Digital Advocacy for the Least
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Florian Höhne
Zusammenfassung
Fürsprachepraktiken und Medienkulturen – besonders die digitale Transformation öffentlicher Kommunikation – sind grundlegend miteinander verwoben. Um diesen Zusammenhang theologisch-ethisch und vor dem Hintergrund postkolonialer Kritik zu reflektieren, entwickelt dieser Artikel zunächst ein Modell der Fürsprache, das die praktische Spannung von Rückbindung der Fürsprache und deren Freiheit sichtbar macht. Aus den theologischen Perspektiven von Dietrich Bonhoeffer, Dorothee Sölle und Wolfgang Huber werden dann Orientierungen entwickelt, etwa an Reziprozität und an Offenheit. Im Rahmen dieser Orientierungen werden besonders relevante Tendenzen der digitalen Transformation – die Dynamisierung von Rollen, Personalisierung und Automatisierung – reflektiert. Das macht deren Ambivalenzen offensichtlich: Digitale Medien sind sowohl eine Chance als auch ein Risiko für bessere Fürsprache.
Abstract
The praxis of advocacy and media-culture – particularly the digital transformation of public communication – are deeply entangled. In order to reflect this entanglement in the perspective of theological ethics and on the background of postcolonial critique, this article develops a model of advocacy that makes the practical tension between the advocate’s commitment to the mandate and the advocate’s freedom visible. From the theological perspectives of Dietrich Bonhoeffer, Dorothee Sölle, and Wolfgang Huber ethical orientations are drawn, for example, towards reciprocity and openness. Within the framework of these orientations, some particularly relevant tendencies of digital transformation – dynamization of roles, personalization, and automation – are reflected on, which makes their ambivalence obvious: Digital media is a chance as well as a risk for better advocacy.
© 2025 Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston
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