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Von der Ironie der Normalisierung zur Autoimmunität. Der Subprime Mortgager und die Finanzkrise

  • Andreas Folkers EMAIL logo
Veröffentlicht/Copyright: 11. Februar 2016
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Zusammenfassung

Dass jeder Versuch, Risiken zu regulieren selbst riskant ist, hat der Verlauf der jüngsten Finanzkrise erneut auf dramatische Weise vor Augen geführt. Dieser Artikel untersucht die paradoxen Auswirkungen der finanztechnischen Normalisierungstechniken des credit scoring und der mortgage securitization, die einen entscheidenden Anteil an der subprime-Krise und der folgenden Finanzkrise hatten. Die untersuchten Techniken zielten darauf ab, Marktteilnehmer und Märkte zu normalisieren, indem individuelles Kreditausfallrisiko adäquat berechnet, bepreist und über eine breite Anlegerschaft verteilt wurde. Dadurch wurde mit dem subprime mortgager eine Risikosubjektivität erzeugt, die auf fatale Weise an die Operationen des globalen Finanzmarkts angeschlossen war. Durch eine Relektüre von Foucaults Analytik der Normalisierung entlang Luhmanns Theorie sozialer Immunsysteme kann gezeigt werden, dass von den untersuchten Normalisierungsmaßnahmen ebenso immunisierende wie autoimmunisierende Effekte ausgingen.

Online erschienen: 2016-2-11
Erschienen im Druck: 2014-11-1

© 2014 by Lucius & Lucius, Stuttgart

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