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Soziale Hierarchie und Gleichheit: Zur Stellung der Berufe im mittelalterlichen Islam

  • Axel Havemann
Veröffentlicht/Copyright: 2. Dezember 2005
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Der Islam
Aus der Zeitschrift Band 82 Heft 2

Abstract

Dem abbasidischen Kalifen al-Maʾmūn (reg. 813–33) wird folgende Maxime zugeschrieben: „Soziale Stellung ist wie Abstammung (nasab) ein Band, das die Menschen zusammenhält. So steht der Noble oder Adlige (aš-šarīf  ) unter den Arabern dem Noblen unter den Nicht-Arabern näher als dem Niedrigen (al-waḍīʿ ) unter den Arabern, und der Noble unter den Nicht-Arabern steht näher dem Noblen unter den Arabern als dem Niedrigen unter seinesgleichen, den Nicht-Arabern. Denn die Noblen (die Vornehmen) unter den Leuten bilden eine Schicht, ebenso wie die Niedrigen unter den Leuten eine Schicht bilden (Ašrāf an-nās ṭabaqa kamā anna auḍāʿahum ṭabaqa)“. Ähnlich soll sich der Literat Ibn Qutaiba (gest. 889) geäußert haben: „Nobilität ist ein einzigartiges Band, denn der Noble aus jedem Volk ist von guter Herkunft (hochwohlgeboren) (Innaʾš-šaraf nasab mufrad faʾš-šarīf min kulli qaumin nasīb )“.

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Online erschienen: 2005-12-02
Erschienen im Druck: 2005-12-12

Walter de Gruyter GmbH & Co. KG

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