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„Damit hat sie ein Zeitzeugnis abgelegt, das aufgearbeitet werden muss.“

Vorstudie zur Erschließung des modefotografischen Archivs von Angelica Blechschmidt
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Published/Copyright: September 3, 2025
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Abstract

Angelica Blechschmidt (1941–2018) war von den 1980er bis zu den 2000er Jahren Chefredakteurin der deutschen „Vogue“. Als legendäre Modejournalistin, schillernde Modeikone und internationale Modedokumentarin begleitete sie in diesen Jahren mit ihrer Kleinbildkamera die Welt der Mode. Der fotografische Nachlass Blechschmidts umfasst 101 Kartons, 5 000 Fotoboxen mit etwa 200 000 Fotografien. Ihre Aufnahmen zeigen sowohl die Laufstege als auch den sonst verborgenen Alltag der exklusiven Hinterbühnen. In einer vorbereitenden Untersuchung an der Technischen Universität Dortmund wurden 2023 bis 2025 an einem Teilbestand Digitalisierungs- und Inventarisierungsmethoden erprobt sowie ihr wissenschaftlicher Ertrag eruiert. Im Rahmen der Vorstudie wurde der bedeutende Bestand an Fotografien und Kontextmaterial systematisch gesichtet, gesichert und erschlossen. Perspektivisch zielt das Projekt darauf, mit Kollaborationspartnern das gesamte Archiv zu erfassen und der Forschung sowie einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit soll ein grundlegender Beitrag geleistet werden zur globalen Geschichte von Mode, Modefotografie und Modejournalismus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Abstract

Angelica Blechschmidt (1941–2018) was editor-in-chief of German “Vogue” from the 1980s to the 2000s. The legendary fashion pundit, dazzling fashion icon and international fashion photographer closely followed the world of couture throughout that period, always with her own small-format camera at the ready. Blechschmidt’s photographic estate comprises 101 boxes filled with some 5,000 cases containing 200,000 photographs in total. Her images capture both catwalks and exclusive backstage scenes that would normally be hidden from view. As part of a preparatory study undertaken by the Technische Universität Dortmund between 2023 and 2025, some of her images were used to test new digitizing and cataloging methods and to evaluate their scientific benefits. In the course of that study, a substantial body of photographs as well as sundry contextual materials were systematically viewed, saved and cataloged. The long-term goal of the project, which is to be undertaken with collaboration partners, is to catalog the entire archive and make it accessible both to researchers and to the interested public. It promises to be a major contribution to the global history of fashion, fashion photography and fashion journalism in the second half of the twentieth century.

Angelica Blechschmidt: Modejournalistin, -ikone und -fotografin

Angelica Blechschmidt (1941–2018) bestimmte als Artdirector von 1980 bis 1989 und anschließend bis 2003 als Chefredakteurin der deutschen Ausgabe der Vogue nachhaltig das visuelle und inhaltliche Profil des Magazins. Sie war die wohl einflussreichste Modejournalistin der Bundesrepublik Deutschland bis in die frühen 2000er Jahre. Blechschmidt wurde 1941 in Dresden geboren. Nach dem Krieg siedelte ihre Familie nach Hamburg über – eine bewusste Abkehr von der Sowjetischen Besatzungszone, wie sie selbst später formulierte [1]. In einem autobiografisch geprägten Beitrag im Oktoberheft der deutschen Vogue von 1999 reflektiert sie über frühe Modeerfahrungen, geprägt von Mangelwirtschaft und Improvisation, die den Ausgangspunkt einer lebenslangen Auseinandersetzung mit Kleidung als Ausdruck individueller Gestaltung markierten [2]. Ihre berufliche Laufbahn begann sie nach einer Ausbildung zur Grafischen Zeichnerin an der Hamburger Meisterschule für Mode [3]. Erste berufliche Stationen waren unter anderem die Zeitschriften Constanze und Für Sie, wo sie als Artdirector tätig war. 1980 wechselte Angelica Blechschmidt zunächst in derselben Funktion zur deutschen Vogue und prägte ab 1989 als Chefredakteurin über ein Jahrzehnt das Erscheinungsbild und die inhaltliche Ausrichtung der Publikation. In ihren Editorials entwarf sie das Bild einer selbstbestimmten, weltoffenen Leserin, die Mode als Ausdruck von Haltung und Intellekt begegnet. Themen wie Schönheitsnormen, psychische Gesundheit oder sexuelle Gewalt fanden unter ihrer Leitung ebenso Platz wie klassische Modefotografie. Mit diesem breiten inhaltlichen Spektrum etablierte sich die Zeitschrift im deutschsprachigen Raum als ernstzunehmendes Mode- und Kulturmedium.

Blechschmidt pflegte selbst einen charakteristischen modischen Auftritt und wurde dementsprechend auch bald als Modeikone rezipiert. Peter Kempe beschreibt ihr typisch uniformes Outfit: „Schwarze Cocktailkleider und High Heels vornehmlich von Manolo Blahnik oder Christian Louboutin, auch im Winter immer ohne Strümpfe, nur eine Pelzstola übergeworfen, waren ihr Signature-Look, genau wie ihre flamboyanten Accessoires: Cartier-Uhr und große Ringe mit ihren Lieblingssteinen Amethyst oder Aquamarin, Kreuze an langen goldenen Gliederketten.“ [4] Ein Ausstattungsstück, das sie seit Anfang der 1990er Jahre begleitete, fehlt jedoch bei dieser Aufzählung – eine Kamera des Typs Olympus Multi AF Superzoom 110, ausgestattet mit einem fixen 38–110 mm Zoom-Objektiv, Autofokus und integriertem Blitz (Abb. 1) [5].

Abb. 1 Angelica Blechschmidt: Selbstporträt, 1996, Fujicolor Crystal Archive Paper Supreme, 10 × 15 cm, Archive Angelica Blechschmidt, represented by Kirsten Landwehr.
Abb. 1

Angelica Blechschmidt: Selbstporträt, 1996, Fujicolor Crystal Archive Paper Supreme, 10 × 15 cm, Archive Angelica Blechschmidt, represented by Kirsten Landwehr.

Dass Blechschmidt fotografierte, war bekannt und unübersehbar; mit ihrer Kompaktkamera war sie allgegenwärtig in der Welt der Mode (Abb. 2 und 3). Trotz der einfachen Ausrüstung kann ihr dabei aufgrund ihrer Ausbildung und der professionellen Beschäftigung mit Fotografie fotoästhetischer wie auch -technischer Sachverstand unterstellt werden. Die Modedesignerin Jil Sander (*1943), eine ihrer engen Freundinnen aus Hamburger Zeiten, bestätigt dies in ihrem Nachruf: „Ich hatte immer den größten Respekt für Angelicas fotografisches Auge und das Bildniveau ihrer ‚Vogue‘. Sie war selten ohne Kamera, sie dachte mit den Augen.“ [6] So trat Blechschmidt nicht nur bei Modeevents, sondern auch in ihrer eigenen Zeitschrift als Fotografin hervor. Sie veröffentlichte eigene Aufnahmen etwa im Rahmen der Kolumne „Flash!“. Dass sie die Fotos nicht nur anfertigte, sondern auch gezielt sammelte, war indessen nur wenigen bekannt.

Abb. 2 Angelica Blechschmidt: Backstage Yves Saint Laurent Paris, Januar 2000, Fujicolor Crystal Archive Paper Supreme, 10 × 15 cm, Archive Angelica Blechschmidt, represented by Kirsten Landwehr.
Abb. 2

Angelica Blechschmidt: Backstage Yves Saint Laurent Paris, Januar 2000, Fujicolor Crystal Archive Paper Supreme, 10 × 15 cm, Archive Angelica Blechschmidt, represented by Kirsten Landwehr.

Abb. 3 Angelica Blechschmidt: Couture-Show Yves Saint Laurent Paris, Januar 2000, Fujicolor Crystal Archive Paper Supreme, 15 × 10 cm, Archive Angelica Blechschmidt, represented by Kirsten Landwehr.
Abb. 3

Angelica Blechschmidt: Couture-Show Yves Saint Laurent Paris, Januar 2000, Fujicolor Crystal Archive Paper Supreme, 15 × 10 cm, Archive Angelica Blechschmidt, represented by Kirsten Landwehr.

Nach Blechschmidts Tod 2018 wurde die Mode- und Schmuckkollektion bei Secondella, einem Second-Hand-Geschäft für Designerkleidung in Hamburg, zum Verkauf angeboten [7], die Kunst- und Designsammlung wurde über das Auktionshaus Dannenberg in Berlin veräußert [8]. Der fotografische Nachlass war davon ausgenommen und ist in seiner Gesamtheit erhalten geblieben. Auch ein weiterer Wegbegleiter, der Modedesigner Wolfgang Joop (*1944), hob in seinem Nachruf die Bedeutung von Blechschmidts charakteristischer fotografischer Arbeit fest: „Sie war eine Frau, die sehr viel Knowledge hatte, sie verstand sehr viel von Ästhetik und Fotografie und ich finde, dass die deutsche ‚Vogue‘ zu ihren Zeiten ein aufregendes Blatt war. Nicht nur Schönheitstipps und ein bisschen Fashion – ihre Bilder, die sie in der Fotokolumne ‚Flash‘ veröffentlichte, waren aufregend. Damit hat sie ein Zeitzeugnis abgelegt, das aufgearbeitet werden muss.“ [9]

Dem Unterfangen einer ersten, zumindest teilweisen Sicherung und Bearbeitung des modefotografischen Archivs von Angelica Blechschmidt widmete sich nun das Projekt „Unboxing the Unexplored. Prestudy für eine grundlegende Erschließung, Digitalisierung sowie Erforschung/for a Fundamental Indexing, Digitization and Research“. Finanziert durch eine Förderung der Technischen Universität (TU) Dortmund Young Academy wurde das Vorhaben am Seminar für Kulturanthropologie des Textilen am Institut für Kunst und Materielle Kultur der TU Dortmund unter der Leitung von Jan C. Watzlawik durchgeführt [10].

Sondieren und Dokumentieren: Ein Feldaufenthalt in Berlin

Das fotografische Archiv von Blechschmidt wurde nach ihrem Tod an die in Berlin lebende ehemalige Stylistin und damalige Fotogaleristin Kirsten Landwehr übergeben. Landwehr schreibt dazu im Rückblick: „Ihre [Angelica Blechschmidts; Anm. d. A.] Nichte Katharina Gimm und Angelicas langjähriger sehr guter Freund Reimer Claussen waren sehr unterstützend und haben mir das unsortierte Material nach ihrem Tod übergeben. Wie ich mit dem Archiv umgehen sollte oder dürfte, darüber habe ich mit ihr nie gesprochen. Sie wollte damit, glaube ich, auch nichts zu tun haben. In der Hinsicht war sie rigoros.“ [11] Während der Covid-19-Pandemie begann Landwehr, das Material mithilfe ihrer Assistentin Nicola Ihde zu digitalisieren und online via Instagram zu publizieren (Abb. 4) [12]. Landwehr erklärt diesen Schritt folgendermaßen: „Das Aufbauen und Ordnen des Archivs ist eine Arbeit von Jahren. Der Instagram-Account jetzt war der erste hilfreiche und anspornende Schritt. Durch die Ruhe in der Corona-Zeit bin ich endlich dazu gekommen, ihn zu starten und regelmäßig zu pflegen. Das ist ja die perfekte Plattform, um zu sehen, welche Bilder besonders gut ankommen.“ [13] Die Veröffentlichungen führten zu einiger Aufmerksamkeit. Auf Vermittlung der Autorin und Dokumentarfilmerin Alexandra Bondi de Antoni, die mit Landwehr in Berlin seit 2020 an der Erschließung des Archivs arbeitet, wurde der Kontakt zwischen Landwehr und dem Seminar für Kulturanthropologie des Textilen am Institut für Kunst und Materielle Kultur der TU Dortmund hergestellt. Schnell zeichnete sich ein gemeinsames Ziel ab: dieses einzigartige Archiv in geeigneter Weise zu bewahren und zugänglich zu machen.

Abb. 4 Screenshot des offiziellen Instagram-Accounts des Archivs von Angelica Blechschmidt, @archive_angelica_blechschmidt, 2025, Archive Angelica Blechschmidt, represented by Kirsten Landwehr.
Abb. 4

Screenshot des offiziellen Instagram-Accounts des Archivs von Angelica Blechschmidt, @archive_angelica_blechschmidt, 2025, Archive Angelica Blechschmidt, represented by Kirsten Landwehr.

Am Anfang der Prestudy stand ein viertägiger Feldaufenthalt in Berlin. Neben Recherchen in der Lipperheideschen Kostümbibliothek in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Sondierungsgesprächen mit Kirsten Landwehr fanden umfängliche Erstsichtungen, Fund- und Befunddokumentationen im Nachlass Angelica Blechschmidts in Landwehrs Depot statt (Abb. 5). Begleitet wurden die Recherchen am Material durch ein Filmteam um Bondi de Antoni (Abb. 6). Der erste Eindruck war geprägt von der schwer überblickbaren Masse und Verschiedenartigkeit der Objekte und Medien: Kisten im Leoparden-Look, mit Condé-Nast-Klebeband verschlossene Kartons, unterschiedliche Tüten und Behälter angefüllt mit Negativen, Kontaktbögen, Abzügen, Polaroids sowie persönlichen Dokumenten, Zeitschriften und Verpackungsmaterial (vgl. Abb. 5). Eine besondere Form der Archivierung stellen die sogenannten CliPac-Boxen dar – kleine Plastikklapphüllen zur Aufbewahrung von Abzügen und dazugehörigen Negativen sowie Kontaktbögen (Abb. 7).

Abb. 5 Depotsituation, Berlin, 2023, Digitalaufnahme, Technische Universität (TU) Dortmund/Modefotografie:Archiv Angelica Blechschmidt (M:AAB) (Foto: Alicia Jablonski).
Abb. 5

Depotsituation, Berlin, 2023, Digitalaufnahme, Technische Universität (TU) Dortmund/Modefotografie:Archiv Angelica Blechschmidt (M:AAB) (Foto: Alicia Jablonski).

Abb. 6 Feldaufenthalt mit Filmaufnahmen, Berlin, 2023, Digitalaufnahme, TU Dortmund / M:AAB (Foto: Alicia Jablonski).
Abb. 6

Feldaufenthalt mit Filmaufnahmen, Berlin, 2023, Digitalaufnahme, TU Dortmund / M:AAB (Foto: Alicia Jablonski).

Abb. 7 Blick in einen Karton mit CliPac-Boxen, Dortmund, 2025, Digitalaufnahme, TU Dortmund/M:AAB (Foto: Alicia Jablonski).
Abb. 7

Blick in einen Karton mit CliPac-Boxen, Dortmund, 2025, Digitalaufnahme, TU Dortmund/M:AAB (Foto: Alicia Jablonski).

Nach Abschluss der Filmarbeiten begann die systematische Sichtung. Zunächst wurden übergeordnete Einheiten identifiziert und jeder dieser Einheiten eine TU-Inventarnummer zugeordnet. Einheiten konnten beispielsweise in sich geschlossene Kisten, Tüten oder Ablageorte sein. Insgesamt wurden 102 davon identifiziert, fotografisch dokumentiert und auf Karteikarten zusätzlich mit den Grundinformationen zu Inhalt, Umfang, Größe und Zustand verschlagwortet. Zu jeder Einheit wurden Erstinformationen auf einer Karteikarte verzeichnet. Beim Fotografieren wurde besonders darauf geachtet, alle von Blechschmidt angebrachten Beschriftungen gut leserlich festzuhalten.

Die Fotodokumentation der einzelnen Kisten folgte einer standardisierten Reihenfolge: äußere Kartonseiten, Deckel, Innenansicht. Die Schichten der CliPac-Boxen wurden im Uhrzeigersinn festgehalten, mit dem Augenmerk darauf, dass die Beschriftungen auf den Rücken leserlich sind. Kontaktbögen und Inhalte der CliPac-Boxen wurden nur in Ausnahmefällen fotografiert, da eine Gesamtdokumentation zu zeitaufwändig gewesen wäre. Beim Kontextmaterial – es handelt sich um Kartons, zumeist mit schriftlichen Zusatzinformationen und Korrespondenz wie beruflicher Briefverkehr, Einladungs- und Grußkarten sowie Informationsmaterial zu Modenschauen – wurden die Ordner einzeln herausgenommen, jeweils das Deckblatt abgelichtet und der weitere Inhalt exemplarisch durchgeblättert, um einen ersten Überblick zu bekommen und diesen schriftlich festzuhalten. Nach Vergabe der Inventarnummern wurden die Kisten neu sortiert und sicher deponiert. Dabei wurden kollabierte Kartons umgepackt oder entlastet und solche mit vermutetem Befall durch Schimmel oder Insekten separiert und gekennzeichnet.

Für die Voruntersuchung an der TU Dortmund wurden einzelne Einheiten ausgewählt. Leitend war hier ein repräsentativer Querschnitt der Fotografien hinsichtlich Aufnahmeorten, Zeiten und Sujets. An die TU wurde zudem auch ein Großteil des Kontextmaterials überführt. Während des gesamten Aufenthalts wurde das Klima in Landwehrs Depot mit einem digitalen Thermohygrometer überwacht und dokumentiert, was den Handlungsbedarf bezüglich Hebung und Sicherung des Nachlasses unterstrich.

Digitalisieren und Inventarisieren: Ein Teilbestand an der TU Dortmund

In der Nachbereitung an der TU Dortmund wurden das angefertigte Fotomaterial gesichtet und die gesammelten Informationen in eine vorläufige Inventarliste überführt. Ausgehend vom Zustand der Objekte wurde entschieden, vorerst nur einen Teilbestand des in Berlin ausgewählten Materialkonvoluts nach Dortmund zu überführen. Leitend bei der finalen Auswahl für das Vorprojekt war der Zusammenhang zwischen Fotografien und Kontextmaterial. Neun Einheiten kamen im Oktober 2023 mit einem Kunsttransport an die TU.

Als externer Beirat des Projektes konnten Lioba Keller-Drescher, Professorin für Europäische Ethnologie mit Schwerpunkt Museum, Sammlung und Materielle Kultur an der Universität Münster, und Michael R. Müller, Professor für Visuelle Kommunikation und Mediensoziologie am Institut für Medienforschung der Technischen Universität Chemnitz, gewonnen werden. Als interne wissenschaftliche Berater fungierten Gudrun Marlene König und Joachim Baur, beide Professoren am Dortmunder Seminar für Kulturanthropologie des Textilen. Am Seminar wurden zwei Arbeitsplätze sowie ein zugangsbeschränkter Depotraum mit weitgehend konstanten Klimabedingungen und zwei abschließbaren Stahlschränken zur sicheren Verwahrung eingerichtet.

An der TU Dortmund wurde zunächst der Zustand der Objekte erfasst. Mit Unterstützung der studentischen Hilfskräfte Niko Kapler sowie Rachel Welschoff und Nathalie Noll begann eine detaillierte visuelle Dokumentation. Die Kisten wurden archivgerecht untergebracht, eine Kiste mit Schimmelverdacht luftdicht verpackt und separiert verwahrt [14].

Im Anschluss begann die Erarbeitung von Strategien zur Digitalisierung und Inventarisierung fotografischer Großkonvolute. Das Team recherchierte mögliche Vorbilder, etwa das Projekt zum Stern-Archiv der Bayerischen Staatsbibliothek in München [15], oder TU-interne Projekte, mit dem Ziel, effizient Digitalisate inklusive Metadaten in eine Datenbank zu überführen. In einer ersten Testphase eruierte Niko Kapler verschiedene Digitalisierungsmethoden: Eine Reproanlage mit Digitalkamera erwies sich als ungeeignet für Kleinbildnegative, der zur Verfügung stehende halbautomatische Rollei-Negativscanner war zwar zeiteffizient, jedoch anfällig für Verschleiß. Zwei Auflagenscanner von den Firmen Epson (Perfection V600) und Kyocera (TASKalfa 3252 ci) wurden verglichen, wobei sich der Epson-Scanner aufgrund besserer Kontrollmöglichkeiten durchsetzte. Als Datenbanksystem wurde auf das kostenfrei verfügbare System museum-digital (<https://www.museum-digital.de>) zurückgegriffen, um an bereits bestehende Infrastrukturen des Seminars für Kulturanthropologie des Textilen anschließen zu können [16]. Zudem erlaubt das System eine einfache Metadatenmigration [17]. Auf Grundlage dieser Entscheidungen wurden die Workflows von Digitalisierung und Erschließung entworfen.

Archivsystematik

Die CliPac-Boxen wurden nach einem standardisierten Prinzip sortiert, das der von Blechschmidt auf diesen verzeichneten Datierungen, Nummerierungen sowie Beschriftungen folgt. Bei im Karton übereinander gestapelten Boxen erfolgte die Bearbeitung nach demselben Muster, jedoch vertikal von oben nach unten (vgl. Abb. 7 und 8).

Abb. 8 Studierende im Seminarkontext zu Besuch im M:AAB, Dortmund, 2025, Digitalaufnahme, TU Dortmund/M:AAB (Foto: Alicia Jablonski).
Abb. 8

Studierende im Seminarkontext zu Besuch im M:AAB, Dortmund, 2025, Digitalaufnahme, TU Dortmund/M:AAB (Foto: Alicia Jablonski).

Scanvorgang

Da die Sammlung aus drei Objektgruppen besteht, namentlich Abzügen, Negativen mit den dazugehörigen Kontaktbögen sowie dem Kontextmaterial wurden unterschiedliche Methoden der Digitalisierung entwickelt. Die Abzüge wurden mit der Bildseite nach unten in die markierte obere rechte Ecke des Scanners gelegt. Beim ersten Scan wurden die Maße auf das Standardformat der Abzüge von 150,2 × 100,2 mm eingestellt [18]; Querformate wurden digital gedreht. Erstellt wurden Jpeg-Dateien mit mindestens 300 dpi Auflösung. Negative wurden mit Durchlichtaufsatz und ebenfalls mindestens 300 dpi digitalisiert (Abb. 9). Durchschnittlich wurden ein zeitlicher Aufwand von zweieinhalb bis drei Minuten pro Bild und demnach schätzungsweise eineinhalb Stunden pro CliPac-Box ermittelt.

Abb. 9 Digitalisierungsproben, Dortmund, 2024, Digitalaufnahme, TU Dortmund/M:AAB (Foto: Alicia Jablonski).
Abb. 9

Digitalisierungsproben, Dortmund, 2024, Digitalaufnahme, TU Dortmund/M:AAB (Foto: Alicia Jablonski).

Dateibenennung und Verpackung

Die Digitalisate der Bildvorderseiten wurden während des Scanvorgangs nach folgendem Schema benannt: Kistennummer – Boxnummer – Bildnummer (z. B. XCVII-001-003). Die Digitalisate der Rückseiten erhielten am Ende den Zusatz „-RS“. Umgelagert wurden die Kartoninhalte nach dem Digitalisieren archivgerecht in säurefreie Schachteln in folgender Anordnung: CliPac-Box, dann Abzüge und Kontaktbögen – jeweils in Pergaminhüllen und mit der Bildseite zum Deckel. Darüber folgten Negative und gegebenenfalls weiteres Material (Abb. 10). Die Schachteln wurden außen mit einem Kürzel bestehend aus Kisten- und Boxnummer beschriftet (Abb. 11).

Abb. 10 Inventarisierungsproben, Dortmund, 2025, Digitalaufnahme, TU Dortmund/M:AAB (Foto: Sophia Blanke).
Abb. 10

Inventarisierungsproben, Dortmund, 2025, Digitalaufnahme, TU Dortmund/M:AAB (Foto: Sophia Blanke).

Abb. 11 Depotsituation nach der Umkonfektionierung, Dortmund, 2025, Digitalaufnahme, TU Dortmund/M:AAB (Foto: Alicia Jablonski).
Abb. 11

Depotsituation nach der Umkonfektionierung, Dortmund, 2025, Digitalaufnahme, TU Dortmund/M:AAB (Foto: Alicia Jablonski).

Digitale Erfassung

Die Erfassung in museum-digital erfolgte mit standardisierten Metadaten. Vorder- und Rückseiten der Digitalisate wurden zusammengeführt, Arbeitsboxen als Einheiten im Objektnamen gekennzeichnet. Die Grundlage bildeten die Informationen aus der vorläufigen Erschließungsliste der Erstsicherung, die während des Berliner Feldaufenthalts angefertigt wurde. Die Inventarnummer folgt dem Scanmuster: Objektart – Monatskürzel – zweistelliges Jahr – Boxinhalt/Ort: Objektnummer. Arbeitsboxen erhielten am Ende den Zusatz „(Arbeitsbox Angelica Blechschmidt)“.

In der ausführlicheren freitextlichen Beschreibung der Arbeitsboxen wurde der Name der Kolumne, des Magazins oder der Publikation mitsamt Ausgabennummer angegeben, bei kompletten Filmen das Hauptmotiv oder die Veranstaltung, jeweils unter Verwendung der von Blechschmidt seinerzeit auf dem Post-it notierten Stichworte. Die Beschreibung orientiert sich am Aufbau der Inventarnummer, ergänzt um alle relevanten Angaben. Für weitere am Objekt ablesbare Informationen, beispielsweise Jahr, Schlagworte oder Personen, wurden Einzeldatenfelder angelegt.

Nach der basalen Erfassung wurden sämtliche Informationen in eine zentrale Workflow-Tabelle ausgegeben. Diese dient perspektivisch als Grundlage für die systematische Erfassung und spätere Recherche des digitalisierten Bestands. In der Workflow-Tabelle wurde auch bereits das Kontextmaterial erfasst. Dies erfolgte jeweils chronologisch von der obersten zur untersten Mappe beziehungsweise Objektgruppe des Kartons. Hierbei war es wichtig, die einzelnen Objekte in ihrer originären Reihenfolge zu belassen, um Blechschmidts Ordnung für die künftige wissenschaftliche Bearbeitung zu erhalten. Jede Mappe wurde geöffnet, der Inhalt herausgenommen und die übergeordnete Mappe, der Umschlag oder der Klarsichtordner als erstes Objekt der Einheit gescannt und benannt. Dann folgte jeweils von oben nach unten der Inhalt der gestapelten Einheit. Benannt wurden die Dateien nach einem ähnlichen Schema wie die Fotografien vom Großen ins Kleine: Nummer der Kiste – Nummer des Ordners – Objektnummer. Bei einseitigen Objekten wurden die Vorder- und Rückseite gescannt, die Datei der Vorderseite mit dem Zusatz „v“, die Rückseite mit dem Zusatz „r“ versehen. Bei klappbaren oder mehrseitigen Objekten wie Broschüren wurden alle Seiten gescannt und durchnummeriert. In der Workflow-Tabelle wurde zur Inventarnummer eine kurze Verschlagwortung des Dokumenteninhalts verzeichnet. Wenn handschriftliche Notizen oder andere Anmerkungen auf dem Objekt vorhanden waren, wurden diese in einer weiteren Spalte der Tabelle notiert. Die Einheit wurde dann ebenfalls in säurefreie Archivschachteln umgepackt, die einzelnen Objekte wurden durch Pergaminpapier getrennt.

Der gesamte Prozess der Inventarisierung, Digitalisierung und basalen Erfassung zielt auf eine einheitliche und nachvollziehbare Dokumentation, um die langfristige Nutzbarkeit und wissenschaftliche Bearbeitung des Archivs zu gewährleisten. Nach dem beschriebenen Schema konnten im Rahmen des Prestudy-Projekts vorerst 571 Abzüge und Negative sowie circa 1 450 Objekte des Kontextmaterials erfasst werden. Nach einer erneuten Hochrechnung geht das Projektteam mittlerweile von insgesamt 200 000 Fotopositiven sowie Negativen im Gesamtbestand aus.

Studieren und Präsentieren: Wissenschaftliche Erarbeitung

Parallel zu den laufenden, explorativen Digitalisierungssowie Inventarisierungsmaßnahmen erfolgte die analytische Sichtung des Materials zur ersten Einschätzung seiner wissenschaftlichen Relevanz. Dafür wurden das Archiv und die Fotografien mehrfach internen sowie externen Expertinnen und Experten vorgestellt und diskutiert [19]. Neben den eigenen Social-Media-Aktivitäten der Vorstudie erfuhr diese zunehmend breite mediale Aufmerksamkeit (Abb. 12) [20]. Das Besondere der Fotografien wurde in den meisten Fällen gesehen und betont: Die Bilder sind charakterisiert durch eine – im Modezusammenhang eher ungewöhnliche – Alltäglichkeit. Mit ihrer technisch recht einfachen Kleinbildkamera fertigte Angelica Blechschmidt qualitativ sehr unterschiedliche Schnappschüsse unter anderem von bekannten Designern, Models und Celebrities an. Hier zeigt sich die Modejournalistin als Dokumentarin der Modewelt, die mit ihrer Bildsammlung neue Perspektiven auf die Szene der späten 1980er bis frühen 2000er Jahre für die wissenschaftliche Forschung eröffnet.

Abb. 12 Pressetermin im M:AAB, Journalistin im Gespräch mit Jan C. Watzlawik, Dortmund, 2024, Digitalaufnahme, TU Dortmund/M:AAB (Foto: Alicia Jablonski).
Abb. 12

Pressetermin im M:AAB, Journalistin im Gespräch mit Jan C. Watzlawik, Dortmund, 2024, Digitalaufnahme, TU Dortmund/M:AAB (Foto: Alicia Jablonski).

Nach Abschluss des Vorprojektes zeichnen sich drei große mögliche Forschungsstränge ab: Erstens vermitteln die Fotografien Blechschmidts nicht nur Eindrücke der Laufstege, sondern auch der Backstagebereiche und Modeevents rund um die Schauen. Diese – mindestens – zwei Seiten der Mode sind außergewöhnlich ausführlich und zusammenhängend dokumentiert. Zweitens zeigen sich in dem Material komplexe Praktiken des Sammelns, vom fotografischen sowie ethnografischen Interesse an Personen und Situationen bis zum Kuratieren dieser Bildersammlung entlang verschiedener Ordnungsbestrebungen und -hierarchien. Drittens lassen sich die Publikationsstrategien und die damit verbundene ästhetische Auffassung Blechschmidts von den Fotografien über diverse Arbeitsschritte bis zur veröffentlichten Kolumne nachvollziehen und somit eine Bewertung ihrer Schnappschussfotografien im journalistischen sowie fotohistorischen Zusammenhang vornehmen. Das modefotografische Archiv von Angelica Blechschmidt erweist sich somit als eine bedeutende Quelle zur Geschichte von Mode, Modefotografie und -journalismus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Deponieren und Projektieren: Für eine Zukunft des modefotografischen Archivs von Angelica Blechschmidt

Das Seminar für Kulturanthropologie des Textilen an der TU Dortmund verfügt über ausgewiesene Expertise in der Mode-, Fotografie- sowie Modefotografieforschung. Es ist bestens mit entsprechenden regionalen, nationalen und internationalen Institutionen sowie Personen vernetzt. In der hier vorgestellten explorativen Untersuchung wurde das Archiv von Angelica Blechschmidt in Auszügen und basal systematisch bearbeitet. Es konnte damit die wissenschaftliche Relevanz der Materialien umrissen werden, um so das Interesse der Öffentlichkeit auf den Nachlass zu lenken.

Nach vielen Experten- und Sondierungsgesprächen wurde eine Agenda für die nächsten Jahre konzipiert, die eine vollständige Hebung, Digitalisierung, Inventarisierung sowie Erforschung des gesamten modefotografischen Archivs von Angelica Blechschmidt möglich machen soll. Es wurde klar, dass eine Massendigitalisierung aus Effizienzgründen extern erfolgen sollte und dass für die langfristige, konservatorisch korrekte Verwahrung sowie Verfügbarmachung ein Kollaborationspartner nötig ist, der über einschlägige Expertise und die notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen verfügt. Landwehr und Bondi de Antoni engagieren sich aktuell für die Finanzierung und Durchführung der Massendigitalisierung. Zudem führt die Kulturanthropologie des Textilen der TU Dortmund Sondierungsgespräche mit einem international etablierten Kollaborationspartner, um an einem Förderantrag für die Inventarisierung zu arbeiten. Ein damit verbundenes Forschungsprojekt soll es darüber hinaus erlauben, das Material bezüglich der skizzierten Forschungsfelder Laufsteg/Backstage, Sammeln und Publizieren zu untersuchen. Langfristiges Ziel ist es, das modefotografische Archiv Angelica Blechschmidt zu erhalten und international sowie interdisziplinär der Forschung und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„Ein […] Forschungsprojekt soll es […] erlauben, das Material bezüglich der skizzierten Forschungsfelder Laufsteg/Backstage, Sammeln und Publizieren zu untersuchen.“


Tel. +49 231 755 5631, https://kultur.kmst.tu-dortmund.de

Tel. +49 231 755 4174, https://kultur.kmst.tu-dortmund.de


Anmerkungen

[1] Peter Kempe: „Angelica Blechschmidt – Mode als Beruf. Chefredakteurin der deutschen ‚Vogue‘ und Stilikone“, in: Tulga Beyerle und Angelika Riley (Hg.): Dressed. 7 Frauen – 200 Jahre Mode, Ausst.-Kat. Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, 25. Februar – 28. August 2022, München: Hirmer 2022, S. 173–190, hier S. 175.Search in Google Scholar

[2] Vgl. Angelica Blechschmidt: „Stilbiographie“, in: Vogue Germany, Oktober 1999, S. 432/433.Search in Google Scholar

[3] Zur Geschichte der Meisterschule, heute das Department Design der Fakultät Design, Medien, Information an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, siehe: <https://www.haw-hamburg.de/fileadmin/DMI-D/PDF/chronik_meisterschule_mode.pdf> (zuletzt eingesehen am 20.06.2025). Laut Kempe 2022 (wie Anm. 1), S. 176 studierte Blechschmidt „Anfang der 60er Jahre […] acht Semester an der Meisterschule für Mode in Hamburg.“Search in Google Scholar

[4] Kempe 2022 (wie Anm. 1), S. 177.Search in Google Scholar

[5] Vgl. dazu die Website des Deutschen Kameramuseums in Plech: <https://kameramuseum.de/objekte/olympus-multiaf-superzoom-110> (zuletzt eingesehen am 27.05.2025).Search in Google Scholar

[6] Nachruf von Jil Sander auf Angelica Blechschmidt: „Sie dachte mit den Augen“, veröffentlicht als Teil der Sammlung von Nachrufen: „Mit ihrem expressiven Glamour war sie ihrer Zeit voraus“, zusammengetragen von Caroline Börger, Adriano Sack und Dagmar von Taube, in: Welt, Online-Ausgabe, 8. Juli 2018, <https://www.welt.de/iconist/mode/article178941912/Nachrufe-Mit-ihrem-expressiven-Glamourwar-sie-ihrer-Zeit-voraus.html> (zuletzt eingesehen am 27.05.2025).Search in Google Scholar

[7] Siehe hierzu auf der Website des Geschäftes den Text: „A Life in Style – Angelica Blechschmidt. Verkaufsausstellung“, veröffentlicht am 9. November 2018, <https://secondella.de/2018/11/a-life-in-style-angelica-blechschmidtverkaufsaustellung> (zuletzt eingesehen am 27.05.2025).Search in Google Scholar

[8] Siehe hierzu die Ankündigung zur Versteigerung „Sammlung Blechschmidt & Fashion“ auf der Website des Auktionshauses, <https://www.auktion-dannenberg.de/de/s004_sammlung_blechschmidt_fashion/a/296275> (zuletzt eingesehen am 27.05.2025).Search in Google Scholar

[9] Nachruf von Wolfang Joop auf Angelica Blechschmidt: „Klimmzüge im Cocktailkleid“, veröffentlicht als Teil der Sammlung von Nachrufen 2018 (wie Anm. 6).Search in Google Scholar

[10] Informationen zur Vorstudie sind online einsehbar unter: <https://kultur.kmst.tu-dortmund.de/forschung/projekte/unboxing-the-unexplored> (zuletzt eingesehen am 27.05.2025).Search in Google Scholar

[11] Hella Schneider: „War Angelica Blechschmidt die erste Influencerin der Modewelt? Galeristin Kirsten Landwehr über das Archiv der ehemaligen ‚Vogue‘-Chefredakteurin“, in: Vogue Germany, Online-Ausgabe, 26. Juni 2020, <https://www.vogue.de/mode/artikel/interview-kirsten-landwehrangelica-blechschmidt-archiv> (zuletzt eingesehen am 27.05.2025).Search in Google Scholar

[12] Offizieller Instagram-Account des Archivs von Angelica Blechschmidt, geführt von Kirsten Landwehr und Alexandra Bondi de Antoni: @archive_angelica_blechschmidt/<https://www.instagram.com/archive_angelica_blechschmidt> (zuletzt eingesehen am 27.05.2025).Search in Google Scholar

[13] Schneider 2020 (wie Anm. 11).Search in Google Scholar

[14] Ein Schimmeltest für Papierobjekte wurde im weiteren Verlauf der Prestudy durchgeführt und es stellte sich heraus, dass die Kiste unbedenklich ist. Es handelt sich nicht um Schimmelsporen, sondern lediglich um Stockflecken.Search in Google Scholar

[15] Vgl. Klaus Ceynowa, Cornelia Jahn, Eva Kraus und Regina Retter: „Wie digitalisiert man 15 Millionen Pressefotos? Das analoge ‚stern‘-Fotoarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek und seine digitale Transformation“, in: Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Vol. 68 (2021), No. 6, S. 328–337. Zum Stern-Fotoarchiv, seiner Digitalisierung und Erschließung siehe ausführlich die entsprechenden Beiträge Projektmitarbeitender im Rundbrief Fotografie, Vol. 30 (2023), No. 3, N. F. 119 (Bestände), Vol. 31 (2024), No. 1, N. F. 121 (Digitalisierung) und Vol. 31 (2024), No. 3/4, N. F. 123/124 (Erschließung).10.3196/186429502068612Search in Google Scholar

[16] Zu den Beständen des Seminars in der Verbunddatenbank siehe: <https://westfalen.museum-digital.de/institution/69> (zuletzt eingesehen am 26.06.2025).Search in Google Scholar

[17] Geplant ist die Datenmigration etwa in die Software MuseumPlus und die Ausspielung über die Deutsche Digitale Bibliothek (<https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de>) sowie Europeana (<https://www.europeana.eu/de>).Search in Google Scholar

[18] Im Dortmunder Teilbestand sind hauptsächlich Abzüge auf Fujicolor Crystal Archive Paper Supreme im Format 10 × 15 cm vertreten.Search in Google Scholar

[19] Das Projekt wurde unter anderem an folgenden Orten und bei folgenden Veranstaltungen präsentiert: Posterpräsentation im Rahmen der Global Gallery 2024 im Internationalen Begegnungszentrum der Technischen Universität (TU) Dortmund am 16. Mai 2024, siehe dazu: <https://www.tu-dortmund.de/veranstaltungsdetail/global-gallery-2024-1-39619>; Jan C. Watzlawik: „Der Alltag der Mode. Zum fotografischen Nachlass von Angelica Blechschmidt“, Online-Gastvortrag, Lehrstuhl für Europäische Kulturanthropologie, Universität des Saarlandes, 23. Januar 2024, <https://www.uni-saarland.de/aktuell/gastvortrag-der-alltag-dermode-29527.html>; 44. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft zum Thema Analysen des Alltags. Komplexität, Konjunktur, Krise, TU Dortmund, 4.–7. Oktober 2023, <https://www.dgekwkongress.de> (jeweils zuletzt eingesehen am 29.07.2025); Jan C. Watzlawik: „It’s Karl, it’s Yves, it’s Donatella. Ein modefotografisches Archiv an der Dortmunder Kulturanthropologie“, Vortrag, Forschungskolloquium des Seminars für Kulturanthropologie des Textilen, TU Dortmund, 19. April 2023.Search in Google Scholar

[20] Vgl. den offiziellen Instagram-Account des Archivs (wie Anm. 12) und beispielsweise: unbekannter Autor: „Wichtiges Archiv für die Modewelt. TU Dortmund hebt Nachlass von ehemaliger Vogue-Chefredakteurin“, in: Unizet, No. 473 (2025), S. 6, <https://www.tu-dortmund.de/storages/tu_website/Referat_1/Presseseite/Archiv_unizet/unizet473_RZ_web.pdf>; Marina Razumovskaya: „Das Medium ist keine Message“, in: taz, Online-Ausgabe, 30. Januar 2025, <https://taz.de/Deutsche-Modefotografie-der-1990er/!6062273> ; Daniela Schulz: „Vogue-Forschung an der TU Dortmund“, in: WDR Lokalzeit am Samstag, 25. Januar 2025, 04′03″ – 07′42″, <https://www1.wdr.de/lokalzeit/fernsehen/lokalzeit-am-samstag/lokalzeit-clip-lokalzeitam-samstag--25-01-2025-100.html>; Alexandra Bondi de Antoni: „Angelica Blechschmidt. Diese Fotos aus dem Archiv der legendären ‚Vogue‘-Chefredakteurin geben intime Einblicke in die Modewelt der 90er“, in: Vogue Germany, Online-Ausgabe, 9. Oktober 2024, <https://www.vogue.de/galerie/angelica-blechschmidt-archiv-fotos-90er-claudiaschiffer-jil-sander-helmut-lang>; Alicia Jablonski: „Die erste Influencerin der Modewelt. Kennen Sie Angelica Blechschmidt?“, Gastbeitrag auf dem Blog des Stadtmuseums Dresden, 17. Dezember 2024, <https://www.blog-stadtmuseum-dresden.de/angelica-blechschmidt> (jeweils zuletzt eingesehen am 27.05.2025); Alicia Jablonski und Jan C. Watzlawik: „Die Welt der Mode in 101 Kartons. Zum modefotografischen Nachlass von Angelica Blechschmidt“, in: LWL-Museen für Industriekultur, Westfälisches Landesmuseum und Marie Helbing (Hg.): Behind Beauty, Ausst.-Kat. LWL-Museum Textilwerk, 23. Mai 2025 – 1. November 2026, Essen: Klartext 2025, S. 12–27.Search in Google Scholar

Published Online: 2025-09-03
Published in Print: 2025-09-25

© 2025 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Downloaded on 1.4.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/rbf-2025-3005/html
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