen feststellen. Beispielsweise bewertet die Altersklasse der 18–24-Jährigen im Vergleich mit dem Durchschnitt Wanderer eher als Abenteuer suchend und laut, wohingegen die Altersklasse 65–74 Jahre Wanderer als weniger Abenteuer suchend einschätzt.

Tabelle 5:

Semantisches Differential zum Wanderer nach Alter und eigener Wanderaktivität

  

Alle Befragte

18–24 Jahre

25–34 Jahre

35–44 Jahre

45–54 Jahre

55–64 Jahre

65–74 Jahre

Wanderer

Nicht-Wanderer

Jung – alt

3,2

3,2

3,2

3,2

3,3

3,2

3,3

3,2

3,3

Spannend – langweilig

2,7

2,8**

2,6**

2,7**

2,8**

2,5**

2,7**

2,6***

3,2***

Sportlich – unsportlich

2,2

2,2

2,2

2,2

2,3

2,2

2,3

2,2

2,3

Modern – traditionell

3,3

3,4**

3,4**

3,2**

3,2**

3,3**

3,4**

3,2***

3,5***

Pauschal reisend – individuell reisend

3,7

3,7

3,7

3,5

3,7

3,6

3,7

3,6

3,8

Lässig – spießig

2,7

2,9**

2,7**

2,7**

2,7**

2,5**

2,7**

2,6***

2,9***

Langsam – schnell

2,9

3,1***

3,0***

3,0***

2,7***

2,9***

2,9***

2,9*

2,8*

Lieber allein – gesellig

3,1

3,2*

3,1*

3,0*

3,1*

3,3*

3,2*

3,1

3,1

Leise – laut

2,4

2,7**

2,5**

2,3**

2,4**

2,3**

2,4**

2,4

2,5

Gebildet – ungebildet

2,6

2,6

2,6

2,6

2,6

2,5

2,7

2,6***

2,8***

Zurückhaltend – aufdringlich

2,8

3,0**

2,9**

2,8**

2,7**

2,7**

2,7**

2,8

2,8

Nachhaltig – nicht nachhaltig

2,3

2,4

2,3

2,3

2,3

2,2

2,3

2,2***

2,5***

Naturverbunden – naturfern

1,8

1,9**

1,9**

1,8**

1,7**

1,6**

1,7**

1,7***

1,9***

Selbstständig – unselbstständig

2,3

2,3

2,3

2,2

2,3

2,2

2,3

2,2*

2,4*

Kulturell interessiert – kulturell uninteressiert

2,6

2,4

2,6

2,6

2,6

2,5

2,7

2,5***

2,9***

Technikaffin – nicht technikaffin

3,4

3,5***

3,2***

3,3***

3,4***

3,5***

3,7***

3,4***

3,7***

Abenteuer suchend – Abenteuer vermeidend

2,5

2,2***

2,4***

2,4***

2,6***

2,6***

2,9***

2,5***

2,8***

Respektvoll – respektlos

2,2

2,5

2,2

2,2

2,3

2,1

2,2

2,2***

2,4***

Neugierig – desinteressiert

2,2

2,3

2,2

2,2

2,3

2,1

2,3

2,2***

2,4***

Natürlich – künstlich

2,0

2,3

2,0

2,0

2,0

1,9

2,0

2,0***

2,1***

Freundlich – unfreundlich

2,2

2,2

2,2

2,2

2,2

2,1

2,2

2,1***

2,4***

Entschleunigt – hektisch

2,2

2,4***

2,2***

2,1***

2,1***

2,0***

2,2***

2,1*

2,3*

Basis: Alle Befragten (n = 2.056), Mittelwerte auf der 5er-Ratingskala ohne Darstellung der Antwortoption ‚weiß nicht / kann ich nicht beurteilen‘ * signifikant mit p>0,05; ** signifikant mit p>0,01; *** signifikant mit p>0,001

5 Diskussion

5.1 Sympathie

Die in dieser Studie ermittelten hohen Sympathiewerte für die Begriffe ‚Wanderer‘ und ‚Spaziergänger‘ korrespondieren mit der großen Beliebtheit des Wanderns in Deutschland als Urlaubs- und Freizeitaktivität (BMWi, 2010, S. 57; Eilzer, 2021, S. 92). Zudem stimmen sie in etwa mit dem Anteil der Personen überein, die der Aktivität des Wanderns nachgehen. Über 70 % der Deutschen geben an, sehr oft, oft oder zumindest manchmal zu wandern (BTE, 2024, S. 7; Eilzer, Harms, Dornheim, & Weis, 2022, S. 15). So ist es wenig erstaunlich, dass sowohl das Wandern als auch das Spazierengehen als Bezeichnung für Aktivitäten, die von vielen selbst durchgeführt werden und zu denen eine Verbindung besteht, auch positiv beurteilt werden. Darin könnte auch begründet sein, dass Bezeichnungen für spezifischere Aktivitäten wie Walking oder Geo-Caching, mit denen sich weniger Personen befassen (BTE, 2016; Deutscher Wanderverband, 2019; Institut für Demoskopie Allensbach, 2023) und somit auch persönlich weniger verbunden fühlen, als weniger sympathisch beurteilt werden. Auch eine mangelnde Bekanntheit und Verankerung der Begriffe im eigenen Sprachgebrauch oder mit einzelnen Aktivitäten verbundene Verhaltensweisen können das Sympathieempfinden verringern. Auffällig ist der große Unterschied in der Beurteilung von ‚Pilger‘ und ‚Wallfahrer‘. So wird der Begriff ‚Pilger‘ deutlich sympathischer beurteilt, obwohl beide Begriffe Fortbewegungen zu Fuß bezeichnen, die auf ähnlich gelagerten Motiven beruhen. Über hohe Sympathiewerte, obwohl nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung selbst ausgeübt, verfügen die Begriffe ‚Wandergeselle‘ (46 %, Rang 4 im Ranking) und ‚Wanderbursche‘ (43 %, Rang 6 im Ranking). Ein Ansatz für eine Erklärung der hohen Sympathiewerte liegt in der langen Tradition der Wanderschaft der Gesellen, die mit positiven Assoziationen in Teilen der Bevölkerung verankert zu sein scheint und heute oftmals romantisiert wird (Römer, 2024, S. 157 ff.).

Die Abweichungen bei den Beurteilungen durch die verschiedenen Altersklassen könnten in den Wandermotivationen sowie den Aktivitäten begründet sein, die von den Altersklassen unterschiedlich durchgeführt werden. So liegt die Vermutung nahe, dass Aktivitäten wie Geo-Caching oder auch Backpacking eher für Jüngere interessant sind, das Wandern im Flachen hingegen eher die ältere Generation anspricht. Gestützt wird dies durch Ergebnisse vorheriger Untersuchungen, die altersbedingte Unterschiede hinsichtlich der Wanderaktivitäten sowie der Wandermotivation aufgezeigt haben (BMWi, 2010, S. 35 ff.; Dreyer, Menzel, & Endreß, 2010, S. 81; Geiger, Sers, Buday, & Wäsche, 2023, S. 319; Project M, 2014, S. 15; Schamel, 2017). Des Weiteren können die Begriffe an sich, unabhängig von den damit verbundenen Aktivitäten, Einfluss auf die Beurteilung haben. So ist denkbar, dass sich englischsprachige Begriffe eher bei jüngeren als bei älteren Altersklassen im Sprachgebrauch etabliert haben und Begriffe wie ‚Wandergeselle‘, ‚-bursche‘ und ‚-vogel‘ von Jüngeren als altmodisch empfunden werden.

In der Beurteilung der Nicht-Wanderer spiegelt sich die Haltung wider, gar nicht gerne zu wandern oder ungerne wandern zu gehen, was auch entsprechenden Einfluss – entweder da die damit verbundenen Aktivitäten an sich als wenig ansprechend wahrgenommen werden oder da die Begrifflichkeiten weniger verankert sind – auf die empfundenen Sympathiewerte für Begrifflichkeiten zur Fortbewegung zu Fuß zu haben scheint. Im Vergleich zur Beurteilung des Images des Wanderns zeigt sich, wobei durch unterschiedliche Untersuchungsgegenstände nur eine bedingte Vergleichbarkeit vorliegt, eine Diskrepanz zu der bisher einzig für Deutschland vorliegenden Erhebung in diesem Themenbereich (Grundlagenuntersuchung zum Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern), in der die Imageattribute des Wanderns bis auf wenige Ausnahmen (langweilig/abwechslungsreich, erholsam/rastlos) sowohl von Wanderern als auch von Nicht-Wanderern ähnlich beurteilt wurden (BMWi, 2010, S. 33).

5.2 Spontanassoziationen

Die Spontanassoziationen lassen die Schlussfolgerung zu, dass Wanderer heutzutage eine gänzlich andere Wahrnehmung erfahren als die eines wandernden Senioren in Kniebundhosen. Elemente des in den 1970er- bis 1990er-Jahren vermittelten Bildes wie Wanderschuhe oder klassische Wanderstöcke (vgl. Tab. 1) sind noch in den Köpfen verankert, scheinen aber nicht explizit negativ besetzt zu sein. Relativ stark verankert ist die Vorstellung, dass Wandern in den Bergen stattfindet. Obwohl beispielsweise knapp 64 % der Wanderer angeben, auch sehr gerne oder gerne an der Küste zu wandern (Eilzer, Harms, Dornheim, & Weis, 2022, S. 19), und Wandern als Freizeitaktivität wahrgenommen wird, die überall ausgeübt werden kann (BMWi, 2010, S. 33), verbinden etwas mehr als 23 % der Befragten das Wandern mit Bergen. Andere Landschaftsformen wie die Küste oder das Flachland werden in der offenen Abfrage hingegen kaum genannt. Diese Assoziationen stimmen mit der Entwicklung des Wanderns und dem vielfach vermittelten Bild des Wanderns überein. So haben bereits der Alpinismus seit Ende des 18. Jahrhunderts und das voranschreitende Erschließen der Berge (Krüger, 2010, S. 17 ff.) die Vorstellungen vom Wandern geprägt, zudem haben sich in Deutschland die Mittelgebirge zu bevorzugten Wanderregionen entwickelt (Steinecke, 2006, S. 217), die als „klassische Wanderregionen“ (Menzel, Endreß, & Dreyer, 2008, S. 12) Deutschlands mit Berggipfeln, Aussichtsreichtum und Wäldern punkten können (Brämer & Gruber, 2005, S. 17 ff.). Die Vorstellung, dass Wandern vor allem eine Aktivität in den Bergen ist, zeigt sich im Rahmen dieser Untersuchung auch darin, dass 75 % der Befragten annehmen, dass Wanderer sehr oft oder oft in Mittelgebirgen unterwegs sind, gefolgt von Schutzgebieten (62 %), Hochgebirgen (60 %), Weinbauregionen (57 %), der Küste (47 %) und dem Flachland (45 %). Werden die Wanderer befragt, in welchem Terrain sie tatsächlich am häufigsten wandern, nennen sie hingegen das Flachland (44 %), dann das Mittelgebirge (28 %) und die Küste (23 %) (Eilzer, Harms, Dornheim, & Weis, 2022, S. 21). Worauf diese Diskrepanz zurückgeführt werden kann, lässt sich anhand der Studie nicht ableiten. Mögliche Erklärungsansätze sind, dass mit Wandern tatsächlich eher eine Aktivität in den Bergen, in denen auch viele ‚klassische‘ Wanderregionen (Menzel, Endreß, & Dreyer, 2008, S. 12) liegen, verbunden wird, dass die Befragten Wanderer in den Bergen, etwa auf beliebten Wegen, deutlicher wahrnehmen als im Flachland und an der Küste, oder dass Wandern im Flachland und an der Küste eher als Spazierengehen anstatt als Wandern angesehen wird. So sehen sich Personen, die häufig im Mittel- oder Hochgebirge wandern, selbst eher als Wanderer, während Personen, die am häufigsten im Flachland oder an der Küste wandern, sich selbst eher als Spaziergänger wahrnehmen (Eilzer, Harms, Dornheim, & Weis, 2022, S. 74).

5.3 Imageattribute

In Hinblick auf den propagierten Imagewandel, dass Wandern zum Trendsport geworden und in Mode gekommen ist, konstatiert bereits die Grundlagenuntersuchung zum Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern (2010, S. 32) zum Image des Wanderns, dass diese Sichtweise noch nicht verankert ist und Begriffe wie ‚modern‘, ‚liegt im Trend‘ oder ‚jung‘ nicht direkt dem Wandern zugeschrieben werden, auch wenn diese Attribute nicht in vollem Umfang abgelehnt werden (vgl. auch Kap. 2.2). Diese Wahrnehmung zeigt sich auch bei der Beurteilung des Wanderers. So liegen in der Gesamtbeurteilung der Wanderer aus Sicht der Deutschen die Gegensatzpaare ‚jung/alt‘ (Mittelwert 3,2) und ‚modern/traditionell‘ (Mittelwert 3,3) im mittleren Bereich mit einer stärkeren Ausprägung in Richtung der Begriffe ‚traditionell‘ und ‚alt‘. Zu beachten ist beim Vergleich der Ergebnisse dieser beiden Studien, dass in der Grundlagenuntersuchung zum Freizeit- und Urlaubsmarkt Wandern Aussagen zum Wandern als Tätigkeit getroffen wurden, wohingegen in der hier vorgestellten Studie das Image des Wanderers und nicht die Tätigkeit des Wanderns im Fokus steht.

Die Imageattribute, die den Wanderern zugeschrieben werden, spiegeln die Motivationsdimensionen wider, die mit der Aktivität verbunden werden. So werden mit Wanderern insbesondere die Imageattribute ‚naturverbunden‘, ‚natürlich‘, ‚sportlich‘, ‚neugierig‘, ‚entschleunigt‘, ‚respektvoll‘ und ‚freundlich‘ verbunden, die sich in den Motivationsdimensionen ‚Genuss einer natürlichen Umgebung‘, ‚Ausbruch aus dem Alltag‘, ‚Entspannung und Erholung‘ sowie ‚gesunder Lebensstil‘ (Davies, Lumsdon, & Weston, 2012, S. 81; Kim, Lee, Uysal, Kim, & Ahn, 2015, S. 87 ff.) wiederfinden lassen. Auch die Beurteilung, eher nicht technikaffin zu sein, passt zu dem Motiv ‚Ausbruch aus dem Alltag‘. Dass viele der Imageattribute durch die Probanden, die selber wandern, positiver beurteilt werden, überrascht nicht. Nicht-Wanderer beurteilen Wanderer dagegen deutlicher als langweilig, nicht-technikaffin, traditionell, spießig, kulturell uninteressiert und Abenteuer vermeidend. Die veränderte, höhere Medienberichterstattung und das attraktiver gestaltete und vermarktete Angebot (BMWi, 2010, S. 32; Dreyer, Menzel, & Endreß, 2010, S. 274) scheinen bei den Nicht-Wanderern bislang wenig Auswirkungen auf das Image des Wanderers zu haben.

Die Beurteilung durch die verschiedenen Altersklassen zeigt eine positivere Beurteilung zumeist durch die Altersklasse 55–64 Jahre, in einigen Fällen auch durch die Altersklasse 45–54 Jahre. So beurteilen diese Altersklassen die Imageattribute ‚spannend‘, ‚modern‘, ‚lässig‘, ‚langsam‘, ‚leise‘, ‚zurückhaltend‘, ‚naturverbunden‘ und ‚entschleunigt‘ jeweils am positivsten. Im Gegensatz dazu wird den Wanderern die höchste Technikaffinität durch die Altersklasse 25–34 Jahre zugeschrieben. Zudem beurteilt die Altersklasse 18–24 Jahre die Wanderer eher als Abenteuer suchend und weist den Wanderern deutlicher als der Durchschnitt die Imageattribute ‚spießig‘, ‚langsam‘ und ‚laut‘ zu. Zurückzuführen sein könnte dies auf verschiedene Ursachen wie eine unterschiedliche Ausgestaltung von Wandertouren durch Angehörige verschiedener Altersklassen, z. B. höherer Anteil an Trekkingtouren oder an Wanderungen im Hochgebirge bei jüngeren Altersklassen, oder auch durch fehlende Wandererfahrung jüngerer Wanderer gegenüber älteren Altersklassen, die tendenziell häufiger wandern (Project M, 2014, S. 11) und somit eine andere Wahrnehmung aufweisen können, was beim Wandern als Abenteuer angesehen werden kann.

6 Fazit und Ausblick

Das Wandern hat sich in Deutschland zu einer der beliebtesten naturverbundenen Freizeit- und Urlaubsaktivitäten entwickelt. Dabei sprechen verschiedene Indikatoren dafür, dass es sich nicht nur um eine Modeerscheinung, sondern um einen stabilen Trend handelt (BMWi, 2010, S. 12), wie beispielsweise der zunehmende Mangel an Natur im Alltag und der höhere Stellenwert eines gesundheits- und bewegungsorientierten Lebensstils (vgl. Kap. 2.2). In Berichterstattungen, Darstellungen in der Öffentlichkeit und bei Vermarktungsaktivitäten wird mit dieser als Renaissance, Comeback und Wiederentdeckung bezeichneten Entwicklung im Bereich des Wanderns auch von einem Wandel weg von einem ‚klassischen‘, eher negativ besetzten Image des Wanderns hin zu einem positiv besetzen, ‚moderneren‘ Image gesprochen.

Die Ergebnisse der in diesem Beitrag vorgestellten Untersuchung zum Image des Wanderers bestätigen diese gängige Auffassung. So ist auch der Begriff des Wanderers in der Summe positiv besetzt. Allerdings kann konstatiert werden, dass in den heutigen Darstellungen zum Wandern genutzte Begrifflichkeiten wie ‚Trendsport‘, ‚in‘ und ‚jung‘ in diesem Ausmaß nicht in den Köpfen der Deutschen verankert sind. Beispielsweise liegt die Gesamtbeurteilung der Wanderer aus Sicht der Deutschen bei den Gegensatzpaaren ‚jung/alt‘ und ‚modern/traditionell‘ im mittleren Bereich mit einer stärkeren Ausprägung in Richtung der Begriffe ‚traditionell‘ und ‚alt‘. Des Weiteren werden dem Wanderer Attribute wie naturverbunden, natürlich, sportlich, neugierig, entschleunigt, respektvoll und freundlich sowie auch eher individuell reisend und weniger technikaffin zugeschrieben.

Hat nun ein Wandel des Images im Bereich des Wanderns stattgefunden? Empirisch kann der propagierte Imagewandel aufgrund fehlender Daten aus der Vergangenheit anhand dieser Studie nicht belegt werden. Die Ergebnisse der Studie zeigen aber, dass sich die vielfach für einen Imagewandel des Wanderns angeführten Gründe wie ein höherer Stellenwert der Natur sowie eines gesundheits- und bewegungsorientierten Lebensstils, neue Produkte der Ausrüstungsindustrie, Beteiligung jüngerer und aktiver Zielgruppen, Verschmelzung des Wanderns mit anderen Urlaubsmotiven und -aktivitäten oder ein stärkeres Engagement der Akteure im Wandertourismus positiv auf die Beurteilung des Wanderns ausgewirkt haben, so dass von einem Imagewandel ausgegangen werden kann.

Mit dieser Studie wird erstmalig das Image des Wanderers aus Sicht der deutschsprachigen Bevölkerung untersucht und dargestellt. Diese kann als Basis und Vergleichsmaßstab genutzt werden, um zukünftig Veränderungen in der Wahrnehmung von Wanderern empirisch aufzeigen zu können. Die vorliegende Studie leistet demnach einen Beitrag zur Imageforschung, indem ein in der Forschung postulierter Imagewandel empirisch überprüft wurde. Zudem wird damit die touristische Imageforschung, die sich bisher auf das Image von Destinationen (z. B. Eisenstein & Scherhag, 2022) und das Image des Touristen (z. B. Reif, Harms, & Eisenstein, 2019) konzentrierte, um einen neuen Bereich ergänzt, indem die Sympathie verschiedener häufig ausgeübter touristischer Aktivitäten erhoben und vertiefend das Image des Wanderers beleuchtet wurde.

Gleichwohl ist die hier vorgestellte Studie nicht frei von Limitationen. So basieren die abgefragten Bezeichnungen für Wanderer auf bereits etablierten Studien und Erfahrungswerten aus den durch die Autoren zwischen 2019 und 2023 durchgeführten Grundlagenstudien zum Wandern und können nicht als vollständig gelten. Auch sind die Ergebnisse durch das vorliegende Sampling nur auf die in Deutschland lebende deutschsprachige Bevölkerung einer bestimmten Altersspanne generalisierbar. Für Aussagen hinsichtlich des DACH-Raumes oder des gesamt-deutschsprachigen Raumes sind weitere Studien vonnöten.

Ansatzpunkte für weitere Forschungen ergeben sich zudem im Vergleich mit der Wahrnehmung von Wanderern in anderen Ländern oder mit weiteren Aktivitäten, etwa verschiedenen Outdooraktivitäten, sowie den zugrundeliegenden Motiven. Zudem stellt sich die Frage, welche Rolle das Terrain an sich für die Wahl der Destination spielt. Die vorliegende Studie suggeriert, dass insbesondere jüngere Wanderer fordernde Terrains präferieren dürften. Des Weiteren sollten weitere demographische Merkmale innerhalb der bereits vorliegenden Studie einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Hinsichtlich der Entwicklung oder Vermarktung von Angeboten liefert die Studie Ansatzpunkte für weitere mögliche Forschungsfelder. So ist beispielsweise interessant, dass sich von den Menschen, die der Aktivität Wandern zumindest manchmal nachgehen, lediglich 28 % selbst als Wanderer bezeichnen würden – und zwar insbesondere Personen, die sehr oft wandern. Weiter untersucht werden könnte in diesem Zusammenhang, ob eine besondere Ansprache und falls ja, welche zur Gewinnung dieser Zielgruppen für Wanderangebote als Erfolg versprechend angesehen werden kann. Weiterhin stellt sich die Frage, ob Wanderer anders wahrgenommen werden, wenn es zu Crowding-Erscheinungen durch Wanderer kommt, da dies Implikationen für das Management von Wanderdestinationen mit sich bringen könnte.

Für die touristische Praxis bedeutet die vorliegende Studie einen nicht unerheblichen Mehrwert. Dies betrifft unter anderem die Tourismusindustrie im Allgemeinen, aber auch konkrete Branchen innerhalb des Tourismus. So kann festgehalten werden, dass der Wanderer innerhalb der deutschen Bevölkerung überwiegend positiv konnotiert ist. Er oder sie gilt als überwiegend naturverbunden, natürlich, sportlich, neugierig, entschleunigt, respektvoll und freundlich. Es handelt sich demnach um einen Sympathietragenden mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, insbesondere im Marketing. Wanderer stehen für einen gesunden Lebensstil und eine positive und sanfte Art, einen Urlaub zu gestalten oder die eigene Freizeit zu verbringen. Sie können damit in den verschiedensten Marketingmaßnahmen von unterschiedlichsten Akteuren, von Destinationen über Anbieter touristischer Leistungen oder gar Leistungsbündeln bis hin zu nicht touristischen Anbietern von Waren oder Dienstleistungen, genutzt werden. Die Art der Bewertung nuanciert dabei vor allem zwischen den unterschiedlichen Altersgruppen.

Auch für die Wort- und Bildsprache im Destinations- respektive touristischem Produktmarketing im Kontext des Wanderns lassen sich auf Basis der vorliegenden Studie zahlreiche Ableitungen treffen. So empfehlen sich auf Basis der abgefragten Spontanassoziationen Naturlandschaften aller Art. Dabei gilt es, Eindrücke wie Weite und Freiheit zu vermitteln. Letztlich lässt sich zudem eine starke Assoziation des Wanderers auch mit dessen Ausrüstung festhalten. Der Wanderer wird auch darüber als solcher wahrgenommen. Das Alter der avisierten Zielgruppen hat dabei einen signifikanten Einfluss auf das entsprechend als attraktiv geltende Wording in einer möglichen Marketingmaßnahme. Während bei älteren Zielgruppen insbesondere Werte wie ‚Entschleunigung‘ und ‚Abenteuervermeidung‘ eine stärkere Zuschreibung erfahren und Bezeichnungen wie ‚Wandergeselle‘ oder ‚Wandervogel‘ als sympathisch gelten, verhält es sich bei den jüngeren Zielgruppen eher gegensätzlich. Für jüngere Zielgruppen sind Zuschreibungen wie ‚Abenteuer suchend‘ und ‚technikaffin‘ sowie Verknüpfungen zu Aktivitäten wie Backpacking und Geo-Caching attraktiver und sollten eher genutzt werden. Zudem steigt für jüngere Zielgruppen auch das Bedürfnis und die Erwartung, durch die Wanderaktivität selbst gefordert zu werden. So werden Bezeichnungen, die dies ausdrücken, wie ‚Bergsteiger‘, ‚Gipfelstürmer‘ oder ‚Kletterer‘, durch jüngere Befragte deutlich sympathischer bewertet als durch ältere Befragte. Bei Letzteren stehen dafür Bezeichnungen wie ‚Spaziergänger‘, ‚Flachlandwanderer‘ oder ‚Pilger‘ höher im Kurs als bei jüngeren Befragten.

Letztendlich hat dies Auswirkungen auf das gesamte Leistungsbündel einer Destination. So wird es Destinationen in Küstennähe oder im Flachland schwerer fallen, ein jüngeres Wanderpublikum anzuziehen als Wanderregionen, die mehr fordernde Angebote bereithalten. Es gilt insbesondere hier Mehrwerte zu schaffen, die über das Wandern als Aktivität hinaus gehen.

Über die Autoren

Dipl.-Kfm. (FH) Christian Eilzer M.A.

Christian Eilzer ist Mitglied des Vorstands sowie Leitungsreferent im DI Tourismusforschung. Er ist seit 2004 an der Fachhochschule Westküste tätig, dort seit 2006 im Institut für Management und Tourismus bzw. ab 2020 im neu gegründeten DI Tourismusforschung. Zudem ist er seit 2009 Geschäftsführer des Fachbereichs Wirtschaft. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Naturtourismus mit einem Fokus auf Wandertourismus sowie Slow Tourism.

Rebekka Weis M.A.

Rebekka Weis ist seit 2012 an der Fachhochschule Westküste tätig, zunächst im Institut für Management und Tourismus und seit 2020 als Projektmitarbeiterin im DI Tourismusforschung. Ihre Forschungen beschäftigen sich mit dem Image von Mobilität, Einstellungen zu Energieträgern im Zusammenhang mit Tourismus sowie Natur- und Wandertourismus.

Prof. Dr. Tim Harms

Tim Harms ist Studiengangsleiter der Bachelor- und Masterstudiengänge ‚International Tourism Management‘ (ITM) und Projektleiter im DI Tourismusforschung der Fachhochschule Westküste in Heide. Seine Schwerpunkte in der Lehre liegen in den Bereichen ‚Empirische Sozialforschung‘, ‚Empirische Forschungsprojekte‘ und ‚Tourismusgeographie‘. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Zielgruppensegmentierungen, Naturtourismus, Wein und Kulinarik sowie touristische Erlebnisgenese und -konstruktion. Der Titel seiner Dissertation lautet: ‚Erlebnisgenese im Tourismus – Von punktuellen Erlebnissen zu touristischen Erfahrungen am Beispiel des Naturtourismus im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft‘.

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Online erschienen: 2025-04-04
Erschienen im Druck: 2025-05-31

© 2025 the author(s), published by Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

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Downloaded on 20.3.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/tw-2024-0019/html
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