Abstract
At first glance, Erich Mühsam’s Psychologie der Erbtante. Eine Tanthologie aus 25 Einzeldarstellungen als Beitrag zur Lösung der Unsterblichkeits-Frage (1905) seems to be apolitical and entertaining literature, ridiculing childless and husbandless Rich Aunts (Erbtanten). But as I show in a close-reading analysis, Mühsams uses this wildly known stereotype to target the bourgeois kinship and inheritance continuities of his time. The ongoing inheritance tax debates at the turn of the century provide the necessary socio-historical context to understand the satirical implications on which – so my overall hypothesis runs – both the comedy of the text and its socio-political explosiveness are based.
© 2024 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston
Artikel in diesem Heft
- Frontmatter
- Frontmatter
- Erich Mühsams Tanthologie – Ein literarisches Plädoyer gegen die Erbschaftspraxis im deutschen Kaiserreich
- Konservative Transkulturalität oder Paradoxien der Moderne?
- Sozialistische Großfamilie
- #KritischesWeißsein: Friedrich Dürrenmatt
- Forschungsdiskussion
- Praxeologie der Geisteswissenschaften – revisited
- Schwerpunkt: Der Ingenieur in der europäischen Weltliteratur vor und nach 1900
- Fortschrittsdiskurse im Horizont der Ingenieursemanzipation in der frühen Hochmoderne. Zur Einleitung
- Stimmen des Fortschritts
- Ingenieurssolipsismen in Großstadtutopien der 1920er Jahre
- Nation in Wartestellung
- Geschichten vom Ingenieur
- Ingenieure (in) der Deutschen Rundschau
- Staunen ohne Gott
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- Konservative Transkulturalität oder Paradoxien der Moderne?
- Sozialistische Großfamilie
- #KritischesWeißsein: Friedrich Dürrenmatt
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- Praxeologie der Geisteswissenschaften – revisited
- Schwerpunkt: Der Ingenieur in der europäischen Weltliteratur vor und nach 1900
- Fortschrittsdiskurse im Horizont der Ingenieursemanzipation in der frühen Hochmoderne. Zur Einleitung
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- Ingenieurssolipsismen in Großstadtutopien der 1920er Jahre
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