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Studieren mit KI? – Eine Längsschnittbe-fragung Studierender mit L1 und L2 Deutsch

  • Almut Ketzer-Nöltge

    studierte an der Universität Leipzig Deutsch als Fremdsprache, Amerikanistik und Hispanistik. Anschließend promovierte sie an der Universität Erfurt zum Thema Satzverarbeitung in der Erst- und Zweitsprache Deutsch (2012–2017). Von 2016 bis 2024 lehrte und forschte sie am Herder-Institut der Universität Leipzig. Seit 2024 ist sie Professorin für Deutsch als Fremdsprache mit dem Schwerpunkt Spracherwerb in mehrsprachigen Kontexten an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo sie sich vor allem mit den Themen technikgestütztes Lehren und Lernen von Fremdsprachen (insbesondere digitale immersive Lernumgebungen), Medienkompetenzen und kognitive Sprachverarbeitung beschäftigt.

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    and Antje Rüger

    studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Russisch, Spanisch und Deutsch als Fremdsprache. Von 1993 bis 2006 war sie in Kolumbien unter anderem in der Ausbildung von Deutschlehrenden tätig. Seit 2012 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Herder-Institut der Universität Leipzig. Zu ihren Aufgabengebieten gehören die Koordination eines binationalen Masterstudienganges, die Mitarbeit in Projekten für das Programm <italic>Dhoch3</italic> des DAAD und Lehre im Bereich Deutsch als fremde Wissenschafts-sprache.

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Published/Copyright: February 3, 2026

Zusammenfassung

Aktuell wird diskutiert, welche Funktionen und Aufgaben KI-Tools bei der Bewältigung sprachlicher Aufgaben und beim wissenschaftlichen Arbeiten im Studium übernehmen können. Bisherige Studien liefern dazu vor allem Momentaufnahmen und unterscheiden nicht zwischen Studierenden mit L1 und L2 Deutsch. Die hier vorgestellte Befragung fokussiert auf mögliche Gruppenunterschiede im Umgang mit KI und verfolgt zudem das Ziel, eine Entwicklung in Bezug auf die Nutzung von KI-basierten Tools nachzuverfolgen.

Abstract

A current discourse has emerged concerning the potential roles of AI tools in linguistic tasks and for academic purposes. However, previous studies have primarily yielded a series of snapshots, failing to differentiate between students with L1 and L2 German proficiency. The survey presented in this paper therefore focuses on potential group differences in the utilization of AI and also aims to track developments in the use of AI-based tools.

Über die Autoren

Almut Ketzer-Nöltge

studierte an der Universität Leipzig Deutsch als Fremdsprache, Amerikanistik und Hispanistik. Anschließend promovierte sie an der Universität Erfurt zum Thema Satzverarbeitung in der Erst- und Zweitsprache Deutsch (2012–2017). Von 2016 bis 2024 lehrte und forschte sie am Herder-Institut der Universität Leipzig. Seit 2024 ist sie Professorin für Deutsch als Fremdsprache mit dem Schwerpunkt Spracherwerb in mehrsprachigen Kontexten an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo sie sich vor allem mit den Themen technikgestütztes Lehren und Lernen von Fremdsprachen (insbesondere digitale immersive Lernumgebungen), Medienkompetenzen und kognitive Sprachverarbeitung beschäftigt.

Antje Rüger

studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Russisch, Spanisch und Deutsch als Fremdsprache. Von 1993 bis 2006 war sie in Kolumbien unter anderem in der Ausbildung von Deutschlehrenden tätig. Seit 2012 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Herder-Institut der Universität Leipzig. Zu ihren Aufgabengebieten gehören die Koordination eines binationalen Masterstudienganges, die Mitarbeit in Projekten für das Programm <italic>Dhoch3</italic> des DAAD und Lehre im Bereich Deutsch als fremde Wissenschafts-sprache.

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Zusatzmaterial

Die Online-Version dieses Beitrags bietet Zusatzmaterial (https://doi.org/10.1515/infodaf-2026-0004).


Online erschienen: 2026-02-03
Erschienen im Druck: 2026-02-03

© 2026 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Downloaded on 5.2.2026 from https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/infodaf-2026-0004/html
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