Summary
This paper examines the spillovers of domestic fiscal expansion in a monetary union. Such a policy action leads to cross-country crowding-out effects on the one hand and cross-country multiplier effects on the other. The overall effect is indeterminate a priori. The approach pursued is therefore an empirical one, using a computable general equilibrium (CGE) model with a simple representation of the money market. Three groups of parameters are identified as key determinants of the fiscal policy spillover: the elasticities of substitution in foreign trade (being a measure of the degree of trade integration), the interest elasticity of money demand, and the elasticity of wages with respect to the employment situation. For a reasonable range of parameter configurations, the interest rate effect always dominates the multiplier effect. Especially, even with a degree of trade integration four times as high as commonly assumed the overall spillover is (slightly) negative.
Zusammenfassung
Dieser Artikel untersucht die internationalen Auswirkungen einer nationalen Staatsausgabenerhöhung in einer Währungsunion. Eine solche Maßnahme führt zum Export von Verdrängungseffekten und von Multiplikatoreffekten. Beide Arten von Spillovers werden in einer Währungsunion vermutlich stärker ausfallen als in einer Situation nationaler Währungen und flexibler Wechselkurse. Wegen der zu erwartenden komplexen Reaktionen wird ein monetäres berechenbares allgemeines Gleichgewichtsmodell als Analyseinstrument eingesetzt. Es zeigt sich, daß allgemeine Gleichgewichtsreaktionen in der Tat eine große Bedeutung für die Transmission der Effekte haben, wobei drei Parameter für die Ergebnisse ausschlaggebend sind: die Zinselastizität der Geldnachfrage, die Substitutionselastizitäten im Außenhandel und die Flexibilität der Löhne. Dabei bestimmen die ersten beiden Parameter, wie stark der exportierte Verdrängungseffekt in Relation zum exportierten Multiplikatoreffekt ausfällt. Von den betrachteten Parameterkonstellationen führt keine zur Dominanz des exportierten Multiplikatoreffekts über den exportierten Verdrängungseffekt. Jedoch ist der negative Gesamteffekt unter „günstigen“ Bedingungen sehr gering.
© 2000 by Lucius & Lucius, Stuttgart
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