Die „deklarierte Gesinnung, einem was Böses zu tun“
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Rainer Paris
Abstract
Opening with a quote by Kant on the subject of enmity, this paper discusses some central elements and properties of hostile relations. Hostility is defined as a social relationship between agents (individuals or collectives) intending to inflict the maximum possible damage on the other. Questions of decision, moral polarisation and the dynamic of aggressive sentiment are central to the paper. It concludes with an outline of typical steps and stages in the development of enmity.
„Feindschafft ist eine declarirte Gesinnung einem was Böses zu thun.“ So Kant. [1] Die Formulierung taucht in der Vorlesung zur Moralphilosophie aus den 1770er Jahren eher beiläufig auf; sie steht dort im Kontext der Abgrenzung und des Kontrastes zu Freundschaft und Friedfertigkeit sowie der Interpretation der Misanthropie. Sie hat also nicht unbedingt den Status einer definitorisch-begrifflichen Verdichtung. Auffällig ist auch das quantitative Missverhältnis in den Ausführungen zu Feindschaft und Freundschaft: Während der Abschnitt „Von der Feindschafft“ lediglich zwei Seiten umfasst, sind der Diskussion der verschiedenen Aspekte und Varianten der Freundschaft („Von der Freundschafft“) in der Vorlesung 13 Seiten gewidmet.
Die kantschen Ausführungen in diesem Abschnitt sind zum Teil etwas kryptisch. Etwa wenn er formuliert:
Man kann auch ohne Feindschafft auf seinen Feind zu haben, doch einen Feind haben, man kann ihn meiden, man kann auch wünschen, daß er das empfinden möge […], man kann gegen ihn böse und aufgebracht seyn, ohne ein Feind von ihm zu seyn, denn man sucht ihn doch deswegen nicht unglücklich zu machen. [2]
Und weiter:
Also wahre Feindschafft müssen wir gegen keinen hegen; wir können wohl einen hassen, wenn er sich gegen uns so verhalten hat, unsere Geheimnisse wodurch uns Schaden geschehen ausgeplaudert hat, dann ist er hassenswerth, aber deswegen noch nicht ein Feind, wir dürfen ihm deswegen noch nichts Böses thun. [3]
Feindschaft beginnt für Kant erst dort, wo ich es darauf anlege, den anderen „unglücklich zu machen“ und ihm dezidiert Böses zu tun. Alles andere sind Asymmetrien, Mischungsverhältnisse und Vorstufen davon. Man kann eines anderen Feind sein, ohne dass er für einen selbst ein Feind ist. Die Zuschreibung kann, muss aber nicht wechselseitig sein. Man kann einem anderen – begründete – feindselige Gefühle (Hass) entgegenbringen, ohne ihn deshalb schon als Feind zu betrachten und ihm schaden zu wollen. Kant diskutiert hier mögliche oder tatsächliche Abstufungen und Ungleichzeitigkeiten in Feindschaftsverhältnissen, er markiert graduelle Intensitätsdifferenzen in den Zuschreibungen, der Legitimität von Gefühlen und Handlungen, die sachlich und begrifflich auseinanderzuhalten sind. Doch nicht um eine Kant-Interpretation soll es hier gehen; vielmehr nehme ich die im Titelzitat angeführte Formulierung zum Anlass und Ausgangspunkt, um anhand der dort genannten Elemente eine analytische Klärung dessen vorzunehmen, was Feindschaft und Verfeindung in der Sache bedeuten und wie sie funktionieren. [4]
Deklaration
Feindschaft sei die „declarirte Gesinnung einem was Böses zu thun“. Was ist eine „deklarierte Gesinnung“? „Deklariert“ heißt hier so viel wie „ausdrücklich“ oder „explizit“. Eine Deklaration ist stets etwas Nicht-Verborgenes, eine definitive Erklärung zu einer Sache mit prinzipiellem Charakter. Es gibt keine beiläufige, unbeabsichtigte Deklaration; ihr geht immer eine bewusste Entscheidung voraus, die mich gegenüber anderen, vor allem aber auch im Verhältnis zu mir selbst bindet und verpflichtet.
Die offene Bekundung beruht auf einer inneren Festlegung. Sie mag intuitiv und spontan erfolgt sein, ist aber nichtsdestoweniger irreversibel: einmal ein Feind, immer ein Feind. Dabei kann die Entscheidung, jemanden zum Feind zu erklären, nicht einfach als nachvollziehbare Reaktion darauf verstanden werden, dass man von ihm selbst in existenzieller Weise bedroht werde. Gewiss ist es ein unverzichtbares Merkmal des Feindbegriffs und konstitutives Element des Feindbildes, dem anderen eine solche Absicht zu unterstellen, und doch bleibt dies im Vorfeld der Entscheidung eine bloße Zuschreibung, gewissermaßen eine antizipatorisch vorgenommene Rationalisierung. Alexander García Düttmann hat dies, im Rückgriff auf die kantsche Formulierung und das Feindverständnis Carl Schmitts, bündig zusammengefasst: „Feindschaft konstituiert sich in der Entscheidung über Feindschaft, geht ihr nicht voraus“. [5] Wäre die Feindschaft nur ein „Reflex der Selbsterhaltung“, so hörte sie damit auf, ein spezifisch „politisches“ Verhältnis zu sein und läge somit außerhalb der menschlichen Freiheit. [6]
Trotzdem fällt die Entscheidung nicht vom Himmel. Sie hat einen gewissen Vorlauf und fußt auf Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, damit sich ein Feindschaftsverhältnis entwickelt. Der Ausgangspunkt ist immer ein Streit. Und zwar ein Streit über etwas: Es muss einen Streitgegenstand geben, der seiner Natur nach unteilbar ist; er kann etwa in Besitzansprüchen auf materielle Güter oder in antagonistischen Wertpräferenzen, aber auch im Gewähren oder in der Versagung von Anerkennung bestehen. Erst wenn die Kontrahenten von einem prinzipiellen Nullsummencharakter des Konflikts ausgehen und um den Gegenstand kämpfen, ist der Keim einer möglichen Eskalation gelegt. Hinzu kommt die begleitende Intensivierung der Gefühle: Unbehagen verwandelt sich in Wut und Zorn, die Aggressivität nimmt mit jeder Gegenreaktion zu und steigert sich bis zum Äußersten. Die einmal getroffene Entscheidung zieht immer weitere Entscheidungen nach sich, die auf jeder Stufe die verbleibenden Handlungsalternativen verengen und die Irreversibilität der Entscheidung erhöhen.
Gesinnung
Gesinnungen changieren zwischen Glauben und Überzeugung. Jemanden zum Feind zu erklären, setzt eine bestimmte Realitätsdefinition (über die Absichten, Ziele und Ressourcen des anderen, mögliche oder wahrscheinliche Bündniskonstellationen, die näheren und erweiterten Umstände usw.) voraus. Feindzuschreibungen sind in übergreifende Anschauungen und ein Weltbild eingebettet, in das sich sowohl das eigene Selbst- als auch das Fremdbild des Anderen einfügen. Erst diese Verortung des Anderen in einem umfassenderen Kosmos von Deutungen und Weltinterpretationen verleiht den Relevanzen der Feindschaft jenen ausschließlichen Charakter des Absoluten, der im Extremfall, etwa in Konstellationen eschatologischer Feindschaft, alles andere überstrahlt.
In der kantschen Verwendung ist der Begriff der Gesinnung jedoch etwas enger gefasst. Er meint so viel wie „definitiver Vorsatz“, eine entschlossene Absicht, dem anderen einen empfindlichen Schaden zuzufügen. Trotzdem spielt auch hier ein bestimmtes „Wissen“ eine Rolle, kommt doch eine Gesinnung ohne den Rekurs auf kognitiv realisierte Tatbestände und – zutreffende oder vorgeschobene – Rationalisierungen nicht aus. Dies verweist auf den Unterschied zwischen Ursachen und Gründen, der auch für die Analyse der Feindschaft bedeutsam ist. [7]
Während Ursachen auf (angenommene) Kausalitäten und Wirkungen referieren, dienen Gründe der motivationalen Erklärung und Legitimierung von Handlungen. Gründe werden angeführt, um eigenes Tun, auch sich selbst gegenüber, praktisch und moralisch zu rechtfertigen. Sie haben daher stets einen rationalen Charakter, durch den sie beanspruchen, auch für andere nachvollziehbar zu sein. García Düttmann behauptet nun die „Unbegründbarkeit“ der Feindschaft. [8] Der Entschluss und die Entscheidung zur Feindschaft als einem unbedingten „Willen zur Vernichtung“ sei letztlich ein Akt absoluter Willkür, der jenseits aller Versuche der Begründung und Sinngebung erfolge und unabhängig davon Bestand habe. García Düttmann formuliert hier einen an einer Vorstellung des Absoluten orientierten Begriff von Feindschaft, der alle zeitlichen und räumlichen Begrenzungen transzendiert und eine überschäumende Radikalisierung ermöglicht, die über den Tod des Feindes hinaus bis in Jenseits hineinragt.
Der Topos der „Unbegründbarkeit“ verweist auf die große Variationsbreite, ja oftmals relative Beliebigkeit und Austauschbarkeit der beigebrachten praktischen Erklärungen, mit denen der Entschluss zur Feindschaft legitimiert wird. Der Kern des Arguments ist: Auch noch so gute Gründe können den Hiatus zwischen gedanklicher Repräsentation auf der einen und definitiver Entscheidung und Aktion auf der anderen Seite nicht überbrücken. Die Gründe bleiben Rechtfertigungen, die stets auch anders gewichtet und gewogen werden können – mit entsprechend unterschiedlichen Konsequenzen. Die rationalen Verknüpfungen sind „Rationalisierungen“, durch die das Willkürlich-Kontingente und letztlich Voluntaristische der Entscheidung überdeckt wird.
Trotzdem wird die Feindschaft unablässig mit Gründen unterfüttert. Sie wird begleitet und flankiert von einer ideologischen Dauerpropaganda, die keine Gelegenheit auslässt, die eigenen Werte und Prinzipien als überlegen zu feiern und die des Feindes zu verdammen. In diesem Krieg der Deutungen sind gute Gründe und plausible Argumente stets willkommen, auch wenn die tatsächlich verfolgten Interessen womöglich ganz andere sein mögen. Analog zu Harry G. Frankfurts Gründe der Liebe könnte man vielleicht formulieren: Feindschaft hat oder benötigt keinen Grund, aber sie erfindet ständig neue Gründe, die den anderen noch verabscheuungswürdiger, noch hassenswerter, kurzum, noch böser erscheinen lassen.
Das Gegenüber
In Kants Formulierung ist das Objekt der Feindzuschreibung nicht näher spezifiziert. Trotzdem ist klar, dass es nicht irgendein anderer ist, den ich als Feind deklariere. Schmitt hat nach dem Krieg die Frage nach dem Feind öfter mit einer Wendung seines Dichter-Freundes Theodor Däubler beantwortet: „Der Feind ist unsere eigene Frage als Gestalt.“ [9] Als Gegenpol des Selbst repräsentiert der Feind all das, was wir nicht sein wollen: Er steht für Qualitäten und Eigenschaften, die wir verabscheuen, und übergeordnete Werte, die wir verwerfen. Die Typisierung des Feindes ist die sichtbare Antwort auf die Problematik unserer Identität; durch ihn glauben wir zu wissen, was und wer wir sind.
Einen Feind zu haben, bedeutet, auf ihn fixiert zu sein. Die Feindschaft okkupiert das Wahrnehmungsfeld und staffelt die Relevanzen zu allen anderen Akteuren im Feld. Sie tendiert somit zur Paranoia. Obwohl letztlich fremd und unerkannt, ist der Feind überpräsent. Es ist diese eigentümliche Mischung von Gewissheit und Ungewissheit, von diffuser Bedrohung und nur mühsam gebändigter Aggressivität, die die Akteure zu ständiger Wachsamkeit zwingt und ihre besondere Reizbarkeit ausmacht.
Weitere Mechanismen treten hinzu, wenn es sich um Feindschaften zwischen Kollektiven handelt. Der Andere ist jetzt Feind qua Gruppenzugehörigkeit oder Mitgliedschaft. Er wird extrem anonymisiert und verwandelt sich in ein bloßes Objekt, das es zu zerstören gilt. Gleichzeitig erhöht sich der Kohärenzgrad der Gruppe und schweißt die Gemeinschaft zusammen. Das Kollektiv vergewissert sich seiner Werte; jeder fühlt sich als Teil eines großen Ganzen und handelt im Dienst des vorgegebenen Ziels. Der Preis dafür ist freilich ein bis zum Äußersten gesteigerter Konformitätsdruck und die unerbittliche Sanktionierung von Abweichung und Verrat.
Gut und Böse
Keine Feindschaft ohne anmaßende Moralität. Der Feind ist einer, von dem ich überzeugt bin, dass er Böses gegen mich im Schilde führt. Ich habe deshalb als Adressat und Objekt seiner Bosheit jedes Recht, mich dagegen zur Wehr zu setzen. Meine deklarierte Gesinnung, dem anderen Böses zu tun, ist in fundamentaler Weise dadurch legitimiert, dass dieser selbst abgründig böse ist, ja das Böse schlechthin verkörpert. Es gibt keinen Feind, der nicht böse ist; die Verwerflichkeit seiner Absichten, Ziele und Taten steht außer Frage. Das moralische Schisma ist dem Feindverhältnis vorgegeben. Zwar kennen sowohl das Gute als auch das Böse verschiedene Intensitätsgrade und Schattierungen; an der Schärfe der Trennlinie ändert das aber nichts. Jede Seite beansprucht für sich die unbedingte moralische Überlegenheit.
Freilich ist offensichtlich, dass der Rekurs auf Werte und Moral ausschließlich in polemischer Absicht erfolgt. Er dient einzig der kognitiven und affektiven Polarisierung, der Homogenisierung des Wir und der Aufspaltung des sozialen Feldes in Freund und Feind. Der Diskurs hat sich stets im Rahmen dieses dualistischen Weltbildes zu bewegen, es gibt keinerlei Raum für Dilemmata oder gar Tragik. Es ist der ewige Kampf gegen die Mächte der Finsternis. Wer die Gutheit der Guten bezweifelt, steht automatisch auf der anderen Seite.
Zum Bösen gehört, dass es sich verbirgt. Es lauert überall und kann seine Gestalt jederzeit wechseln. Oft begegnet es uns in der Maske der Freundlichkeit oder Harmlosigkeit; nur durch totales Misstrauen ist man gegen seine Heimtücke gewappnet. Dem Feind ist alles zuzutrauen. Dabei erstreckt sich der Argwohn nicht nur auf den direkt als Feind identifizierten Anderen (oder das entsprechende Kollektiv), sondern erfasst grundsätzlich die gesamte Figuration: Ob mein Freund und der Freund meines Freundes tatsächlich meine Freunde sind oder ob sie längst heimlich das Geschäft meines Feindes betreiben, ist stets eine empirische Frage, die nie endgültig zu beantworten ist. [10]
Es ist falsch anzunehmen, das Böseste, was man jemandem antun könne, sei, ihn zu töten. Schon Marter und Folter bezeugen, dass das hobbessche Homo homini lupus eine gefährliche Untertreibung menschlicher Möglichkeiten ist. Die Bosheit und Hinterhältigkeit des Feindes, sein Wirken und Weiterwirken, sind prinzipiell unbegrenzt. Die Feindschaft geht deshalb im Extremfall über den Tod hinaus. Sowohl in historischen Beispielen eschatologischer Feindschaft als auch in aktuellen Ausprägungen eines eliminatorischen Antisemitismus tritt ein Verständnis von Feindschaft zutage, das von einem absoluten Vernichtungswillen beseelt ist. Es gilt, alles zu zerstören und „mit Stumpf und Stiel“ auszurotten, was der Feind repräsentiert. Ich teile die Position von García Düttmann, der zufolge ohne einen Begriff des Absoluten ein philosophisches Verständnis von Feindschaft letztlich unzureichend bleiben muss: „Die Existenz des Feindes wird als solche von der unerklärlichen Willkür eines Willens zur Vernichtung bestimmt, von einer bloßen ‚Menschenähnlichkeit‘, auf die sich die Frage bezieht, in welchem Sinne Feindschaft als anthropologische Kategorie zu gelten vermag.“ [11] Der Feind ist einer, dem man in gewisser Weise das Menschsein abspricht: Es reicht nicht aus, ihn besiegt oder getötet zu haben. Sein Leichnam wird zusätzlich geschändet und jede Erinnerung an ihn soll ein für alle Mal ausgelöscht werden.
Gefühle und Handlungen
Jemandem etwas Böses zu tun, geht über eine bloße Schädigungsabsicht hinaus. Der Wille drängt zur Tat. Nur der von mir selbst verursachte Zerstörungseffekt zählt. Gewiss empfinde ich Schadenfreude, wenn dem anderen ein Unglück zustößt oder ihm sonstiges Unheil widerfährt. Doch dies reicht nicht aus, wenn ich nicht selbst der Urheber bin. Der andere soll leiden, er soll Schmerzen und Qualen erdulden und wissen, von wem sie ihm zugefügt werden. Die Feindschaft operiert nicht aus einem Nutzenkalkül heraus. Sie will ausschließlich schaden und verletzen. Dass sie dabei oftmals ein hohes Risiko der Selbstschädigung eingeht, nimmt sie bereitwillig in Kauf.
Das Handeln, in dem sich die Feindschaft verwirklicht, ist die Gewalt. Es gibt keine Feindschaft, die nicht zumindest latent gewalttätig ist. Dennoch ist keineswegs alle Ausübung von Gewalt von Feindschaft oder feindseligen Gefühlen geprägt. Der Räuber, der mich überfällt, will mir im Grunde nichts Böses, sondern nur etwas Gutes für sich. [12] Die Gleichgültigkeit, die er mir und meinem Schicksal entgegenbringt, ist keine Feindschaft. Die Gewalt, die gegen den Feind ausgeübt wird, hat demgegenüber einen ganz anderen Charakter. Sie lässt keine Grausamkeit, keine Demütigung aus und hat kein anderes Ziel als die vollständige Vernichtung des anderen. Die Gewalt der Feindschaft ist grenzenlos: Sie fügt sich keiner Einschränkung oder Regelbindung und löst sich am Ende von jeder Instrumentalität.
Feindschaft ist äußerste, von jeder Restriktion befreite Aggression. Abweichend von einem trivialisierenden alltäglichen Sprachgebrauch – ich kann gegen jemand „feindselige“ Gefühle hegen, ohne ihn deshalb als Feind zu betrachten – mobilisiert die Feindschaft eine Radikalisierung und Intensität negativer Gefühle, die kaum zu besänftigen oder zu bändigen sind. Die der Feindschaft zugrundeliegenden Emotionen steigern sich gleichsam von selbst, ohne deshalb außer Kontrolle zu geraten. Dies sind keine unbesonnenen, vorübergehenden Affekte, die einer plötzlichen Aufwallung geschuldet sind; sie weisen stattdessen alle Merkmale einer Leidenschaft auf: Dauerhaftigkeit, Kraft und Intensität, ein strategisches Überlegen, das sein Ziel nie aus den Augen verliert. [13] Es sind diese Unbeirrtheit und Leidenschaftlichkeit der zerstörerischen Gefühle wie Rachsucht, angestaute Wut, Hass und Ressentiment, die die Hemmnisse und Schranken der Aggression niederreißen und die Eskalation vorantreiben.
Im Gefühlsspektrum der Feindschaft spielen Hass und Verachtung eine herausragende Rolle. Hilge Landweer hat sie in letzter Zeit auch im Hinblick auf die damit verbundenen Machtrichtungen näher untersucht. [14] Hass richtet sich typischerweise auf Überlegene, Verachtung auf Unterlegene. Herrschende werden gehasst, weil sie als Privilegierte und Unterdrücker für die Not und das andauernde Elend der eigenen Lebensumstände verantwortlich gemacht werden. Sie erscheinen als Ursache und Verursacher allen Übels, das mit ihrem Sturz oder ihrer endgültigen Liquidierung verschwinden würde. Dabei speisen sich der Hass und das Ressentiment häufig auch aus einem ideologisch umgewandelten Neid, der zugleich einem schmerzhaften Bewusstsein eigener Ohnmacht, aber auch der uneingestandenen Einsicht verpasster Lebenschancen entspringt. [15]
Verachtung hingegen beruht auf einem Prestigegefühl sozialer und moralischer Überlegenheit, das das eigene Selbstbild grundiert und alle Aktivitäten einfärbt. Sie erfolgt in der Regel von oben nach unten. Wer einen anderen verachtet, sieht sich selbst in einer übergeordneten Position und „schließt die Verachteten aus der eigenen Welt aus“. [16] Allerdings können auch Unterlegene, die sich im Besitz höherer und höchster Werte – etwa Glaubensgewissheiten – wähnen, die Kultur und die Lebensweise einer ansonsten überlegenen Fremdgruppe aufs Äußerste verachten. Hass und Verachtung können so durchaus nebeneinander existieren und stimulieren sich unter Umständen gegenseitig.
Im Vergleich zum Hass erscheint die Verachtung zunächst weniger gewaltträchtig. Sie sonnt sich in ihrer Superiorität; der Hiatus zwischen Fühlen und Handeln ist somit größer. Trotzdem wird er nicht selten übersprungen, und zwar vor allem dann, wenn der Mächtige in seinem habituellen Selbstbewusstsein missachtet und herausgefordert wird. Niemand ist rachsüchtiger als der Herr, dem die Achtung verweigert wird. Er lässt seiner Wut freien Lauf, die Verachtung schlägt um in offene Repression und Gewalt, etwa das Statuieren eines Exempels. Doch auch umgekehrt gilt, dass jene, die von oben verachtet werden, darauf selbst wiederum häufig mit Hass und Geringschätzung reagieren. [17] Und wenn sich der Hass auf den Unterdrücker nun auch noch mit dem reaktiven Hass der Verachteten verbindet, entsteht eine Mischung, die jederzeit explodieren kann und von außen kaum zu beeinflussen ist.
Die Affinität zur Feindschaft ergibt sich daraus, dass Hass und Verachtung jeweils Adressaten haben. Man hasst oder verachtet jemanden, sei es ein Individuum oder eine markierte Gruppe. Gewiss gibt es etwas, „wofür“ er gehasst wird, doch ohne eine klare Personifizierung und Verkörperung hängt die Aggression in der Luft. Feindschaft gibt es nur, wenn jemand – im wörtlichen Sinne – zum Feind gemacht wird. Ein solches „Machen“ des Feindes ist freilich stets in einen übergreifenden Entwicklungsprozess eingebettet, der in vielfältiger Weise durch wechselseitige Reaktionen und Reaktionsreaktionen gekennzeichnet ist.
Verfeindungen – ein Aufriss
Grundsätzlich ist zwischen dem Begriff des Feindes und dem empirischen Prozess der Verfeindung zu unterscheiden. Dieser kann stetig oder eruptiv, durch parallele Ereignisse beeinflusst und überaus verschlungen sein; trotzdem gibt es in der Regel typische Weichenstellungen und Zäsuren, die bestimmte Eskalationsstufen markieren. Sie sollen hier abschließend skizziert werden.
Am Anfang steht ein Streit; und zwar ein Streit um ein bestimmtes Gut oder eine Sache, die beide Seiten energisch für sich beanspruchen. Es gibt immer ein Streitobjekt. Dies können materielle Gegenstände, vorzugsweise Land und Besitz, aber auch symbolische Güter wie Ehre, Prestige oder Ähnliches sein. Beides ist nicht selten miteinander vermischt; und je wichtiger, ja existenziell bedeutsamer das Objekt für die Beteiligten ist, desto größer das Potential und die Intensität des Konflikts.
Unerlässlich ist die direkte Konfrontation. Die Feindschaft entsteht und entwickelt sich im Kampf. Trotzdem mündet keineswegs jeder Kampf in Feindschaft. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall, ist die Eskalation, die schrittweise außer Kontrolle gerät, die seltene Ausnahme. Oft wird die Sache nach einem einmaligen Zusammenprall nicht weiter verfolgt und von beiden Parteien stillschweigend zu den Akten gelegt. Damit aus einem „normalen“ Streit am Ende eine Feindschaft wird, muss es neue und weitere Konfrontationen geben. Und es bedarf fast immer eines besonderen, zugespitzten Ereignisses, einer Provokation oder eines perfiden Übergriffs, durch das der Konflikt angeheizt wird. Erst wenn es im Verlaufe des Kampfes zu einem Exzess kommt, ist der Keim für eine Entscheidung und die Weichenstellung zur Feindschaft gelegt.
Stets sind es eine tiefe Verwundung oder eine außergewöhnliche Schmach, die einen Kipppunkt im Prozess der Verfeindung markieren. Dies gilt sowohl für Individuen als auch für Kollektive. Dabei löst vor allem der demonstrative Entzug jeder Achtung und Anerkennung, etwa durch Akte einer zusätzlichen Demütigung und Erniedrigung, eine Erbitterung aus, die niemals vergessen wird. Das böse Tun des anderen trifft ins Mark und verletzt den Kern des eigenen Selbstverständnisses. Ohne diese identitäre Aufladung des Konflikts wären die weiteren Radikalisierungen nicht möglich.
Zu erläutern ist dies an der Differenz von Feindschaft und Gegnerschaft. [18] Gegner beziehen sich lediglich in Teilausschnitten ihrer Person aufeinander und wollen einander besiegen. Ihr Kampf ist grundsätzlich regelgebunden und auf die Situation beschränkt. Auch der Unterlegene wird durch den Sieger und das Publikum respektiert und in seiner Leistung gewürdigt. Die durch den Sieg und die Niederlage festgestellte Ungleichheit ist temporär limitiert; beim nächsten Kräftemessen begegnen sich die Kontrahenten wieder als Gleiche.
Das ist im Falle der Feindschaft völlig anders. Der Sieg über den Feind soll ein Ein-für-alle-Mal-Sieg sein, der Andere soll für immer von der Bildfläche verschwinden. Das Ziel ist die endgültige Unterwerfung und im Extremfall die Auslöschung des Anderen. Hierfür wird jede Regelbindung außer Kraft gesetzt und der Feind, wo immer er erscheint, gnadenlos verfolgt. Er erfährt keinerlei Achtung und ist stattdessen Objekt permanenter Verdammung. Es geht letztlich um die Erringung uneingeschränkter, totaler Macht und die damit verbundene Genugtuung eigener Unangreifbarkeit.
Sicher ist dieser Prozess keineswegs determiniert oder linear. Woran sich die Eskalation im Frühstadium im Einzelnen entzündet, kann sehr verschieden, ja mitunter eine Lappalie [19] sein. Oft ist es im institutionellen Rahmen der Gegnerschaft ein eklatanter, alle Dosierungsnormen überschreitender Regelverstoß oder eine tiefe persönliche Beleidigung, die den Anlass dafür bietet. Die Intensität der Missachtung überspringt die Beschränkung auf die Situation und begründet so eine dauerhafte negative Fixierung und Aversion, die für alle weiteren Begegnungen bestimmend bleibt und die Definition der Beziehung dominiert. Auf diese Weise wird der implizite Konsens über die Geltung der normativen Konstanten und Rahmenbedingungen der Situation – und damit die Grundlage jeder Kooperation [20] – gegenüber dem Anderen ein für alle Mal aufgekündigt. Ihm ist von nun an alles zuzutrauen und der Weg in die Feindschaft ist geebnet.
Doch auch in dieser Konstellation gibt es etliche Hürden und Hindernisse, die den Prozess aufhalten oder stoppen können. Wo es nicht ständig weitere Kontakte und Konfrontationen gibt, geht man sich aus dem Weg und meidet jedes Zusammentreffen. Man weiß zwar um die Bosheit des anderen und ist jederzeit auf der Hut; wenn es aber keine erneuten Angriffe gibt, lässt man es zunächst dabei bewenden. Andererseits lauert man bereits auf weitere Winkelzüge und Bösartigkeiten. Was immer der Andere tut und wie er sich mir gegenüber verhält – nichts hindert mich daran, ihm stets eine hinterhältige Absicht zu unterstellen.
Ein wichtiger Schritt der Verschärfung besteht im Übergang zu einer wechselseitigen Konfliktorientierung. Solange die Abneigung und Aversion zunächst einseitig sind und vom Anderen mitunter sogar unbemerkt bleiben, kann sich keine wirkliche Feindseligkeit entwickeln. Erst die definitive, ebenfalls aversive Reaktion – kurzum: der Widerstand und die Weigerung des anderen, sich zu unterwerfen – ändert die Situation grundlegend. Von nun an geht es nicht mehr nur um eine Sache oder die Durchsetzung von Interessen, sondern vor allem um einen Kampf um die Macht. Das Tun des Einen provoziert umgehend eine aggressive Antwort des Anderen, die Handlungsketten verknoten sich, Wahrnehmung und Imagination greifen dabei stets ineinander. Dies gilt auch für die Methoden und Techniken der Rationalisierung: Je nach der vorgenommenen Interpunktion der Ereignissequenzen [21] liegen Schuld und Verantwortung für die Ausweitung des Konflikts grundsätzlich beim Anderen.
Der Weg in die Feindschaft ist damit geebnet. Die Mechanik von Drohung und Gegendrohung nötigt die Parteien, ihre Investitionen aufzustocken, und setzt eine Spirale der Radikalisierung in Gang, die beide Akteure gefangen hält. [22] Und je weiter der Prozess bereits fortgeschritten ist, desto schwieriger wird es für sie, den eingeschlagenen Pfad wieder zu verlassen. Äußere Zugzwänge und Selbstzwänge verstärken sich wechselseitig und verengen das Wahrnehmungsfeld immer weiter. Auf diese Weise können aus Gegnern Feinde werden; dass aber Feinde sich in Gegner zurückverwandeln, ist äußerst unwahrscheinlich.
Die Ursachen der Verhärtung und Unnachgiebigkeit können vielfältig sein: Starrsinn und Überheblichkeit, Angst vor Gesichtsverlust, auch moralische Gründe mögen eine Rolle spielen. In jedem Fall nimmt die Irreversibilität der Entwicklung zu. Die bereits getätigten Investitionen und alle bisherigen Opfer dürfen auf keinen Fall umsonst gewesen sein. Mit dem Krieg teilt die Feindschaft das Grundmerkmal der Exzessivität: Beide steigern sich gewissermaßen von selbst und lassen alles andere in den Hintergrund treten. [23] Im Furor des Kampfes und angesichts der tödlichen Bedrohung verflüchtigen sich alle Hemmungen und lassen jeder Grausamkeit freien Lauf.
Die Exzessivität der Feindschaft hat die Tendenz, die Sache verschwinden zu lassen. Umgekehrt bedeutet dies, dass dort, wo die Relevanzen der Sache, die Orientierung an Interessen und die Kalkulation vorhandener Ressourcen nicht gänzlich an Bedeutung verloren haben, eine Begrenzung der Aggressionssteigerung am Ende durchaus möglich ist. Auch als Feinde sind die Menschen – Individuen oder Kollektive – nicht nur Feinde. Der empirische Prozess ist entgegen dem „reinen“ Begriff gerade nicht festgelegt, der Ausgang der Geschichte trotz aller Weichenstellungen der Vergangenheit offen. Deshalb sei hier abschließend noch ein systematisches Argument zu den Chancen und Bedingungen einer Entfeindung vorgestellt.
Allgemein gilt: Jede nachwachsende Generation hat die Möglichkeit – aber eben auch nur die Möglichkeit! –, in einer langen Geschichte der Feindschaft ein neues Kapitel aufzuschlagen. Doch auch dies ist in der Regel an bestimmte Umstände und Bedingungen gebunden. Die wichtigste Voraussetzung ist paradoxerweise das Scheitern. Im Jahre 1999 erschien in der Zeitschrift Foreign Affairs ein Artikel des amerikanischen Militärstrategen Edward N. Luttwak mit dem provokanten Titel „Give War a Chance“. [24] Die Argumentation: Wenn Kriege nicht zu Ende gekämpft, sondern von übermächtigen Akteuren, etwa Supermächten, von oben unterbrochen oder „erstickt“ werden, schwelt der Konflikt weiter und der Krieg bricht irgendwann, womöglich noch zerstörerischer, wieder aus. Als Beispiel nennt Luttwak unter anderem die verschiedenen Nahostkriege (heute aktueller denn je). Wenngleich ein solches Eingreifen unter Umständen sinnvoll sei, um den „großen“ Krieg und Weltenbrand zu vermeiden, so perpetuiere es doch die erbitterte Feindschaft der lokalen Akteure und stehe am Ende jedem friedlichen Neuanfang im Wege.
Feindschaft kann verblassen und zuweilen „vergessen“ werden, aber nur, wenn sich die Situation von Grund auf verändert hat. Als Beispiel hierfür kann die deutsch-französische „Erbfeindschaft“ angeführt werden. Ohne die vollständige Niederlage der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg und den Zusammenbruch des NS-Regimes wären das heutige Verhältnis zwischen Deutschen und Franzosen und ebenso die gewandelten Beziehungen zu den anderen europäischen Nachbarn undenkbar.
So weit meine Überlegungen zu Feindschaft und Verfeindung. Dabei hat sich die Argumentation vom Ausgangspunkt der Formulierung Kants weit entfernt. Dies ist jedoch nicht überraschend. Kant ist ganz überwiegend ein normativer Denker. Obwohl er die Diskussion der negativen Gefühle wie Neid, Hass oder Schadenfreude keineswegs ausgespart hat [25] und sich über die „Unvertragsamkeit“ [26] und die Neigung der Menschen zur Zwietracht durchaus im Klaren war – er sieht hierin geradezu eine Bedingung des menschlichen Fortschritts –, hat er sich für die Analyse der Feindschaft nicht besonders interessiert. Kant war ein Menschenfreund und in seinem ganzen Charakter und Werk der Feindschaft gewiss abhold. Der Grund dafür liegt in der Sache, der Zügellosigkeit der Feindschaft selbst: denn nichts ist vom aufklärerischen Ideal einer regelbasierten Ordnung des „ewigen Friedens“ weiter entfernt.
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